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Filmkritik: Birdman

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Birdman (tv.freund, 14.06.2015)

Beiträge

tv.freund
14.6.2015 08:49
Filmkritik: Birdman

Wenn Alejandro González Iñárritu, der 1963 in Mexiko City geboren ist, einen Film macht, ich kann mich noch gut an „Amores Perros“ erinnern, dann ist das schon was Besonderes. „Biutiful“ ein sehr ungewöhnlicher Film war das damals 2010 der für viel Aufregung sorgte, der hier neueste Film von dem Regisseur auch irgendwie. Der Film ist reine künstlerische Komposition, Filme die man so nie gesehen hat, weil Fantasie und Realität intelligent und künstlerisch akademisch verschmelzen, und dazu einen 63 Jährigen Michael Keaton zeigen der auf die Rolle nur hin geboren wurde.

Die Welt von RIGG ist es in die der Zuseher rein gezogen wird, wieso? Weil der Film glaube ich ohne einen einzigen Schnitt gemacht wurde, was natürlich nicht so war aber die Illusion davon wird im Film gut rübergebracht, das alleine ist schon eine Kunst für sich. Im Film geht es um einen alten Star der etwas Neues probieren möchte. Die Szenen hat der Regisseur gut eingesetzt, gut gemacht, gute Darsteller, gute und verständliche klare Dialoge gebracht.

Was den Film aber für mich persönlich langweilig macht, er ist zwar ein guter Kunstfilm aber für mich nicht spannend, er dümpelt für mich so hin und hat zu wenig was wirklich interessant ist. Theater, Film, Sachen mit Anspielungen auf andere Filme, oft kam er mir Dialoglastig vor, ich weiß nicht, ich kann dem Film wenig Gutes angewöhnen.

Der Ex-Star RIGGAN ist auf Ruhm süchtig, auf einem Trip der Lust, er will unbedingt wieder das werden was es mal war. Dann gibt es noch einen größenwahnsinnigen Theaterstar, und der ist wirklich irgendwie irre. Shiner spielt ihn. Nun, als vor 20 Jahren Keaton seinen Batman brachte, wusste niemand dass Bale den Batman viel besser darstellen konnte und weil als Zuseher man weiß dass Keaton einen Batman spielte, hat man es im Film irgendwie leicht, sich mit dem Darsteller zu identifizieren.

Was an dem Film etwas übertrieben und schwierig ist, die Dialoge sind oft so richtig verlogen, komisch, einfallsreich, eigenartig, schwierig. Der Film hat schwarzen Humor und erinnert mich an „Mulholland Drive“ auch so ein langweiliger Film. Ich verstehe nicht wieso anspruchsvolle Filme immer langweilig sind, ich schätze das ist so absichtlich gemacht.

Interessant vielleicht die Idee, in einer Welt zu leben in der sich niemand mehr für Comic-Verfilmungen interessiert, aber das macht nichts. Nun RIGGAN geht es im Film ebenso, aber wollen wir wirklich in der Realität ohne solche Filme leben?

Im Film ist alles wie in einem Lichtkegel gedreht, es fängt klein an wird groß und aus dem Großen wird das kleine Sichtbare, nachdem das Unsichtbare dem Zuseher nahegebracht wird. RIGGAN will im Film ein guter Schauspieler werden nicht so wie früher. Dabei stehen ihm natürlich allerlei Hindernisse im Weg: sein Hauptdarsteller, der Method-Acting-Schmock Mike Shiner (Edward Norton), der glaubt, auf der Bühne echten Sex mit Kollegin Lesley (Naomi Watts) haben zu müssen; aber auch seine Tochter Sam (Emma Stone), die gerade einen Drogenentzug hinter sich hat.

Übrigens, Der Film wurde bei der Oscarverleihung 2015 als bester Film ausgezeichnet, womit ich nicht einverstanden war. 9 Nominierungen, 4 Gewinne, für mich war „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ der Beste Filme aber egal. Es geht ja noch weiter im Film Recht gut. Kurz vor der Premiere braucht man dringend einen Ersatz für die wichtigste Nebenrolle und besetzt sie schließlich mit dem erfolgreichen Broadway-Schauspieler Mike Shiner, der jedoch nicht leicht zu handhaben ist und Riggan womöglich in den Schatten stellen wird. Zudem wird Thomson mit einer Anklage konfrontiert, die ihn finanziell in Bedrängnis bringt. Problematisch ist auch das Verhältnis zu seiner Tochter Sam, die er nach ihrer Entlassung aus der Entzugsklinik als Produktionsassistentin angeheuert hat.
Im Laufe der Proben und Vorpremieren ergeben sich weitere Verwicklungen innerhalb der Theatertruppe und Rückschläge von außen – die einflussreiche Times-Kritikerin Tabitha Dickinson kündigt ihren Verriss an, Thomson gerät durch ein Versehen halbnackt auf den Broadway und wird durch Handyvideos davon zum landesweiten Gespött. Gleichzeitig gerät Thomson mit fortschreitender nervlicher Zerrüttung weiter unter den Bann des Birdman und hat Phantasien, in denen er durch die Straßen New Yorks fliegt.

Ich nehme an das sehr viele Leute Filme sehen wollen die Intelligent sind, die nicht auf Haudrauf Action setzen aber das ist bei mir nicht der Fall, ich mag anspruchsvolle Filme und ich sehe sie mir gerne an aber wen ich bei einem Film mehr denken muss als zu Hause wenn meine Freundin sagt ich soll den Abwasch machen und ich finde die Brause nicht, dann gefällt mir der Film nicht. Ich bin ein Kind der Action-Filme, ich bin eher einer der sich Filme ansieht, die lustig sind, die nicht schwierig sind, wo man sich nicht konzentrieren muss, wo man mit dem Darsteller mitleiden muss, weil er klar erkennbar ein schweres Leid erlebt, ich mag eher Filme wo es zur Sache geht aber auch Komödien.

Der Film hier hat schwarzen Humor, zweifelsohne aber ich erkannte ihn nicht und ich bin nicht der einzige mit meiner Meinung, denn der Film hat wenig eingespielt. Die 18 Millionen US $ die der Film gekostet hat, hat er weltweit verfünffacht.

Die Idee vom Birdman die ist super, ja mich erinnert der Film auch an „Adaption“ für mich auch so ein Langweiler, egal, wer sich den Film ansehen möchte, der sollte es tun, er hat auf alle Fälle etwas das empfehlenswert ist auch wenn ich es so nicht sehe. Und ich kann sagen der Film hat gute Szenen, er ist überraschend, er ist etwas mystisch und gut gemacht und hat gute Darsteller und eine echt ungewöhnliche Handlung das muss ich dem Film lassen, aber mir persönlich hat er nicht so gut gefallen. Darum vergebe ich mal 81 von 100 Punkten weil er gut war aber nicht so interessant für mich.
 


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