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Review  15.06.2010 (Archiv)

Filmkritik 'Sturm'

Ein deutscher Thriller rund um das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Idealismus und Ohnmacht, Wahrheitssuche und politische Interessen treffen vor erschreckend realen Hintergründen aufeinander. Beklemmend und spannend, aber auch sperrig.

Hannah Maynard (Kerry Fox) ist Anklägerin am Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Ihr gegenwärtiger Prozess um den mutmaßlichen Kriegsverbrecher Goran Duric steht auf der Kippe, als ihr bosnischer Hauptzeuge nachweisbar falsch aussagt und sich daraufhin das Leben nimmt. Maynard beginnt, den Fall von einer anderen Seite her aufzurollen und merkt, dass Mira (Anamaria Marinca), womöglich noch viel mehr über Durics Verbrechen weiß, als ihr verstorbener Bruder.

Mira jedoch lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn inzwischen in Berlin und möchte die Vergangenheit hinter sich lassen, auch deshalb, weil sie und ihre Familie von bosnisch-serbischen Nationalisten bedroht werden. Schließlich entscheidet sie sich aber doch, auszusagen und sich dem Grauen der Vergangenheit zu stellen. Doch unmittelbar vor der Verhandlung, versuchen Durics Verteidiger, ihre Zulassung vor Gericht zu verhindern, und finden damit erstaunlich viel Gehör vor einem Tribunal, in dem Wahrheitssuche und politische Interessen einen ständigen Kampf miteinander führen.

Tribunal unter Druck

Sturm erzählt packend und mitunter mit großer Wucht von Verbrechen, Idealismus und den Grenzen der Wahrheitssuche. Es ist faszinierend zu sehen, wie das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, von dem jeder den Namen kennt, aber die meisten nicht viel wissen, tatsächlich hinter den Kulissen funktioniert, wie seine Ziel definiert sind, wo seine Schwächen liegen und unter welchem Druck dort gearbeitet wird. Mit all dem auf das Engste Verbunden, aber doch auf emotinaler Distanz gehalten sind der Krieg im ehemaligen Jugoslawien, die Kriegsverbrecher und Opfer, und die Wunden, die noch lange nicht verheilt sind.

Trailer


Während der Film im ersten Drittel noch unter dem Erklärzwang der Autoren und einigen überdeutlichen Dialogen leidet, nimmt er ab dem Auftritt der neuen potentiellen Zeugin Mira deutlich an Dichte, Spannung und Dramatik zu, verpasst dem Zuschauer mehrere deutliche Schläge in die Magengrube, lässt ihn dann aber letztlich mit einem eigenartigen Gefühl zurück, in dem sich Betroffenheit mit Ratlosigkeit mischt.

Eine schwierige Mischung

Regisseur Hans-Christian Schmid hat es sich von vorn herein nicht leicht gemacht. Die Spätfolgen des Balkankriegs sind ein genauso beklemmendes wie (gern) vernachlässigtes Thema in der Öffentlichkeit. Für einen Thriller eignen sich die Vorgänge rund um die Kriegsverbrecherverfolgung gut, doch das Drama der Opfer kann der Film nicht immer stimmig mit seinen Spannungselementen verbinden.

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Auch die mehrmaligen Perspektivwechsel fordern ihren Tribut. Wenn ab der Mitte des Films immer wieder der Fokus auf die angespannte Situation Miras wechselt, verliert der Film die Geschichte seiner eigentlichen Hauptfigur Hannah immer stärker aus dem Bilck, zumal Miras Schicksal emotional wesentlich bindender ist, als das der um ihre Integrität ringenden Juristin. Gerade dieser Umstand trägt stark zu der seltsamen Ratlosigkeit bei, die einen am Ende des Films überkommt, welche nicht nur mit dem inhaltlichen Abschluss des Films zu tun hat und diesem auch nicht wirklich dient.

Distanz

Auch der mitunter nervige, auf dokumentarisch-autentisch getrimmte Schauspiel- und Kamerastil befremdet oft mehr, als dass er der Erzählung hilft. Optisch gesehen, legt der Film größten Wert auf Hässlichkeit, emotional gesehen, auf Distanz, die nur in wenigen Augenblicken, dann aber fesselnd von Gefühlen durchbrochen wird. Bemerkenswert sind jedoch die Darstellungen der beiden wichtigsten Figuren Hannah (Kerry Fox) und Mira (Anamaria Marinca), auch wenn es gerade bei Hannah lange dauert, bis man dieser, viele Emotionen unterdrückenden Idealistin näher kommt.

'Sturm' wurde mit einigen Filmpreisen ausgezeichnet, bliebt in der Öffentlichkeit jedoch relativ unbekannt. Beides ist nachvollziehbar.

Kinostart Österreich: läuft seit 11.06.2010



Carolin Färber / filmtauchgaenge.at | www

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#Filmkritik


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