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Filmkritik: Sabotage

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Sabotage (tv.freund, 31.08.2014)

Beiträge

tv.freund
31.8.2014 09:56
Filmkritik: Sabotage

Schwarzenegger im Kino und ich nicht dabei? Gibt‘s nicht. Der Film hat eine einfache Handlung. JOHN BREACHER (Schwarzenegger) spielt den Anführer der Drogenbehörde DEA. Eine Anti-Drogenbehörde besser gesagt. Die versuchen das Geheimversteck auf ein Kartell auszuführen und schaffen es auch. Eines der gefährlichsten Kartelle. Klar dass irgendwie dann viel Geld fehlt, wie man draufkommt beim FBI oder so. Dieses Undercover Team verdächtigt kurz darauf hin jeden der bei dem ganzen Spektakel dabei war. Wer hat die 10 Millionen US $ entwendet? Und nicht nur das, 6 Monate hat es gedauert bis der Fall von der Bundesbehörde abgeschlossen ist, denn die Chefitäten von Schwarzenegger und Co bekamen davon Wind. Nun ist ja viel Zeit verstrichen doch es passiert etwas. Einer nach den anderen kommt ums Leben.

Unglaublich dass der Film in den Kinos uncut in FSK 18 kam, hätte ich nie gedacht, denn die Blu Ray soll dann 3 Minuten kürzer und FSK 16 sein, egal, das ist mal die Story. Der Film der weltweit und jetzt kommt es, 17 Millionen US $ eingespielt hat, obwohl er 50 – 70 Millionen US $ gekostet hat, hat ein kleines Manko. Er ist ein Schwachsinn, irgendwie halt.

Der Film der auf Blu Ray in 2 Editionen erscheinen wird, hat im Kino fast keinen hervorgelockt. Wieso nur? Fangen wir mal an. Schwarzenegger als Anführer, ja das ist gut. Schwarzenegger hat einige Untergebene und wird wie eine Gottheit angehimmelt, ja das ist in Ordnung. Er arbeitet für die DEA, ja das ist super. Sein Team sind allesamt Söldner Typen, ja das geht. Jeder 2. Satz enthält das F – Wort, nein das geht nicht, das hatten wir in „Bad Lieutnant“ schon. Ursprünglich sollte der Film 3 Stunden gehen, gut das ich den nicht gesehen habe, ich wäre aus dem Kino gegangen.

Sam Worthington spielt im Film den Monster, JAMES MURRAY, ja das ist gut, er hat wenig Screentime und spielt ihn nicht so gut, er hat wenig Dialoge und man kann nicht mitfühlen mit seiner Rolle – nicht gut. Er wirkt primitiv unterfordert und stereotyp, nicht gut, er schimpft auch einigermaßen und sauft nicht gut denn das ist in allen Filmen so.

Olivia Williams spielt den Cop, Einsatzleiterin CAROLINE BRENTWOOD, so ne harte Sau, die im Fall ermittelt, sich in Schwarzenegger verliebt – nicht gut. Sie spielt eine harte Sau, nehme ich ihr ab aber sie spielt die nicht gut, egal was sie sieht, sie hat keine Regung – nicht gut, sie spielt übertrieben und nicht so super, nicht gut.

Terence Howard spielt JULIUS SUGAR EDMONDS, ein Mann mit einem großen Geheimnis im Film, langweilig, zu viel Geschimpfe, primitiv, wenig Screentime weil er ein guter Darsteller ist, er wirkt nicht so stark wie er tut, er wirkt irgendwie langweilig, er hatte mehr machen können in der Rolle, er hat auch viel geflucht, und hat irgendwie nicht so viel Power gezeigt was seine Rolle aber hergeben würde, es fehlt das Mystische oder das Verantwortliche und dass wo man sagt, he was macht er, was tut er was wird weiter passieren – nichts von dem ist bei seiner Rolle vorhanden – das ist schlecht.

Joe Manganiello spielt JOE GRINDER PHILLIPS, einen Jungen der emporkommen möchte, der bei der DEA sehr gerne ist, dort seine Familie sieht, was ja nun nichts neues ist – wieder ein Klischee, der dort keine Freundin hat aber seine Arbeitskollegen als Familie sieht – blödes unnötiges Klischee, eine Rolle die austauschbar ist wie fast alle – nicht gut für den Film. Der schimpft und flucht was das Zeug hält, primitiver geht es noch kaum.

Josh Holloway spielt EDDIE NECK JORDAN, dass in der Mitte ist übrigens sein Spitzname wie bei den anderen. Josh ist ein hübscher Kerl, hier im Film nicht, er ist rüde und brutal – nicht gut für den Film, weil die DEA sollte nicht so reagieren und irgendwie ist das Ganze schon etwas unrealistisch. Ich weiß nicht wer 2 Stunden einen Film haben möchte, der Film hat 107 Minuten gedauert, sehen möchte, rüde Kerle, abseits der Logik einfach so operieren können und sich alles erlauben können obwohl der Diebstahl von Drogengeld, 10 Millionen US $ waren es im Film, eine gute Idee ist, nein da hat mir was gefehlt, sehr viel sogar, seine Rolle hätte ausgebaut gehört und irgendwie habe ich seine coole Rolle vermisst, Ich will keine Rolle wo sich die Typen dauernd in die Fresse schlagen und sehr oft von Sex reden das finde ich öde und abtörnend – schlecht für den Film.

