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Filmkritik: The Purge

Diskussionsverlauf

Filmkritik: The Purge (tuvok, 12.07.2013)

Beiträge

tuvok
12.7.2013 20:00
Filmkritik: The Purge

Wenn Ethan Hawke und Lena Headey in einem 3 Millionen US $ Film, ja ihr habt richtig gehört, 3 Millionen US $ Film, spielt, in einer filmischen Dystopie – also eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit oftmals negativem Ausgang, im Film im Jahr 2022, wo kein bisschen Liebe oder unnötige Romantik vorkommt, muss der Film gut sein oder?

Nun ich finde dass dieser 82 Minuten lange Film einfach nicht so gut ist. Warum?

Nun zuerst war 2007 die Immobilienblase in Amerika geplatzt, dann kamen die Banken mit den faulen Krediten dran, dann kam die Weltwirtschaftskrise, dadurch entstand die Depression, die Inflation und die De Inflation, dann kam die schlimmste Gewaltspirale die es jemals auf der Erde gegeben hat, und dann kamen in Amerika ein paar intelligente Menschen auf die Idee, einfach 1 x im Jahr, der Gewalt freien Lauf zu lassen.

Klingt gut oder? Muss ich erklären. Wenn wir in einer Welt leben würde wo alles Böse verboten ist, wo alles verboten ist das schlecht oder negativ ist, wo die Menschen mit einem gigantischen seelischen Druck leben, wo Menschen die ganzen aufgestauten Aggressionen gar nicht mehr runterschlucken können, denn so viel Alkohol gibt es ja gar nicht, dann ist es doch eine gute Idee 1 x im Jahr der Gewalt freien Lauf zu geben, im ganzen Land Sirenen läuten zu lassen, von 19 Uhr abends bis 7 Uhr Frühe am nächsten Tag, einfach alles zu erlauben was Gemein ist und Gewalt ist.

Vergewaltigung, Mord, Raub, Verbrechen jeder Art, Drogenkriege, Bandenkriege, man kann sich abschlachten beschimpfen und in Häuser einbrechen, man darf alles machen was man will, die Rettungen und Spitäler sind zu, die Polizei sieht weg und das alles auf Anweisung der US-Regierung. Super oder? Nun, das hat man deshalb gemacht weil sonst viel zu viel Gewalt unter dem Jahr ist, und so sterben nicht 30 – 35.000 Tote jährlich durch Schussopfer, sondern vielleicht 2 – 5.000 im ganzen Land oder so, ja das ist ein Fortschritt, oder?

Das haben die neuen Gründerväter damals entschieden, und es gibt keine Regeln bis auf 2 kleine, Die einzigen Regeln sind, dass hohe Regierungsbeamte ab „Stufe 10“ nicht in Mitleidenschaft gezogen, klar Politiker, Präsidenten, Konzernchefs und solche wichtigen Leute die jeder mag, und nur Waffen bis „Stufe 4“ eingesetzt werden dürfen, also kein Maschinengewehr, Waffen die man nachladen kann, keine Lasergewehre, die es eh nicht gibt, also einfache Sache, Messer, Hacken, Schwerter sowieso.

Der Hauptdarsteller im Film ist Ethan Hawke, der spielt den neureichen Sicherheitstechniker JAMES SANDIN der durch den Verkauf von Sicherheitssystemen für die „Purge–Nacht“ zu Reichtum gekommen ist, und der mit seiner Frau MARY (Lena Headey), ZOEY und Sohn CHARLIE zusammenlebt, der einen kleinen Roboter gebastelt hat aus einer Chucky Ähnlichen Puppe.

ZOEY die mit Ihren Eltern in dem Haus lebt, das gerade verriegelt wurde, kriegt Besuch vom 5 – 8 Jahre älteren HENRY der sich in sie verliebt hat, ZOEY dürfte 18 sein oder so, und er hat einen Plan, den Vater von ZOEY überzeugen dass es gar nicht so schlimm ist wenn er der neue Freund ist, er hat nur das Beste vor für ZOEY.

Leider entpuppt er sich als Irrer, weil er JAMES anschießt, aber selber von JAMES dann erschossen wird. ZOEY unter einem Nervenzusammenbruch leidend, weil sie ihn liebte, versteckt sich in Ihrem Zimmer, während CHARLIE an seinem Roboter weiter baut.

