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Filmkritik: Die Verlegerin

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Filmkritik: Die Verlegerin (tv.freund, 17.03.2018)

Beiträge

tv.freund
17.3.2018 23:25
Filmkritik: Die Verlegerin



Wie war das noch mit Spielberg. Er macht Filme die den Geist des Geldes treffen? Lauter Filme eigentlich die viel Geld bringen, so habe ich das in Erinnerung. 114 Minuten, 50 Millionen US $ Produktionsnotizen und 155 Millionen US $ später ist der Film im Kino. Hm, da stellt sich die Frage, nach den ganzen Welterfolgen von Spielberg, wieso so einen Film?

Num um was geht es?:

Katharine „Kay“ Graham hatte den Job nie gewollt, doch nach dem Tod ihres Mannes muss sie den Posten als Chefin der renommierten Washington Post und Vorstandsvorsitzenden des Verlages, übernehmen. Dies ist in dem von Männern dominierten Vorstand keine leichte Aufgabe, und anfänglich bringt sie in den Sitzungen kein Wort heraus. Die Washington Post plant ihren Börsengang.

Eines Tages im Jahr 1971 landen geheime und brisante Informationen auf dem Schreibtisch von Ben Bradlee, dem Chefredakteur der Washington Post. Diese waren zuvor bereits der New York Times zugespielt worden und es geht in den von einem Mitarbeiter des Pentagons kopierten Unterlagen um die Verschleierung von Informationen, dass der Krieg in Vietnam aus anderen als den bislang geglaubten Gründen begonnen wurde und nicht zu gewinnen ist, der Öffentlichkeit hatten der amtierende Präsident und seine drei Vorgänger dies jedoch verschwiegen.

Die Verantwortlichen der Washington Post stehen nun vor der Entscheidung, ob sie den Inhalt dieser Papiere und damit den Skandal öffentlich machen und von der gezielten Desinformation berichten sollen oder nicht. Da es sich um Geheimdienstinformationen handelt, befürchten sie wegen Hochverrats im Gefängnis zu landen. Dennoch gibt Graham ihr Okay, auch wenn sie freundschaftliche Beziehungen zu Menschen pflegt, die in den Papieren belastet werden, denn Bradley hatte ihr klar gemacht, dass es Pflicht der Presse sei, die Wahrheit zu drucken und sich eine freie Presse auch von der Regierung nicht erpressen lassen darf. Die Veröffentlichung weiterer Inhalte der Pentagon-Papiere sorgt für Aufruhr im Weißen Haus, und in der nun folgenden Gerichtsverhandlung geht es nicht nur um das Recht der Presse, Fakten wahrheitsgemäß darzustellen, sondern auch um das Recht der Journalisten, ihre Quelle geheim zu halten.

Wer ist wer im Film:

• Meryl Streep: Katharine „Kay“ Graham
• Tom Hanks: Ben Bradlee
• Bruce Greenwood: Robert McNamara
• Alison Brie: Lally Graham
• Carrie Coon: Meg Greenfield
• David Cross: Howard Simons
• Tracy Letts: Frederick „Fritz“ Beebe
• Bob Odenkirk: Ben Bagdikian
• Sarah Paulson: Tony Bradlee
• Jesse Plemons: Roger Clark
• Michael Stuhlbarg: A. M. Rosenthal
• Bradley Whitford: Arthur Parsons
• Matthew Rhys: Daniel Ellsberg
• Zach Woods: Anthony Essaye

So wie kann man jetzt den Film bewerten? Im Film geht es ja um die Pentagon Papiere, die im Film einfach nur The Papers genannt werden. 1971 hat die New York Times Zeitung sich gedacht, scheiß auf die Regierung wir veröffentlichen das einfach. Das US Gericht, das oberste Gericht meine ich, hat gemeint das darf nicht sein, ja Gefahr fürs Volk, eh wie immer. Die ganze Zeit hat die Regierung, wegen dem Vietnamkrieg, die Öffentlichkeit in Amerika desinformiert. War ein Horror Skandal.

Bevor damals das Militär eingegriffen hat im Vietnamkrieg, ging es ja eigentlich darum den Kommunismus zu bekämpfen. Als damals Frankreich in Indochina war, das ist Laos, Kambodscha und Vietnam, da hat sich die USA gedacht, wir schicken einfach Militärberater nach Südvietnam.

