Diese Website verwendet hochwertige Cookies. Mit der Nutzung stimmen Sie der Speicherung zu.















Neueste Artikel

Soundtrack zu Filmen finden
Youtube produziert Filme
Oscars 2018 - Awards weniger interessant?
Netflix wie Kabel-TV-NetzWegweiser...
mehr...








Autoszene #18


Aktuelle Highlights

PC-USB-Mikrofon


 
cinemunity Kino-Aktuell
Review  02.03.2011 (Archiv)

'Fish Tank' Filmkritik

Realitätsnah und überzeugend ist diese Geschichte über ein Mädchen, das mit ihr unbekannten Gefühlen konfrontiert wird, als sich der neue Freund ihrer Mutter als fürsorglicher und interessierter Zeitgenosse entpuppt.

Die harte Fassade, mit der sich der Teenager an sein rauhes Umfeld angepasst hat, beginnt zu bröckeln und bringt die Verletzlichkeit dahinter zum Vorschein.

Mia (Katie Jarvis) lebt mit ihrer Mutter Joanne (Kierston Wareing) und ihrer kleinen Schwester Tyler (Rebecca Griffith) in Essex, östlich von London, in einer Sozialwohnung. Anstatt die Schule zu besuchen, zieht der Teenager lieber durch die Straßen, trinkt, pöbelt die Mädchen in ihrer Siedlung an, schreckt dabei nicht davor zurück, handgreiflich zu werden, und streitet sich zu Hause mit ihrer Mutter und ihrer Schwester. Das Einzige, was Mia Freude bereitet, ist das Tanzen. In einer verlassenen Wohnung hat sie Zuflucht gefunden, um ihrer Leidenschaft Ausdruck zu verleihen und für einen Moment lang die Welt um sich herum zu vergessen.



Als sich Mia eines Morgens in der Küche aufhält, steht plötzlich ein halbnackter Mann neben ihr. Connor (Michael Fassbender) ist der neue Freund ihrer Mutter, doch im Gegensatz zu all den anderen, die vor ihm dagewesen waren, scheint er sich tatsächlich auch für deren Kinder zu interessieren. Nicht nur, dass er alle zu einem gemeinsamen Ausflug überredet, vor allem gibt er Mia das nötige Selbstvertrauen, um ihr tänzerisches Können in einem Bewerbungsvideo unter Beweis zu stellen. Doch bald schon ist nicht mehr ganz klar, ob Mia in Connor nur eine Vaterfigur, einen Freund oder doch mehr sieht.

Grauzone

Mias Geschichte könnte an jedem Stadtrand Europas spielen, in jeder Gegend, die nicht viel Freundliches und Hoffnungsvolles zu bieten hat. Die soziale Schicht, in der Mia lebt, findet man überall, und die Misere, in der sich vor allem die Kinder dieser Schicht befinden, ist universell. Es benötigt kein hohes Maß an Empathie, um zu verstehen, warum Mia so ist wie sie ist.

Offensichtlich war Mia nicht das Wunschkind ihrer Mutter. Joanne war einfach nur viel zu früh schwanger geworden. Deswegen feiert sie auch nach wie vor lieber Partys, anstatt sich um ihre Kinder zu kümmern. Besonders die bockige Mia, die, nach Joannes Aussage, schon immer ein anstrengendes Kind war, macht ihr zu schaffen. Es scheint sie nicht groß zu interessieren, wo sich ihre Tochter aufhält, solange sie ihr zu Hause nicht auf die Nerven geht.

Das Desinteresse der Mutter, die Trostlosigkeit ihrer Umgebung, und das Leben, das nicht viele Möglichkeiten bereit hält, um aus ihrem Umfeld auszubrechen, machen die Gleichgültigkeit und die Frustation, die den Alltag des Teenagers bestimmt, nachvollziehbar, ohne dass es vieler Erklärungen bedarf. Statt Ursachenforschung zu betreiben, lässt sich die Regisseurin Andrea Arnold auf diese Welt ein, malt ihre Figuren nicht in schwarz-weiß, sondern arbeitet gezielt Grautöne heraus. So gelingt es, das Abbild einer Realität zu zeichnen, das sich nicht in platten Klischees verliert.

Authentizität

Andrea Arnold legte wert darauf, so viele Nicht-Schauspieler wie möglich zu casten, um die Künstlichkeit ihrer Figuren zu reduzieren. Vor allem ihre Hauptdarstellerin sollte ein Mädchen sein, das nicht spielen, sondern nur sie selbst sein musste – und die fand sie in Katie Jarvis, die sie buchstäblich vom Bahnhof weg castete. Tatsächlich verleiht ihre Wahl dem Film eine bestechende Authentizität, die vor allem im harmonischen Zusammenspiel mit Michael Fassbender für emotionale Spannung sorgt.

  Bilder zum Film  1/8 weiter...


