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Filmkritik: Dead Man Down

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Dead Man Down (tuvok, 19.08.2013)

Beiträge

tuvok
19.8.2013 19:34
Filmkritik: Dead Man Down

Ein Amerikanischer Film mit einer schwedischen Schauspielerin – die 1978 geborene Noomi Rapace, dazu gibt es den Irischen Schauspieler Colin Farrell der 1976 bei Dublin geboren wurde und im Film VICTOR / LAZLO KEREC spielt, dann gibt es noch Terence Howard der ALPHONSE HOYT spielt, und Isabelle Huppert die MAMAN LOUZON spielt. Die Mutter von BEATRICE im Film.

Ich muss sagen, ja, Noomi hat eine intensive Art zu spielen, bei manchen Szenen muss ich sagen, die Frau hat mehr Talent in einem Blick als 10 x Sienna Miller in 100 Filmen. Ja Rapace ist echt ein Hit, sie ist unglaublich gut aussehend, sie hat eine sehr intensive Art zu spielen, sie wirkt stets echt und nie übertrieben, sie ist auf alle Fälle eine Schauspielerin für Thriller Filme und noch dazu eine sehr passende. Bekannt geworden durch den Schwedischen Millenium 3 Teiler hat sie sich längst etabliert im Filmgeschäft.

Auch wenn der 115 Minuten Film nicht viel neues bietet, viele Genres in einem Film verwebt was nicht immer gut ist, ist er dennoch mit sehr viel Spannung und Anspruch verfilmt worden.

Die Handlung ist mehr oder weniger ein viel zu düsteres Potpourri von verschiedenen Szenen, die glücklicherweise durch sehr gute Darsteller besetzt worden ist. VICTOR spielt im Film einen Ingenieur aus Ungarn, er ist Mitglied einer Mafiaähnlichen Organisation. Er lebt in New York City in so einem grauslichen Mietbau, und hat nur eine Aufgabe. Mieter aus Appartementhäusern zu vertreiben und das leere Haus dann günstig aufzukaufen, und dazu nutzt er jede Art von Gewalt.

ALPHONSE ist sein Chef, sein Mafiaboss, und der Komplize von VICTOR. Doch der hat ein großes Geheimnis eines das vielleicht nicht irre überraschend ist und etwas zu früh aufgelöst wurde, aber das erzähle ich jetzt nicht, ich will nur sagen, es passt sehr gut in die Geschichte.

HOYT im Film ist einer von den brutalen Killern denen jedes Mittel recht ist, er ist für viele Tote verantwortlich, und arbeitet mit Albanern zusammen, und er hat alles was er haben möchte, Geld, Ruhm, Macht, Frauen und vieles mehr, nur eines hat er nicht, die Sicherheit weiterzuleben, und auch er hat ein Geheimnis dass ich nicht hier verraten möchte, das sehr zur Handlung des Filmes beiträgt und das Verständnis für viele Aktionen liefert.

Eines Tages als VICTOR einen Mann tötet, wird er von der schönen BEATRICE gefilmt, die hat die Tat mit Ihrem Handy aufgenommen und benutzt es um ihn zu erpressen. Sie hat damals einen Autounfall gehabt, der Täter war nur 3 Wochen im Gefängnis, BEATRICE ist entstellt und Ihr Leben zerstört, sie erpresst VICTOR Ihren Attentäter, der besoffen in Ihr Auto gefahren ist zu töten, sonst verratet sie ihn bei der Polizei. VICTOR hätte nur 2 Möglichkeiten, den Attentäter von BEATRICE zu töten, oder sie selbst umzubringen.

Irgendwann hat VICTOR einen eigenartigen Auftrag, er soll LON GORDON töten, mit einem Scharfschützengewehr, der ist der Kopf einer Immobilienbande, HOYT hat VICTOR beauftragt, doch VICTOR verfehlt sein Ziel, weil sein Freund DARCY angerufen hat. VICTOR muss fliehen und landet bei BEATRICE, die ihm hilft. Sie ist fortan sein Alibi.

Nun hat VICTOR aber noch ein Problem, DARCY will VICTOR auffliegen lassen, er weiß um das Geheimnis von VICTOR und VICTOR muss fliehen.

VICTOR holt zum großen Finalschlag aus, eine Lagerhalle hat er präpariert mit Sprengstoff um einige Leute zu töten, der Bruder von ILIR der Boss der Albaner, die jedes Opfer bis jetzt getötet haben, will KEREC auch töten, doch dieser weiß sich zu wehren, dann kommt noch HOYT ins Spiel. HOYT wird gefangengenommen und er muss ihn befreien.