Dann kam 1964, da gab es eine Vortäuschung eines Angriffs Nordvietnams im Golf von Tonkin und die Bevölkerung dachte, oder man hat die Bevölkerung verklickert, man muss in den Krieg ziehen.

Dann kam so 1971 oder so, ein hochrangiger Mitarbeiter im Verteidigungsministerium, Daniel Ellsberg, auf die Idee, einige Dokumente zu entführen. Und seine Kinder halfen ihm, 7. 000 Seiten waren es. Ja damals war s wohl nicht so schwierig so was zu entführen und in mehreren Monaten zu kopieren.

Teile wurden von der New York Times und der Washington Post in Teilen publiziert, und das obwohl Nixon der ja gegen Pressefreiheit war das nicht wollte. Ja egal was schon so ein Präsident wollte. Der damalige Verteidigungsminister Robert McNamara hat da einen Bericht geschrieben, über den Vietnamkrieg und man wusste sehr wohl dass er unnötig ist.

Das Volk natürlich nicht. Die Zeitung Washington Post war es, die das veröffentlicht hat, damals in der Zeit wo es immer einen internen Krieg gegen die New York Times gab. Übrigens die Geschichte über Katherine, die ja eigentlich die erste Frau war, die in einer solchen Funktion eine große US-amerikanische Zeitung leitete gab es wirklich.

Der im Film nicht auftauchende Senator Gravel hat auch dafür gesorgt dass die Papiere in einer Sitzung seines Bauausschusses im Juni 1971 veröffentlicht werden. Der Obersten Gerichtshof hat aber dafür sorgen wollen dass die Veröffentlichungsverbote als nicht verfassungsgemäß aufgehoben werden weil das Geheimhaltungsinteresse des Staates an von Whistleblowern gelieferten geheimen Regierungsdokumenten im Zweifelsfall hinter dem Interesse der Öffentlichkeit und der Pressefreiheit zurückstehen müsse. Und das ist heute auch nicht anders.

Wie im Film meiner Meinung nach nicht durchgekommen ist, hat Spielberg die Idee gehabt, als Demokrat würde ich sagen, die Message zu liefern dass Journalismus wichtig ist, dass man eigentlich sehr wohl dafür sorgen könnte dass die Öffentlichkeit vom ehrlichen Journalismus profitieren wollte. Damals war es ja so arg als das veröffentlicht werden sollte, das man das ganze Medienimperium das Katherine geleitet hat, eigentlich hätte schließen können und mit Strafen bombardieren hätte können.

Leider waren im Film ein paar Probleme für mich zu bemerken. Z. B. die Geschichte des Whistleblowers Daniel Ellsberg kam nicht so runter, 10 Monate hat man vom Drehbuch zum Film gebraucht, und man hat nicht daran gedacht die Geschichte oder die Hintergründe von Daniel zu zeigen, leider. Die Rolle übrigens von Meryl Streep ist super, denn die Story von ihr ist so ziemlich wahr und dass Katharine „Kay“ Grahams Vater Eugene Meyer die Washington Post 1933 erworben und zu einem Imperium ausgebaut hat, wo seine Tochter dann die Leitung hatte ist auch wahr.

Das tolle ist natürlich das Streep die Rolle lebt, wie damals als Margaret Thatcher im Film über die eiserne Lady, sie ist einfach die Rolle die sie spielt, eine hervorragende Darstellrein muss ich sagen. Das man den 1956 geborenen Hanks nahm, der 80 Preise gewonnen hat, der für 148 Preise nominiert wurde, der 2 Oscars gewonnen hat und demnächst die Sprechrolle in Toy Story 4 hat, super. Und Streep, auch denn sie gewann 3 Oscars, was vor ihr noch keiner schaffte, sie hat 170 Preise gewonnen, wurde für weitere 355 Preise im Filmbereich nominiert, und spielt in der Fortsetzung der Abba Story, Mamma Mia!

