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Review  01.12.2010 (Archiv)

'Kottan ermittelt - Rien ne va plus' Filmkritik

Was zu Beginn das Fernsehpublikum aufbrachte und sich dann zum Kult entwickelte, erfährt nun, 26 Jahre nach Ausstrahlung der letzten Folge, ein Revival als Kinofilm.

Major Adolf Kottan ist zurückgekehrt, inklusive altbekannter Weggefährten und Neubesetzungen, Running Gags der Vergangenheit und neuen Elementen. Ein Gemisch aus alt und neu, das zwar nicht völlig überzeugt, aber neues Interesse am Original erweckt.

Eigentlich ist Adolf Kottan (Lukas Resetarits) vom Dienst suspendiert, doch der Polizeipräsident Heribert Pilch (Udo Samel) benötigt dringend seine Hilfe. Kottans Ex-Kollegen Paul Schremser (Johannes Krisch) und Alfred Schrammel (Robert Stadlober) sind völlig überfordert. Innerhalb eines Tages wurden drei Menschen ermordet. Einziger Hinweis: Neben jedem Opfer lag eine Spielkarte mit der Aufschrift 'Rien ne va plus' und sieben Namen auf der Rückseite. Die Zeit drängt. Nicht nur, weil jederzeit ein weiterer Mord geschehen könnte, sondern vor allem weil der Polizeipräsident Pilch einen Ermittlungserfolg benötigt, um seine Konkurrenz auszustechen. Der Generalmajor der Wiener Polizei Kurt Hofbauer (Wolfgang Böck) ist ihm ein Dorn im Auge, wenn es um seinen heiß begehrten Platz im Innenministerium geht.

Kottan Gewinnspiel



Kottan und Co. machen sich also an die Arbeit. Die Spielkarte führt sie nicht nur zum Betreiber eines illegalen Pyramidenspiels, sondern auch zum Ex-Banker Doktor Markus Herzer (Erich Schleyer) und zum Generalmajor Hofbauer höchstpersönlich. 'Rien ne va plus' - 'Nichts geht mehr'. Hat man seine Teilnahme erst einmal bestätigt, heißt es auf der Hut zu sein, denn aus dem Millionenspiel wurde soeben ein Spiel auf Leben und Tod.

Der Wiener Schmäh

Als spannende, actionreiche Handlung kann man es wohl nicht bezeichnen, was hier passiert. Bis der Fall aufgeklärt ist, hat man die Verbindungen und Zusammenhänge, die nicht unbedingt einer in sich geschlossenen Logik folgen, schon wieder vergessen. Aber es geht ja eigentlich auch gar nicht darum, einen mitreißenden Krimi zu erzählen, sondern ein satirisches Bild der Wiener Polizei zu entwerfen.

Der Wiener Schmäh rennt und das nicht nur auf Kosten des Polizeiapparates (der diesmal sogar als mechanisches, vom Polizeipräsidenten selbst entwickeltes Kontrollorgan mit Null-Toleranzgrenze seinen Auftritt hat und an den Kaffeeautomaten erinnert, mit dem Pilch anno dazumal auf Kriegsfuß stand), sondern auch der wirtschaftlichen Elite. So ist die Wirtschaftskrise natürlich Thema, wie zum Beispiel die Finanzdienstleister, die einst mit Fremdwährungskrediten ihre Kunden lockten und sie nun sich selbst überlassen. Nicht zu vergessen die Anspielungen auf die BAWAG-Misere, den Investmentbanker Flöttl (denn wenn ein Herr Flozzl auftritt, der mit Geldgeschäften zu tun hat, ist diese Verbindung wohl schnell hergestellt) und wenn man sich schon auf diesem Terrain bewegt, dann darf KHG auch nicht fehlen. Abgerundet wird das Ganze dann noch mit dem mittlerweile fast schon zum Running-Gag gewordenen 'Lebensmensch'-Sager des – seinem Vorgesetzten Kurt Hofbauer in jeder Hinsicht ergebenen – Stefan Platzer (Simon Schwarz).

Dass die Suche nach dem Mörder und die lückenlose Aufklärung bei diesem Potpourri an zynisch-belächtelter Zurschaustellung österreichischer Zustände und seiner Polit-Phänomene eher in den Hintergund rückt, ist zu verzeihen. Immerhin gibt es Einiges, was für Erheiterung sorgen kann. Aber es ist natürlich auch fraglich, wie sehr diese 'Schmähs' wirklich noch zum Lachen sind, denn mittlerweile kennt man das alles schon, werden doch, wenn es um Gesellschaftskritik und politische Seitenhiebe geht, in letzter Zeit immer wieder dieselben an den Pranger gestellt. Wenn auch nach wie vor nicht ganz unverdient, so sind sie und ihre 'Machenschaften' leider nicht mehr aktuell genug, um damit für Aufsehen oder Aha-Erlebnisse zu sorgen. Aber da hat das Medium Film einfach den Nachteil seines Produktionsprozesses, der Gegenwärtigkeit leider kaum ermöglicht.

