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Review  24.11.2010 (Archiv)

'Männer im Wasser' Filmkritik

Synchronschwimmen statt Midlife-Crisis – das Plakat verrät eigentlich schon alles, was es über den Film zu wissen gibt. Aber dass diese Geschichte so unterhaltsam und gleichzeitig wirklich berührend ist, damit war nicht zu rechnen.

Fredrik (Jonas Inde) ist Mitte 40, geschieden und arbeitslos. Einziges Highlight in seinem Leben ist das wöchentliche Unihockeytraining mit seinen Freunden. Doch die männliche Hobby-Mannschaft wird aus ihrer Trainungshalle vertrieben, als einem Frauenteam das Vorrecht eingeräumt wird. Kurz darauf wird Fredrik erneut mit einer nicht unbedingt freudigen Überraschung konfrontiert. Seine Ex-Frau Lotta (Paula Mc Manus) hat ein Jobangebot in London, weshalb die gemeinsame 16-jährige Tochter Sara (Amanda Davin) erstmal bei ihrem Vater unterkommen soll.

Da Sara bisher bei ihrer Mutter lebte, ist der alleinstehende Fredrik, der es gewohnt ist, sich nur um sich selbst zu kümmern, mit der neuen Situation überfordert und das Teenager-Mädchen genervt. Das Sychronschwimmen seiner Tochter inspiriert Fredrik allerdings zu einem ungewöhnlichen Junggesellenabend für einen seiner Hockeyfreunde. In der Schwimmhalle, in der sein Freund Charles (Andreas Rothlin Svensson) arbeitet und seine Tochter trainiert, wird abends heimlich ausgelassen gefeiert und eine männliche Kunstschwimmer-Performance in weiblicher Aufmachung inszeniert.

Trailer


Als das Video dann bei der Hochzeit gezeigt wird, sorgt es für große Erheiterung und Applaus der Gäste. Sogleich werden die Freunde von einer wohlhabenden Dame als Partygag engagiert. Angespornt von dem Erfolg, verdonnert Fredrik sich und die anderen zum Training, doch ihr Auftritt wird ein Reinfall. Der festen Überzeugung, dass es daran lag, dass sie einfach zu gut waren, erkennt Fredrik eine neue sportliche Herausforderung. Als er dann noch von seiner Tochter erfährt, dass Sychronschwimmen ursprünglich ein von Männern dominierter Sport war, fasst er kurzerhand den Entschluss, die einzige schwedische Sychronschwimm-Mannschaft ins Leben zu rufen. Bald schon werden sie auch die Chance haben, sich im Wettkampf zu messen, da demnächst die ersten Weltmeisterschaften im männlichen Synchronschwimmen in Berlin stattfinden.

Witzige Situationen

Allein die Tatsache, dass sich Männer im mittleren Alter, die alles andere als gut trainierte Sportler sind und Anzeichen einer Midlife-Crisis aufweisen, sich als Sychronschwimmer versuchen, verleiht dem Film eine amüsante Ausgangsbasis. Man braucht keinen Slapstick oder Klamauk mehr, um die unzähligen witzigen Momente, die mit dem Vorhaben einhergehen, zu verdeutlichen oder auszureizen. Und zum Glück wird darauf auch verzichtet. So passiert die Komik von ganz allein, entsteht aus der Situation heraus und ohne, dass nachgeholfen wurde.

Genauso natürlich, leicht und nicht weniger humorvoll werden auch die ernsteren Themen, die Eingang in die Geschichte finden, behandelt. Diskriminierung und Vorurteile begleiten durchgehend das Geschehen. Dabei gibt es wohl kaum eine wahrhaftigere Aussage, als jene, die Sara ihrem Vater im Streit an den Kopf wirft: 'Du bist ein weißer hetereosexueller Mann, was weißt du schon von Diskriminierung.' Und doch muss diese Truppe schwedischer Männer sich damit abfinden, dass sie aus ihrer Hockey-Trainingshalle vertrieben werden, weil sie weder Kinder, Frauen noch behindert sind. Des Weiteren bleibt ihnen nichts anderes übrig, als nach ihrem Entschluss, eine männliche Synchronschwimm-Mannschaft zu gründen, in einer alten, baufälligen Schwimmhalle zu trainieren, da ihnen der Zutritt zu Saras Halle von der Leiterin verwehrt wird. Und auch mit dem Vorurteil, dass männliche Synchronschwimmer homosexuell sind, kommt manch einer von ihnen nicht so leicht zurecht.

Emotionale Momente

Andererseits gewinnen sie auch so manchen Vorteil aus ihrer sportlichen Umorientierung. So schaffen sie es als Team sofort auf die Titelseite einer Tageszeitung und haben es aufgrund der mäßigen Konkurrenz einfacher, sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Die Diskriminierung durchzieht also den Film, hält sich aber wunderbar im Gleichgewicht, sodass man es nicht als verwerflich oder übertieben ungerecht empfindet was den Männern widerfährt, sondern eher amüsiert beobachtet, welche Hindernisse es zu überwinden gilt.

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© Filmladen Filmverleih
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Trotz der vielen erheiternden Momente erzählt der Film auch von tiefgehenden Gefühlen, wie etwa die schwierige Beziehung zwischen Vater und Tochter, die sich zu Beginn fremd sind, aber durch ein gemeinsames Ziel zueinander finden. Auch der innere Konflikt Fredriks, als er mit der Wettbewerbsregel konfroniert wird, dass nur acht Schwimmer seines Teams, das neun Männer umfasst, den Wettkampf bei den Weltmeisterschaften bestreiten dürfen, wird deutlich spürbar. Umso aussagekräftiger ist auch die Entscheidung, die der in Bezug auf den sportlichen Wettkampf erfolgsorientierte, zu Beginn noch eher einzelgängerisch wirkende Fredrik schlussendlich trifft. Umso berührender, was die ganze Mannschaft, deren Beziehung zueinander sich mittlerweile von Sportkameradschaft zu enger Freundschaft vertieft hat, aus dieser Entscheidung macht.

Offizielle Webseite

Mans Herngren, der auch am Drehbuch der charmanten Komödie Salto für Anfänger beteiligt war, gelingt es mit 'Männer im Wasser' erneut für gefühlvolle und erfrischend witzige Unterhaltung zu sorgen. Da darf man wohl auch zukünftigen Projekten freudig entgegen blicken!

Kinostart Österreich: 26. November 2010

Alexandra Cech / filmtauchgaenge.at | www

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#Filmkritik


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