Übrigens wer in Washington ist, von der Washington Post kann man das Capitol nicht wie im Film sehen aus dem Fenster. Also damals halt, das war damals nicht möglich. Ach ja und McNamara im Film hat ein RALPH Lauren T-Shirt das aber 1971 nicht existierte, das kam erst 1972 raus. Und dann die Idee dass 25 Reporter 3 Millionen US $ im Jahr haben also 120. 000 US $ hat einer? Das gibt es nicht, 1971 hat ein Reporter oder ein Durchschnittsverdienender ca. 9. 000 US $ verdient.

Gerne hätte ich mehr über McNamara gewusst, der damals der damals der erste Präsident der Ford Motor Company, der nicht aus der Familie Ford stammte geworden ist, das war 1960 und dann war er als US-Verteidigungsminister von 1961 bis 1968 und Präsident der Weltbank von 1968 bis 1981 tätig.

Unter seiner damaligen Führung wurde auch die Invasion in der Schweinebucht geplant, deren Trainingszentrum in Nicaragua unter Anastasio Somoza Debayle war. Und das sah man im Film nicht, damals wollte man Fidel Castro stürzen und erst 2002 haben sich die 2 getroffen aber friedlich.

Er hat die Soldaten im Vietnamkrieg stationieren lassen, von 485. 000 auf 535. 000 Soldaten hat man aufgerüstet. Für ihn war wichtig das viele Vietcongs getötet wurden und er war damals berühmt deswegen weil für ihn das wichtig war. Dann hat er gemeint und durchgesetzt oder empfohlen dass man Nordvietnam nicht bombardieren sollte und Südvietnam einfach lassen sollte, und Präsident Johnson hat gleich gegen ihn gewettert.

Im Film ist er ja von Bruce Greenwood gespielt, ja kurze Szenen gab es, aber für den Film waren die Szenen gut, man merkte er ist ein guter Darsteller und er sieht dem echten McNamara auch ähnlich und das finde ich auch gut. Er war der Meinung dass der Irak Krieg falsch war unter Bush, und er wurde bald zu einem Pazifisten und sogar Obama mochte ihn. 93 wurde er.

Genug Geschichte ist der Film jetzt gut? Ich weiß nicht, nun ich muss sagen die erste Stunde ist so was von langweilig, ich mag das nicht, es war keine Action dabei, der Film war sehr trocken und wenn Ich mir denke Filme im Medienbusiness, die Serie damals „Lou Grant“ die war wirklich gut oder andere Filme, aber der hier? Nein viel zu trocken. Interessant war der Anfang als man erfahren hat das sämtliche amerikanische Regierungen seit den 1940ern die Weltöffentlichkeit systematisch über das amerikanische Engagement in Indochina belogen haben aber leider war da nicht viel mehr zu hören oder lesen, ich hätte da gerne mehr gehört weil es doch eine arge Story war.

Inszenatorisch ist der Film natürlich gut, die Geschichte sehr dicht aber im Grunde ist der Film sehr langweilig, ja es hat viele Sachen gegeben die Geschichte sind, aber dass Spielberg sich für so eine Geschichte interessiert und die so langweilig umsetzt, nein Danke das finde ich nicht so super. Der Film „Spotlight“ damals hat mir um Längen besser gefallen und ist auch so ähnlich. Der Film ist sehr ruhig, er ist konventionell und konservativ, es ist ein gutes Design und ja leider ist der Film viel zu ruhig und langweilig und gar nicht spannend das muss ich schon sagen.

Als dann übrigens 1974 die Watergate Affäre von der Post aufgedeckt wurde, war die Zeitung der Name Washington Post dann ein Synonym für investigativen Journalismus und blieb es eigentlich bis heute. Mir hat damals übrigens 1976 die alte Fassung von „Die Unbestechlichen“ über den Watergate Fall schon besser gefallen glaube ich.

Die Darsteller allen voran Streep und dann Hanks sind sehr gut, die Rollen kann man ihnen abnehmen, sie wirken vom Design her gut, die Kostüme gut, das Ganze Setting, Kamera und alles andere aber im Ganzen ist die Story langweilig, nicht so interessant, viel zu trocken und das Ganze wirkt wie ein Kammerspiel, Spannung und Thrill fehlen und darum vergebe ich nur 75 von 100 Punkten.
 


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24.04.2018 16:30:53
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