Die neuen Alten oder die alten Neuen

26 Jahre sind eine lange Zeit und leider weilen nicht mehr alle Darsteller des Kult-Trios unter uns. So musste man sich von Walter Davy (ehemals Paul Schremser) und Curth Anatol Tichy (ehemals Alfred Schrammel) verabschieden. Und es ist wirklich ein Jammer, denn so sehr sich Johannes Krisch und Robert Stadlober auch bemühen, es will ihnen nicht vollkommen gelingen, ihre Figuren in neuem Licht erstrahlen zu lassen und somit die Erinnerung an ihre Vorgänger zu trüben.

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(c) SATEL Film/P.Domenigg, filmstills.at

(c) SATEL Film/P.Domenigg, filmstills.at

(c) SATEL Film/P.Domenigg, filmstills.at

(c) SATEL Film/P.Domenigg, filmstills.at

(c) SATEL Film/P.Domenigg, filmstills.at

(c) SATEL Film/P.Domenigg, filmstills.at


Während Robert Stadlober als schießwütiger Jundspund, der sein Ziel zwar oftmals verfehlt, aber so schnell wie möglich die Karriereleiter emporklettern will, eher unlustig und ziemlich uninteressant ist, hat Johannes Krisch hingegen so manch glorreichen Moment. Aus dem einbeinigen Schremser wurde ein hinkender Zweibeiniger, der nur auf seine Krücken verzichten kann, wenn er eine Solo-Gesangs- und Tanzeinlage mitten auf der Wienfluss-Brücke zum Besten gibt (übrigens eine der besten Szenen des Films). Ansonsten zeichnet er sich vor allem durch übermäßigen Medikamentenkonsum aus und wirkt mit seiner Sonnenbrille und seinen langen Haaren inklusive Haarreifen, wie ein Relikt aus den 70er Jahren – nicht uncharmant aufgrund seiner bestechenden Coolness, aber nicht so liebenswert wie es Walter Davy einst war.

Abseits dieser Neubesetzungen, tauchen auch altbekannte Gesichter wieder auf. Neben Bibiana Zeller als Ilse Kottan, darf auch Chris Lohner nicht fehlen – diesmal nicht als Fernsehmoderatorin, sondern selbst bei der Polizei. Und auch der Obdachlose Drballa (der zwar auch nicht mehr von Carlo Böhm gespielt wird, sondern von Hanno Pöschl – wobei hier ein kaum merklicher Unterschied zu verzeichnen ist), der schon immer ein Gespür für Tatorte hatte, ist mal wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort und der einzige Zeuge.

Running Gags Reloaded

Es könnte so schön sein, in Erinnerungen zu schwelgen, würden nicht mit jedem Revival auch Veränderungen einhergehen, die sich leider nicht unbedingt als Vorteil erweisen. Denn was an einem am Himmel schwebenden Hund witzig sein soll bzw. welche tiefgründige Message er vermitteln könnte, mag sich manch einem vielleicht erschließen, andere aber eher irrtieren. Und warum der Polizeipräsident, der bekanntlich nicht ohne Fliegenklatsche in seinem Büro sitzt, das er auch schon mal mit allerlei Insektenskulpturen dekoriert hatte, nun den Kampf mit einer sprechenden Zeichentrick-Kakerlake aufnimmt, bleibt ein Rätsel.

Dafür rockt Kottans Kapelle diesmal nicht Playback, sondern live, und gemeinsam mit ihren Figuren erwachen auch die Running Gags vergangener Tage zu neuem Leben. Da wird einem Polizisten beim Aussteigen mit der Autotür ein Hieb versetzt, sodass er von der Brücke stürzt (ohne, dass er verletzt wird natürlich), Autotüren werden abgerissen, Kottans neues Auto mit 'Superkräften' ausgestattet und auch die direkten Kommentare in die Kamera und Verweise auf die eigene filmische Welt dürfen nicht fehlen.

Offizielle Website

'Kottan ermittelt – Rien ne va plus' erweist seiner großen Vergangenheit so manche Ehre, fügt jedoch gleichzeitig das ein oder andere neue Element hinzu, das nicht so recht überzeugen will. Daran sollte man sich jedoch nicht weiter stören, denn eines gelingt dem Film allemal: Dass man wieder Lust bekommt auf den Kottan von einst!

Kinostart Österreich: 3. Dezember 2010

Alexandra Cech / filmtauchgaenge.at | www

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#Filmkritik #Kottan ermittelt #Lukas Resetarits


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