'Fish Tank' handelt nicht von gut und böse oder Opfer und Täter, sondern erzählt von der Möglichkeit, beides zu sein, ohne es bewusst zu wollen. Der Ausflug in familiäre Geborgenheit und die Aussicht auf Veränderung sind nur von kurzer Dauer. Die widersprüchlichen Gefühle, die Mia für den neuen Freund ihrer Mutter hegt, sind von Beginn an spürbar, und schon bald wird klar, dass es sich dabei nicht um einseitige 'Schwärmerei' handelt. Doch auch Connor hat ein Geheimnis und all die neu gewonnene Hoffnung des Teenagers wird mit einem Schlag zunichte gemacht, als Mia die Wahrheit erfährt. Es wird also alles noch einmal schlimmer, bevor Mia erkennen muss, dass die einzige Chance, aus ihrem Leben auszubrechen, darin besteht, es auch tatsächlich zu tun.

Offizielle Website

Von Kritikern hoch gelobt und mit einigen Preisen ausgezeichnet, entwirft der Film ein lebensnahes Portrait einer problembelasteten Gesellschaftsschicht, in dem sich trotz geringer Chancen auf Veränderung doch ein leiser Hoffnungsschimmer regt.

Kinostart Österreich: 25. Februar 2011

Alexandra Cech / filmtauchgaenge.at | www

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Filmkritik


Kommen Sie auf unsere Facebook-Seite!
Wir sind in Google+ für Sie da...
Folgen Sie unserem Twitter-Feed hier...
Folgen Sie unserem Labarama-Blog...
Folge unserem Instagram...
Newsticker per eMail oder RSS/Feed!

Auch interessant!
Fish Tank
Realitätsnah und überzeugend ist diese Geschichte über ein Mädchen, das mit ihr unbekannten Gefühlen konf...

'Ich bin Nummer Vier' Filmkritik
Nummer Vier ist auf der Flucht, denn er ist der nächste auf der Todesliste seiner Feinde. Attraktive Scha...

'Howl - Das Geheul' Filmkritik
Die Veröffentlichung des Gedichts 'Howl' bringt dessen Verleger vor Gericht, macht seinen Autor schlagart...

'Der Vater meiner Kinder' Filmkritik
Die Hommage an den französischen Produzenten Humbert Balsan geht in ihrer zweigeteilten Struktur ungewöhn...

'127 Hours' Filmkritik
Danny Boyle kreiert erneut einen Film, der alles richtig macht: Abwechslungsreiche Bildsprache, eindringl...

'Inside America' Filmkritik
'Inside America' fängt eindringlich die Schattenseiten und Widersprüche der amerikanischen Gesellschaft a...

'I Am Love' Filmkritik
Tilda Swinton spielt eine Frau, die alles besitzt, und der doch etwas Entscheidendes fehlt: Die Leidensch...

Filmkritik 'Live aus Peepli - Irgendwo in Indien'
Ein indischer Bauer beschließt, Selbstmord zu begehen, um seine Familie aus finanzieller Not zu befreien....

'Hereafter - Das Leben danach' Filmkritik
Drei Menschen, drei Geschichten und ein zentrales Element: die Auseinandersetzung mit dem Jenseits. Clint...

Forum: Ihre Meinung dazu!

[AufZack Talk] [Forum]     
Posten Sie ins Forum dazu:
Betreff:

Ihre Meinung via Facebook posten:

   






Top Klicks | Thema Review | Archiv

Folge uns: | Facebook | Google+ | Youtube

 
 

 


Style 4/2018


Motorwelten Wien


BMW X2


Range Rover Velar


Vignette: Kosten 2018


Photo Adventure Wien

Aktuell aus den Magazinen:
 DSGVO Kontaktformulare im Web ändern!
 Newsletter und Datenschutz ab 2018 DSGVO bringt viel Neues für eMail-Versand
 Verträge für ADV DSGVO-Links für die Cloud
 April! April! Aprilscherz! Die besten Scherze im Web zum 1. April.
 Budapest Tuning Show Heiße Fotos von der AMTS 2018

contator.net im Überblick:
 Webnews  WebWizard | Bundesland.at | Wien-Tipp.at | NewsTicker
 Business  Journal.at | Anfrage.net | plex | Seminar.At | BizTipp
 Auto  Auto.At | TunerAuto.At | OldtimerAuto.At | AutoTalk.At | AutoGuide.At | AutoBiz.At
 Freizeit  Style.at | Famili.at | Kinofilm.at | Musical.at | heavy.at | grlz | WitzBold | Advent.At
 Shopping  anna | Shoppingcity.at | SchatzWelt Gewinnspiele | Prozente.net Gutscheine
 Community  AufZack! | Flirtparty | Player | Schmuddelecke
Kontaktformular
Rechtliches
Copyright © 2018    Impressum    Adresse    Sitemap   
Mediadaten    Anfrage: hier werben!    Freies Web? Keine adblocker!
Tripple
      ad-locator.net    |    web-applicator.net    |    imaginator.at