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Review  10.08.2010 (Archiv)

'Das Konzert' Filmkritik

Berührend, urkomisch, herzerwärmend und auch irgendwie tragisch ist diese Geschichte über ein bunt zusammengewürfeltes russisches Orchester, das sich auf recht eigentümliche und nicht gerade legale Weise ihren Weg nach Frankreich bahnt ...

... um endlich das zu Ende zu bringen, was es vor 30 Jahren begonnen hat. Absolut sehenswert!

Einst war Andrei Filipov (Alexei Guskow) angesehener und erfolgreicher Dirigent des russischen Bolschoi-Orchesters. Seine Weigerung in Zeiten des kommunistischen Regimes, jüdische Musiker zu entlassen, führte dazu, dass Andrei seinen Posten verlor, das gesamte Orchester aufgelöst wurde und die jüdischen Mitglieder ins Exil gehen mussten. 30 Jahre sind seither vergangen. Zwar arbeitet Andrei immer noch in den Räumlichkeiten des Bolschoi, nur ist er zur Putzkraft degradiert worden und ständig den Demütigungen des neuen Direktors ausgesetzt, der sein Versprechen Andreis Truppe noch einmal eine Chance zu geben immer wieder aufs Neue hinauszögert.

Als Andrei dabei erwischt wird, wie er dem Orchester bei den Proben zusieht, wird er zum Extra-Putzdienst im Büro des Direktors verdonnert. Zufälligerweise fällt ihm dort ein Fax aus Paris in die Hände. Der Direktor des Théâtre du Châtelet sucht dringend Ersatz für die Philharmoniker aus San Francisco, die kurzfristig ihren Auftritt abgesagt haben. Andrei wittert seine Chance und nimmt das Fax an sich.

Ein irrwitziger Plan

Andrei hat die Idee, dem Pariser Direktor Olivier Morne Duplessis (Francois Berléand) eine Zusage zu erteilen, seine alte Truppe wieder zu vereinen und gemeinsam mit ihr den Platz des jetzigen Bolschoi-Orchesters einzunehmen. Um Kontakt mit den Franzosen aufzunehmen, wendet er sich an den ehemaligen Theatermanager und nach wie vor überzeugten Kommunisten Ivan Gavrilov (Valeri Barinov), der unter anderem vor 30 Jahren an der Auflösung seines Esembles beteiligt war. Genau aus diesem Grund ist er Andrei noch etwas schuldig und die schlagkräftigen Argumente seines Freundes Sacha Grossman (Dimitri Nazarov) und Andreis Frau Irina (Anna Kamenkova Pavlova) tun ihr Übriges, um Ivan für die Sache zu gewinnen.

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© Filmladen Filmverleih
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Und haben Andrei und Sacha erst mal die alten Mitglieder zusammengetrommelt, die, mittlerweile in alle Richtungen verstreut, den unterschiedlichsten Berufen nachgehen, und einen Sponsor organisiert, steht ihrer Reise nach Paris nichts mehr im Weg.

Chaotisches Moskau

Rasant und chaotisch gestaltet sich die Handlung innerhalb der ersten Hälfte des Films. Von einem Ort zum anderen hetzen Andrei und Sacha, um die restlichen Mitglieder aufzutreiben. Dazwischen noch ihr Besuch bei Ivan, ein Telefonat mit Frankreich aus dem Keller der Räumlichkeiten des Bolschoi und eine Mafia-Hochzeit, die in einer Schießerei endet und bei der gleichzeitig der Sponsor für die Reise gefunden wird. Nie wird es langweilig, ständig sind die Hauptfiguren in Bewegung und ein witziger Moment jagt den anderen. Hektik gepaart mit einer unfassbaren Gelassenheit dominieren das Geschehen. Deswegen trifft man sich auch viel früher an dem Ort, an dem ein Bus das Orchester zum Flughafen bringen soll – es könnte ja sein, dass er nicht kommt und man den Weg zu Fuß gehen muss. In aller Eile werden am Flughafen noch schnell Reisepässe und Visa verteilt – natürlich vom Schwarzmarkt, denn auf legalem Weg hätte es zu lange gedauert.

Trotz aller Täuschungen und der Korruption, die in Russland zum Umgangston zu gehören scheint, empfindet man große Sympathie für alle Beteiligten und ihre Sache. Dient das ganze Unterfangen doch einem höheren Zweck: Endlich wieder das machen zu können, was man einst so sehr liebte, und woran man jahrelang durch äußere Umstände gehindert wurde. Um sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen, erscheinen 'Notlügen' eine gewisse Berechtigung zu haben.

Trailer


Vor dem Hintergrund eines Russlands im Widerspruch zwischen kommunistischen Wurzeln, dem Festhalten an alten Werten der Vergangenheit und dem Einfluss des westlichen Kapitalismus, entsteht eine Gruppe unterschiedlichster Nationalitäten, die alle gemeinsam ein Ziel verfolgen. Juden, Sinti, Roma und Russen werden dabei mit klischeehaften Eigenheiten so offensichtlich ausgestattet, dass die Ironie dahinter in jedem Moment spürbar ist. Trotz allem sind sie ernstzunehmende Charaktere, die mit Charme und Humor das Herz des Zuschauers erobern, während die Parodie dem Film gleichzeitig eine schwungvolle Leichtigkeit verleiht.

Gefühlvolles Paris

In Frankreich dagegen geht es etwas ruhiger zu. Da stechen einem die lauten, teilweise betrunkenen und etwas rüpelhaften Russen sogleich ins Auge und heben sich von der Menge ab. Völlig überfordert scheinen die Franzosen mit diesem unbändingen Haufen russischer Musiker zu sein, die nicht einmal zu den Proben erscheinen. Panik macht sich breit, dass das Konzert in einem Desaster endet. Auch die Solistin Anne-Marie Jacquet (Mélanie Laurent) ist kurz davor, ihren Auftritt wieder abzusagen. Dabei ist es gerade für Andrei so wichtig, dass sie das Violinen-Solo in Tschaikowskys Konzert für Violine und Orchester übernimmt, gibt es doch etwas in seiner Vergangenheit, das er bis heute mit sich herumschleppt und das nur sie ihm verzeihen kann. Seine einzige Bedingung für den Auftritt in Paris war, Anne-Marie dabei zu haben. Aber bringt er es wirklich übers Herz, ihr die Wahrheit zu sagen?

Gerade in Andreis und Anne-Maries gemeinsamen Szenen erreicht der Film seine emotionalen Höhepunkte, die in dem fulminanten Auftritt des Orchesters samt Solo-Geigerin kulminieren. Knapp eine viertel Stunde lang dauert das Konzert. Gespickt mit Szenen der Vergangenheit, Blickwechseln zwischen Andrei und Anne-Marie, Großaufnahmen einiger Musiker, die im Begriff sind, die absolute Harmonie zu kreieren, und der Aussicht auf ihre weiteren Erfolge ergibt die Abschlussszene ein Gesamtkunstwerk, das zu Tränen rührt.

Offizielle Webseite

'Das Konzert' vereint eine tragische Vergangenheit mit einer hoffnungsvollen Gegenwart und erfolgreichen Zukunft. Liebenswert komische Charaktere, ein mutiger Plan, amüsante Begegnungen, ergreifende Momente und ein hohes Ziel machen den Film zu einem besonderes Erlebnis.

Kinostart Österreich: 13. August 2010

Alexandra Cech / filmtauchgaenge.de | www

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#Filmkritik


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