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Review  23.02.2011 (Archiv)

'127 Hours' Filmkritik

Danny Boyle kreiert erneut einen Film, der alles richtig macht: Abwechslungsreiche Bildsprache, eindringlicher Sound, ein grandioser Hauptdarsteller und eine Geschichte voller Emotion und Spannung. So unfassbar, wie sie nur das wahre Leben schreiben kann!

Eigentlich sollte es nur ein kleiner Wochenendtrip im Blue John Canyon in Utah werden, einem vertrauten Gebiet für den erfahrenen Bergsteiger Aron Ralston (James Franco). Gerade deshalb hält er es auch nicht für notwendig, Freunde oder seine Familie darüber zu informieren, was er vorhat und wo er sich die nächsten Tage aufhalten wird.

Aron ist ausgerüstet. Er hat alles, was er braucht, um fernab vom städtischen Treiben, mitten in der Einsamkeit dieser Landschaft, ein Abenteuer zu erleben – im Alleingang. Sorglos durchstreift er das abgelegene Gebiet, begegnet dabei den Freundinnen Megan (Amber Tamblyn) und Kristi (Kate Mara), und setzt, nach einem kurzen gemeinschaftlichen Intermezzo, seine Wanderung fort.

Trailer


Beim Abstieg in eine enge Schlucht stürzt Aron jedoch ab und mit ihm ein Felsbrocken, der seinen Arm einklemmt. Alsbald erscheint die Situation aussichtslos – Aron befindet sich mitten im Nirgendwo, gefangen in einer Schlucht, weit und breit ist kein Mensch zu sehen oder zu hören. Er hat nur einen Teil seiner Ausrüstung, ein Minimum an Verpflegung, und noch ist keine Möglichkeit in Sicht, sich selbst zu befreien.

Vollkommene Aufmerksamkeit

Der Inhalt des Films ist schnell erzählt und tatsächlich spielt sich das Geschehen über die Hälfte des Films in einer Felsspalte ab, in der nur eine einzige Figur zugegen ist. Dass es trotzdem gelingt, Spannung zu erzeugen und sie noch dazu die ganze Zeit über aufrecht zu erhalten, ist vor allem dem Regisseur und seinem Hauptdarsteller zu verdanken. James Franco scheut nicht davor zurück, sich in jeder Hinsicht zu öffnen, die Kamera nah an ihn herankommen und tief in sich eindringen zu lassen. Auf engstem Raum eingeklemmt, ständig im Fokus des Geschehens, trägt er über weite Teile des Films die Handlung und ist dabei so glaubhaft, dass man ihm stets die ganze Aufmerksamkeit widmet.

127 Hours Gewinnspiel

Egal, ob man nun weiß, dass der Film auf einer wahren Begebenheit basiert und das Drehbuch seinen Ursprung in dem Buch 'Im Canyon (Between a Rock and a Hard Place)' von Aron Ralston hat, oder nicht, eines ist von Beginn an klar: Aron wird sich irgendwie aus dieser Notlage befreien können. Trotz des Bewusstseins darüber, ist es erstaunlich, dass es dem Film gelingt, einen immer wieder zweifeln zu lassen, scheint die Situation doch mehr als aussichtslos.

Auch Aron ist hin und her gerissen, tut alles dafür, um zu überleben und findet sich doch auch damit ab, dass es bald zu Ende sein könnte. Doch gerade an seinen tiefsten Punkten sind es seine Freunde, seine Eltern, seine ehemalige Freundin Rana (Clémence Poésy), die zwar nicht physisch, aber vor seinem geistigen Auge so stark präsent sind, dass sie Aron dazu bringen, weiterzumachen und nicht aufzugeben. In allergrößter Einsamkeit verhelfen ihm diese Menschen dazu, immer wieder Klarheit zu erlangen und neuen Mut zu fassen

Kreativer Stilmix

Zwei Kameramänner wurden von Danny Boyle für diesen Film engagiert. Was dabei herauskommt, ist ein kreativer Stilmix unterschiedlichen Bildmaterials, das erstaunlich stimmig ineinander übergeht. So bietet der Film einen optischen Abwechslungsreichtum, der seinesgleichen sucht. Schon in den ersten Minuten ist es eine regelrechte Bilderflut, die die Geschichte einleitet. Im Split Screen werden Massenveranstaltungen gezeigt, während gleichzeitig der Hauptdarsteller, der dabei ist, sich für seinen Ausflug vorzubereiten, etabliert wird. So wird schon hier der Gegensatz von Stadt und Land, Masse und Einzelperson, Hektik und Ruhe deutlich spürbar, die Flucht in die Einsamkeit verständlich, aber gleichzeitig auch auf die Abhängigkeit von anderen hingewiesen.

  Bilder zum Film  1/7 weiter...

© 2010 Twentieth Century Fox
© 2010 Twentieth Century Fox


© 2010 Twentieth Century Fox
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© 2010 Twentieth Century Fox
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© 2010 Twentieth Century Fox
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© 2010 Twentieth Century Fox
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© 2010 Twentieth Century Fox
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© 2010 Twentieth Century Fox
© 2010 Twentieth Century Fox



Ebenso rasant wird Arons Ankunft im Canyon erzählt, begleitet man ihn doch auf einer wilden Fahrt mit dem Mountainbike quer durch diese Landschaft. Doch auch, als sich der Unfall ereignet und es im Grunde keine Möglichkeit mehr gibt, um Schnelligkeit zu zeigen, stagniert die Handlung nicht. Durch den Einsatz der Handkamera, die Aron bei sich hat und auf sich selbst richtet, Rückblenden, Erinnerungen an geliebte Menschen, Halluzinationen und Phantasien bleibt das Geschehen ständig in Bewegung. Vor allem das Einfangen der mächtigen Umgebung und ihrer natürlichen Abläufe, wie ein Sonnenaufgang oder ein einsetzender Regenschauer, verstärken den antagonistischen Charakter dieser Landschaft.

'127 Hours' zeichnet sich jedoch nicht nur aufgrund seiner reizvollen Bildsprache aus. Auch der Soundtrack dient nicht nur zur Untermalung des Geschehens, sondern setzt zum Teil Kontraste. So kommt zum Beispiel das Lied 'Lovely Day' zum Einsatz, als Aron seine erste Nacht in der Felsspalte überstanden hat und die Sonne aufgeht – irritierend in Anbetracht seiner Situation, zugleich aber auch ein Zeichen des Überlebens und neuer Hoffnung, das auch beim Zuschauer für kurze Entspannung sorgt.

Offizielle Website

Wurde schon Danny Boyles 'Slumdog Millionaire' 2008 mit den Oscar für den Besten Film ausgezeichnet, geht der Regisseur mit seinem neuen Film in diesem Jahr mit sechs Nominierungen ins Rennen, auch diesmal unter anderem in der Kategorie 'Bester Film' – und das absolut verdient.

Kinostart Österreich: 18. Februar 2011

Alexandra Cech / filmtauchgaenge.at | www

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#Filmkritik


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