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Review  28.07.2010 (Archiv)

'Karate Kid' Filmkritik

Ein ansehnliches Remake des 80er-Jahre-Kultfilms, das nur durch einen Ortswechsel, mit dem auch eine andere Kampfsportart einhergeht, und durch die Tatsache, dass es sich diesmal wirklich um ein Kind handelt, vom Original abweicht.

Kaum mit seiner Mutter Sherry (Taraji P. Henson) aufgrund eines Jobangebots von Detroit nach Peking umgezogen, lassen die Probleme des 12-jährigen Dre Parker (Jaden Smith) nicht lange auf sich warten. Er hat im Park wohl das falsche Mädchen angesprochen, dabei etwas zu viel Aufsehen erregt und sich selbst überschätzt. Dass Dre auch noch dieselbe Schule besucht wie Cheng (Zhenwei Wang), der ihm gerade erst gelehrt hat, ihn besser zu meiden, musste ja so kommen. Auch dem Mädchen aus dem Park, Mei Ying (Wen Wen Han), begegnet er hier erneut, wodurch das Mobbing seines Rivalen Überhand nimmt.

Dre will keine Angst mehr haben und sieht Kung Fu als einzigen Ausweg, um es Cheng heimzuzahlen. Wie gut also, dass der Hausmeister Mr. Han (Jackie Chan) offenbar mehr kann, als nur Dinge zu reparieren – aber Dre muss erst lernen, dass Kung Fu mehr ist, als nur eine Möglichkeit, gegen andere zu kämpfen.

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Die wunderbare Welt der geradlinigen Abläufe

So gut wie alles, was die theoretischen Konzepte eines Kampf-Films à la Hollywood zu bieten haben, wird in 'Karate Kid' verwertet. Strikt wird nach dem Muster eines klassischen Underdogs vorgegangen, der zuerst seinem Gegenspieler in jeder Hinsicht unterlegen ist, sich jedoch durch Willenskraft und hartes Training zum Superstar entwickelt und bis an seine Grenzen geht, um schlussendlich seinen Rivalen zu besiegen. Doch damit nicht genug. Zusätzliche Handlungsstränge, wie eine Mini-Romanze zwischen Gleichaltrigen, eine Auseinandersetzung mit der Mutter und die tragische Vergangenheit des Meisters, der Frau und Kind bei einem Autounfall verloren hat und bis heute darunter leidet, dienen dazu, der eigentlichen Story die nötige emotionale Tiefe zu verleihen.

Zwischendurch streut man noch ein paar chinesische Lehren à la 'Kung Fu ist in allem, was du tust' und Lebensweisheiten wie 'Im Leben geht es darum, sich immer wieder aufzuraffen und weiterzumachen, egal, was passiert ist' ein und schon hat man in mehr als zwei Stunden jegliches Mittel einer klassischen Hollywood-Dramaturgie bedient. Dabei gibt es in diesem Fall auch nichts daran auszusetzen. Schließlich war schon sein Vorgänger vor mehr als 20 Jahren damit erfolgreich und das Konzept funktioniert bis heute. Da sei es niemanden vorgeworfen, sich in der Hoffnung, an den damaligen Erfolg anzuknüpfen, so wenig wie möglich davon zu entfernen. Reicht es doch schon aus, dass man den Ort der Handlung nach China verfrachtet, Kung Fu statt Karate zum Einsatz kommt und anstatt eines Teenagers, einen 12-jährigen Jungen ins Zentrum des Geschehens stellt.

Trailer


Angeblich wollte man dem Original seine Anerkennung zollen, indem man den Titel des Films trotz veränderter Kampftechnik beibehielt. Ja, wer weiß schon, ob 'Kung Fu Kid' nicht dem geplanten Wiedererkennungswert geschadet hätte. Immerhin ist der Titel nicht völlig aus dem Kontext gerissen, hat man sich doch die Mühe gemacht, dem neuen Jungen aus Detroit in seiner ersten Auseinandersetzung den Spitznamen 'Karate Kid' zu verpassen.

Talentierter Nachwuchs und erfreuliche Entdeckungen

Abgesehen von eindrucksvollen Bildern Chinas, die mitunter Einblicke in die Verbotene Stadt und einem Trainingszentrum in den Wudang-Bergen gewähren, sowie den wunderschönen Panorama-Aufnahmen der chinesischen Mauer, sind es vor allem die Kampfszenen, die begeistern. Angefangen bei einer netten Parkour-Szene, über Dres Entdeckung von Mr. Hans Fähigkeiten, als dieser ihn allein gegen eine Gruppe Angreifer verteidigt, bis zum Höhepunkt des abschließenden Wettkampfes wird einiges an sehenswerter Action geboten.

Dabei ist es äußerst erfreulich, Jackie Chan mal nicht als witzelnden Kampfkünstler zu sehen, der den ihm auferlegten Humor gepachtet hat, sondern als ernstzunehmenden Kung Fu-Meister, der durchaus mal eine witzige Meldung schiebt und auch in seinem Auftreten als Hausmeister ein Schmunzeln erzeugt, aber trotzdem die Haltung seiner Figur getreu bewahrt, die eigentlich nicht komisch sein will. Die Rolle des Meisters bringt eine Vielseitigkeit ans Licht, von der es hoffentlich noch mehr zu sehen geben wird.

Offizielle Webseite

Und auch Jaden Smith ist sein schauspielerisches Talent nicht abzusprechen. Mag sein, dass die Poserattitude, die er von seinem Vater geerbt zu haben scheint, im Film etwas übertrieben wirkt, aber bedenkt man, dass er einen Halbstarken aus Detroit verkörpert, erklärt sich das fast von selbst. Einem auch im wahren Leben 12-Jährigen sei es verziehen, dass er sich noch nicht vollkommen von seinem Selbst lösen kann und vielleicht noch etwas mehr Erfahrung sammeln muss, um jegliche Art von Emotion wirklich glaubhaft darzustellen. Was allerdings seine beeindruckenden sportlichen Leistungen betrifft, besteht kein Zweifel, dass aus diesem Jungen zumindest noch ein großer Actionheld werden kann – bei diesen Eltern ist das auch kaum verwunderlich.

Kinostart Österreich: läuft seit 23. Juli 2010

Alexandra Cech / filmtauchgaenge.de | www

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#Filmkritik #Jackie Chan #Karate Kid #Jaden Smith



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