Irgendwann hat er dann noch Stress mit BEATRICE, der er versprochen hat, den Attentäter zu töten, der sie in einen Unfall verwickelt hat, doch er hat es nicht gemacht, nun wird BEATRICE ziemlich wütend, VICTOR meint, dass der Tod Ihr nicht helfen würde oder sie gesund machen würde, und auch ihr Leben nicht mehr zurückbringen würde.

Als VICTOR eines Tages in der Lagerhalle ist und einige Leute umbringen will, einige Mörder, ahnt BEATRICE dass VICTOR eigentlich auch Selbstmord begehen will, wieso und warum sind Gründe die man sich eher im Kino angucken muss, sie hat sich ja im Laufe der Handlung in VICTOR und seine ruhige Art verliebt und versucht alles zu tun um ihn zu retten.

Als ich mir den Film anschaute dachte ich mir, he der ist nicht übel, aber kurz danach wusste ich, dass der dänische Regisseur Niels Arden Oplev einen Fehler gemacht hat, denn er hat versucht viele verschiedene Genres in einen Film zu verweben, zu viel Input in einem 115 Minuten Film, und dass ist meistens nicht gut. Der Film hätte furchtbar gut funktioniert, viel besser sogar, wenn es nur um 2 Leute ging die ein Problem lösen, vielleicht noch das eine und das andere, aber Gangster, Mafia, Tote, Morde, Geheimnisse, Unfälle, Opfer und was weiß ich, Streitigkeiten, Immobilien, Drogen, Schießereien, das ist einfach zu viel für einen Film, das hat mir dann leider nicht gefallen und ich hätte mir ehrlich gesagt den Film anfangs so gewünscht wie er wäre, aber so nach 30 Minuten ist der Film in eine Ansammlung von verschiedenen Szenen gekippt, Szenen die irgendwie nicht so ganz so super zusammenpassen und einfach zu viele Fragen aufzeigen ohne sie zu lösen.

Anfangs habe ich mich so gefreut auf Noomi Rapace, ich mag die Schauspielerin doch die etwas unnötige Liebesgeschichte die schon sehr oft da gewesen ist und Ihre Dialoge, das was sie tut und sagt, irgendwie passt das nicht, sie ist dann noch dazu gar nicht mehr wichtig im Film und taucht nur auf für irgendwelche Klischees, wenn es darum geht verliebt zu sein, Victor zu vermissen oder sonstige Dinge die man schon unzählige Male gesehen hat.

Vom Bereich Action her hat der Film ne Menge gute Dinge gehabt, aber leider nicht so viel wie ich mir für die viel zu komplexe Geschichte gewünscht habe. Viele Dinge passen im Film nicht, z.B. die taube Mutter von Beatrice, Huppert spielt sie ja, sie sammelt Tuppewaregeschirr und spricht nur französisch mit Ihrer Tochter, sie hat keine richtige Geschichte und ist eigentlich nur so im Film vorhanden, leider und das finde ich auch nicht gut, sie ist ein Statist der gar nicht in den Film gehört.

Hätte der Film weniger Wendungen, dann hätte das Drehbuch von J.H. Wyman viel mehr an Spannung bringen können, so ist der Film nur anfangs super, aber nach 30 – 40 Minuten ist er einfach viel zu viel und viel zu überladen, leider. Der Plot ist meiner Meinung nach überladen, viele Szenen passen nicht zusammen, schauspielerisch ist der Film gar nicht so übel, nur das Ganze rundherum, unnötige Dialoge, Handlungsfetzen, der Plot der zu überladen ist, die als Schauspieler zu Statisten abtauchenden Filmfiguren, die dann einfach irgendwo sind wo keiner mehr weiß wieso und wo, ja das alles mach aus einen anfänglich guten Film leider nur einen handelsüblichen 80 % Film. Leider.

Wenn das Skript nicht so unnötig doppelbödig wäre, wenn der Film nicht Action mit Crime verbinden wollte, dazu ne Menge anderer Dinge, wenn der Plot nicht so kompliziert und überladen wäre, wenn die Darsteller einfach besser ausgeführt wären, dann wäre der Film auf alle Fälle ein Hit. So wurde aus dem 20 Millionen US $ Film ein 10 Millionen US $ Erfolg in Amerika, was ich sogar verstehe, denn 80 % ist das höchste was ich dem Film der trotzdem eine gute Geschichte hat, und ein interessanter Rachethriller ist, geben kann.
 


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