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Review  31.01.2011 (Archiv)

'Another Year' Filmkritik

Ein Jahr im Leben eines Ehepaars, das sich hingebungsvoll um seine vereinsamten Freunde kümmert. Das neueste Werk von Regisseur Mike Leigh ist zugleich liebevoll und gnadenlos bitter - und auf jeden Fall sehenswert.

Gerri (Ruth Sheen) und Tom (Jim Broadbent) führen ein Leben der kleinen Freuden. Sie stehen beide kurz vor der Pensionierung, arbeiten aber noch engagiert als Psychotherapeutin und Geologe, genießen die Freizeit in ihrem Schrebergarten und kümmern sich fürsorglich um ihren noch alleinstehenden Sohn Joe (Oliver Maltman) und ihre Freunde. Besonders die einsame und alkoholsüchtige Quasselstrippe Mary (Lesley Manville) kann stets auf die verständnisvolle Zuwendung der beiden zählen.

Auch Ken (Peter Wight) leidet unter dem Alleinsein, isst und trinkt zu viel und lässt sich von Gerri und Tom seelisch stärken. Bei einer Gartenparty versucht er erneut sein Glück bei Mary, die ihn jedoch angewidert abweist und sich der illusorischen Hoffnung hingibt, einmal den viel jüngeren Joe erobern zu können. Als dieser jedoch seine neue Freundin Katie (Karina Fernandez) mitbringt, reagiert Mary verletzend und zickig. Hier hört das Verständnis von Gerri und Tom auf. Mary wird nicht mehr eingeladen, doch sie taucht genau dann wieder heulend vor ihrer Tür auf, als die beiden Toms trauernden und verstörten Bruder Ronnie (David Bradley) zu sich eingeladen haben.

Menschenstudien

Diesen Menschen einfach nur beim Mensch-Sein zuzusehen ist ein Erlebnis. Jede Szene beweist so viel entwaffnende Ehrlickeit und Wahrhaftigkeit, dass man sich fast schon als Voyeur in diesen beschaulichen englischen Häuschen fühlt, in denen sich die kleinen und großen, aber immer exestentiellen Lebensdramen abspielen.



Zum einen liegt das sicherlich an Mike Leighs ganz eigener Art und Weise, einen Film zu drehen. Er probt ohne festes Drehbuch und findet die Geschichte in ausgedehnten Improvisationen mit den Schauspielern, die ihre eigenen Erfahrungen und Impulse einbringen. Zum anderen liegt es aber auch eindeutig am überragenden Können der Schauspieler selbst: Allein Ruth Sheen, Jim Broadbent, Lesley Manville und Peter Wight – doch eigentlich dürfte man keinen einzigen des Ensembles aussparen - bei der Darstellung von leisem Glück und großer Verzweiflung zuzusehen, ist das reinste Vergnügen.

Die Entdeckung des Alters

'Another Year' besteht aus einer Ansammlung brillanter Menschenstudien. Und diese beziehen sich diesmal auf Menschen reiferen Alters; eine Altersgruppe, die ansonsten im Kino wenig bis gar nicht, und wenn, dann nur in Nebenrollen repräsentiert ist - oder nur in Nebenrollen. So macht Mike Leigh Menschen zu Helden, die man sonst kaum als solche wahrnimmt, die diesen Titel jedoch unbedingt verdienen: Menschen, die unmittelbar für ihre Nächsten da sind.

Und das macht er so gut, dass man meint, jeden seiner Charaktere schon lange zu kennen. Doch auch sie können die Riesenaufgabe, ihren Gefährten Halt und Stütze zu sein, nicht ganz allein vollbringen. Der andere große Seelsorger in 'Another Year' ist der Alkohol. Fast in allen Szenen werden, entweder während oder zwischen den zahlreichen Mahlzeiten, Bierdosen und Weinflaschen en masse gelehrt. Das allgegenwärtige, aber immer 'zivilisierte' Besäufnis ist allgemein akzeptierte Schmerzlinderung, dem sich selbst die an sich zufriedenen Eheleute Gerri und Tom nicht gänzlich entziehen können.

Immer noch schlimmer

Doch Mike Leighs Improvisationstechnik hat auch einen Nachteil: Sie liefert ihm diesmal keinen Schluss, den mal als befriedigend empfinden würde. Das Ende bleibt im Ungefähren hängen. Es wird alles immer noch schlimmer, bevor sich – zumindest für Mary – der Hauch einer Erkenntnis einstellt. Dann bricht das Geschehen ab. So mag das Leben sein, doch manche versprechen sich von einem Film ein bisschen mehr Vision – und Hoffnung. Aber vielleicht kann man nicht alles haben. Hoffen wir auf's nächste Jahr.

Offizielle Website

Kinostart Österreich: 28. Januar 2011

Carolin Färber / filmtauchgaenge.at | www

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#Filmkritik


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