Dann kommt Harold Perrineau, als JACKSON, was für eine Erleichterung er sauft nicht, er schimpft nicht, dann geht auch bei ihm das frauenfeindliche Gequatsche los auch wenn es nur Spaß ist, eh mit seiner Kollegin – schlecht für den Film. Also bitte, ist da niemand der normal reagiert außer Arnie der eine tiefsinnige Rolle hat, mit einer schrecklichen Vergangenheit.

Die Idee das man einen Film dreht wo die Einsatztruppe gegen die gefährlichsten Drogen-Kartelle kämpft die es gibt ist löblich, die Story von Arnie ist auch gut, seine Familie wurde ja aus Rache abgeschlachtet, für einen Einsatz, Stück für Stück wurden ihm zugeschickt, der Mörder nie verhaftet. Eine Horror Sache, aber muss das in einem Film sein? Noch dazu mit Jugendidol Arnie? Wieso immer so brutal so unnötig brutal? Wieso muss man da alles sehen?

Was mich am meisten im Film gestört hat, jede Irre Regung der Leute, die sieht man, jedes Tiefe Klischee, Schimpfen, Morden oder so, man sieht es, Einschüsse, man sieht sie, wieso muss man die ganzen Kopfschüsse sehen wieso muss man sehen wie ein Typ an der Decke angenagelt ist und die Gedärme 2 Meter runterhängen? Wieso muss man die Obduktion sehen, wieso so grauslich? Ich finde das wirklich abscheulich und widerlich und das passt in einen Horrorfilm aber nicht in einen Splatterfilm das sich Arnie für so einen Scheißdreck hergibt ist mir ein Rätsel. Sicher hat der Regisseur David Ayer der den guten Film „End of Watch“ der so ähnlich ist, und viel besser ist, gemacht hat, viel Realität in den Film einfließen lassen, aber diese bösartige grausliche Realität will ich nicht sehen ganz einfach.

Dieser Polizeithriller der anfangs Recht gut beginnt, man freut sich auf Action, cool, setzt sich zurück und schon nach 10 Minuten wird geschimpft, wird geflucht, eine Kollegin ist im Team, jeder will mit ihr Sex, das Ganze erinnert mich sehr an einen Straßenstrich, natürlich nur vom Film her, wo auch so primitive Männer kommen und dauernd so pervers reden. Das ist nichts für einen Film.

Ich kenne gute Rachethriller, in Erinnerung bleibt mir „8 mm“ der war auch so ähnlich aber lange nicht so pervers und irre und einseitig wie der und auch ein „End of Watch“ vom gleichen Regisseur war nicht so krank und irre wie der. Auch wenn es im Film den Arnie Charme gibt, Action en Masse, der Film ist nicht so gut. Leider. Er ist zu brutal, er ist zu überrealistisch, zu viel wird geschimpft und man muss nicht jede Tötungsart sehen die es gibt.

Der Film ist sehr realistisch gezeichnet und man weiß, das sind wirkliche Söldner, die können was, die fackeln nicht lange mit der Sache rum, aber dass die so brutal bei Maßnahmen durchgreifen, jeder von dem Team ist irgendwie sehr schnell am Abzug, es wird wenig überlegt und gleich getötet leider sieht man das alles und das finde ich blöd. Und als ein Kollege bei dem Einsatz stirbt sauft man einfach auf ihn und betrauert ihn nicht, also pietätsloseres habe ich selten gesehen. Der Background den Arnie mit seiner Rolle als Breacher gibt ist nett und er versucht ja den Fall zu lösen wer das Geld gestohlen hat, und wer die Leute umbringt, reihenweise einer nach dem anderen.

Was mich bei dem Film am meisten wundert, wieso weiß das FBI ohne Kamera, das bei dem Einsatz Geld gestohlen wurde, hat da wer geredet, oder war da wer mit einer Kamera dabei? Das ist gar nicht aufgelöst worden im Film. Der Film ist ziemlich unglaubwürdig und als alles aufgelöst wurde, ja da muss ich sagen, das ist ein blöder Grund das Ganze, nicht das mit Arnie sondern mit den Morden. Das fand ich echt irre. Nachvollziehen kann ich den Film ehrlich gesagt nicht, denn mir ist er zu brutal und auch etwas zu rätselhaft, und ich denke wenn Einsätze so einfach sind und so unüberprüfbar, dann habe ich wirklich alle Hoffnung in die Polizei verloren.

Coole Onliner sucht man im Film vergebens, leider, obwohl Arnie mitspielt, der in „Escape Plan“ schon nicht der Beste war, aber um Klassen besser als hier. Dass Arnie demnächst den Film „Maggie“ macht ist klar, ein Zombiefilm, leider, und dann noch Conan – 3. Teil, oh Meine Güte, der Typ ist bald 70 Jahre alt, und dann noch den 5. Terminator, meine Güte ich sage nur eines, Arnie deine Zeit ist vorbei, leg dich bitte zur Ruhe. Wenn ich mir denke dass der Typ der 1947 geboren ist für „Hercules in New York“ ganze 12. 000 US $ Gage bekam und jetzt sogar für Schrottfilme mit 10 Millionen US $ aussteigt. 43 Filme hat er gemacht mit seinen neuen die folgen, also Ich muss sagen, dass er sich für so was hergibt finde ich wirklich schwach. Ein Kinder Teenager Idol für einen höchst brutalen Film, nein das finde ich nicht super.

Für mich ist der Film wirklich nicht gut, bis auf einiges Sachen und Realität, aber mehr als 60 von 100 Punkten, nein das ist der Film nicht wert. Denn da wird dauernd geschimpft, Arnie ist gut, aber die ganze Atmosphäre ist dreckig, widerlich und einfach düster, bösartig und wirklich abartig tief.
 


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