Tja, nun passiert was, Als Charlie allein im Zimmer ist, beobachtet er einen stark blutenden Fremden, der um Hilfe ruft. Daraufhin deaktiviert Charlie das Sicherheitssystem und lässt den Fremden ins Haus, woraufhin sein Vater JAMES das System gleich reaktiviert, und den Fremden rausschmeißen will, aber man einigt sich, JAMES hat viel Macht in dem Haus als Hauptverdiener, den Fremden zu fesseln und nicht gerade sanft zu behandeln.

Dieser wiederum ist geflohen, vor einem Mob, der ihn umbringen will, so blöde neureiche Jugendliche, angeführt durch so einen reichen Irren, der sein Recht darinnen sieht in dieser einzigartigen Nacht diesen unnötigen Obdachlosen zu töten, sonst bricht er ins Haus ein und töten die Familie SANDIN.

Was dann noch dazu kommt, der Fremde hat Angst vor JAMES, nimmt ZOEY als Geisel, wird von JAMES und MARY überwältigt, zusammengeschlagen und muss noch zu guter Letzt, die Familie SANDIN vor dem Mob bewahren.

Ja das war die ganze Geschichte, ein paar Irre brechen in ein Haus ein weil sie einen Obdachlosen töten wollen, in einer Zeit in Amerika die ziemlich irre ist, und vor allem etwas unglaubwürdig ist.

Die Idee zu dem Film finde ich gut, die Umsetzung ist mir zu leise, hat zu wenig Spannung, bietet zu wenig Anspruch, vieles wird einfach so runtergeleiert, die ganzen Klischees sind zu sehen im Film, was einen Thriller ausmacht, blöder zurückgezogener kleiner Junge, Komische Frau, Neureicher Vater, wenig Sorgen und niemand muss aufs Klo gehen oder hat sich verletzt dass er dann ein Pflaster braucht.

Die Idee wie gesagt ist gut, aber was haben der Staat und die Regierung von dieser gewaltsamen Idee? Weiß ich nicht, wird auch nicht gesagt, wer profitiert davon außer Irre? Keine Ahnung, was ist mit den Gefängnissen dem Justizsystem, dem Lebensstandard, was ist mit der Vorgeschichte der Darsteller? Keine Ahnung, nix wir darüber erzählt.

Wie auch soll so was logisch funktionieren? Nach den 12 Stunden sind alle froh, keiner kümmert sich um die Opfer, um die Überlebenden Verletzten, jeder ist glücklich? He da fehlt was im Film, Erklärungen über Logik, ja ne Menge. Nun der Film hat ne Spannung aber er wird nicht konsequent weitergeführt, aneinandergereihte Szenen so kommt mir das mal vor, nicht so schlimm aber nicht so gut spannend oder schön gefilmt.

Die Kamera, Technik, Musik, alles passt, aber irgendwie wird man mit dem Film leider nicht warm was ich schade finde denn er hat Potential, wieso Teil 2 auch gedreht wird demnächst ist mir ein Rätsel.

Das was mich auch gewundert hat, 8 Leute brechen ins Haus ein und niemand findet die Leute oder den Obdachlosen? Und niemand hat andere Waffen als Machete und Pistolen und man weiß wie man tötet und wie man umbringt und niemand hat ein Gewissen? ne da passt was nicht zusammen, aber dennoch der Film ist gut und nett gespielt aber so das ich sage, der Film ist gut, nein nicht so wirklich aber empfehlenswert doch, weil es gibt schlimmere Filme.

Die Choreographie der Kämpfe und Szenen sind gut, einige Dialoge sind nicht so übel, aber ich hätte mir mehr erwartet, schauspielerisch kann man den Film lassen aber das er jetzt so gut ist sich den noch mal anzusehen? Nein nicht wirklich.

Ich hätte mir mehr erwartet und vor allem mehr Spannung, Logik und mehr zur Vorgeschichte, so ist der Film weder spannend, einfach er schwimmt rum und ist nichts Besonderes, leider, darum nur 60 von 100 Punkten.
 


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