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Filmkritik: The Impossible

Diskussionsverlauf

Filmkritik: The Impossible (tuvok, 02.07.2013)

Beiträge

tuvok
2.7.2013 18:29
Filmkritik: The Impossible

Wer erinnert sich nicht an die schlimmsten Fernsehbilder der letzten Jahre? Einige viele werden jetzt an den Einsturz vom World Trade Center denken, andere an eine Person die gestorben ist, ich aber denke an den Tsunami in Asien 2004. Es war die größte Naturkatastrophe glaube ich, an diesem 2. Weihnachtsfeiertag das alle Menschen auf der Welt geschockt hat: Ein Erdbeben im Indischen Ozean hatte Tsunamis ausgelöst, In Südostasien ist das Unglück am schlimmsten gewesen, es traf die Bevölkerung vollkommen unvorbereitet und bis tief in das Herz. Hundert Tausende Tote wurden befürchtet – anfangs einige Tausend Tote, die Zahlen wurden laufend nach oben korrigiert. Auf rund 230.000 Menschleben belaufen sich die offiziellen Schätzungen heute.

Dieser grandiose, traurige, ehrliche und realistische Film erzählt die wahre Geschichte einer fünfköpfigen Familie, die am thailändischen Strand Khao Lak von der Riesenwelle überrascht wurde. Die Mutter (Naomi Watts) und der älteste Sohn Lucas (Tom Holland) werden von den Wassermassen ins Landesinnere geschleudert, der Vater den Ewan McGregor spielt, mit den 2 andren Kindern überlebt im Hotel. Während LUCAS, der ja den Hauptdarsteller spielt, und seine schwerverletzte Mutter, diesen furchtbaren Tsunami überlebt haben, beginnt für den Vater eine wahrhaft grausige Reise, durch Spitäler, Lazarette, durch die Natur und durch das Land, und durch die halbe Welt, um seine Familie zu finden.

Dieses schreckliche Leid was der Film zeigt, diese armen Menschen, gar nicht fernab von der Realität wie ich finde, wie viele andere Leute über den Film geschrieben haben. Der 110 Minuten lange Film hat 23 Preise gewonnen, er hat 26 Nominierungen, und einige sehr gute Darsteller zu bieten.

Damals war die Hölle los, ich kann mich noch erinnern wie ich ein gutes Buch gelesen habe, was Gutes gegessen habe und dann im TV die Bilder, mir ist fast schlecht geworden, ich bin weinend zusammengefallen, meine Freundin mußte mich auffangen, naja wir sind beide nahe am Wasser gebaut, und nach vielen Jahren kommt endlich ein Film ins Kino der diese damalige Katastrophe zeigt, leider viel zu spät. Schade das es nicht mehr Filme gibt dieser Art.

Ja was war damals passiert? Das Erdbeben im Indischen Ozean – auch Sumatra-Andamanen-Beben genannt – am 26. Dezember 2004 um 00:58 Uhr UTC (07:58 Uhr Ortszeit in West-Indonesien und Thailand) war ein unterseeisches Megathrust-Erdbeben mit einer Magnitude von 9,1 und Epizentrum 85 km vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra. Es war das drittstärkste jemals aufgezeichnete Beben und löste eine Reihe von verheerenden Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans aus. Insgesamt starben durch das Beben und seine Folgen etwa 230.000 Menschen, davon allein in Indonesien rund 165.000. Über 110.000 Menschen wurden verletzt, über 1,7 Millionen Küstenbewohner rund um den Indischen Ozean wurden obdachlos. Durch die Verbreitung von Videokameras und den Umstand, dass die Flutwelle in touristisch vielbesuchten Gebieten hereinbrach, wo viele Urlauber eine Kamera zur Hand hatten, wurde das Ereignis außergewöhnlich gut dokumentiert. Die Ursache konnte ich lange nicht verstehen, aber es war eigentlich eine ca. 1.000 Kilometer langen Bruchzone mit etwa sieben Zentimetern pro Jahr in Richtung Nordosten unter die eurasische Platte sich schiebt und diesen Tsunami ausgelöst hat.

Nichts von Aliens oder Geheimen Experimenten der USA wie einigen glaubten, und was weiß ich für einen Mist. Man muss sich das mal vorstellen, die Energie mit der das Erdbeben auf die Landmassen prallte, es hatte eine freigesetzte Energie von rund 475 Megatonnen TNT, der Abwurf der Bombe über Hiroshima war 15 Megatonnen TNT, also ja nicht zu beschreiben.

In dem Film ist die Familie getrennt, was wirklich war oder ob die Familie wirklich existierte, keine Ahnung, ist mir auch egal, aber sie haben …. Das sage ich jetzt nicht, das Ende ist echt super.

Eigentlich ist die Handlung sehr einfach, ja stimmt, Man sieht sich, man macht Urlaub, man wird getrennt und man irrt durch die Gegend, sehr wenig, aber egal, das was den Film ausmacht ist die Spannung, die Authentizität, die Ruhe, unterbrochen durch den Wahnsinn der Natur, die guten Darsteller, allen voran McGregor, auch Naomi Watts, echt super, die Gegend, die Locations, einfach gut gemacht und gespielt.

Übrigens, jeder solcher Filme mit Katastrophen, oder viele haben ja immer den Schriftzug dass sie auf wahren Ereignissen basieren und auch dieser, dieser macht auch keine Ausnahme, dieser Film. Die Handlung basiert auf dem Schicksal der spanischen Familie Belon und über die hat man eigentlich gar nichts gehört, denke ich.

Also halt nicht so öffentlich wie es in Medien sonst so üblich ist. Der Regisseur, den kenne ich nicht, also von seinen früheren Filmen, der versucht in dem Film viele Dinge zu zeigen die eigentlich ganz banal sind, aber so zu zeigen dass sie sich in dein Hirn reinbrennen als wären sie ein Schweißbrenner der deine Gehirnwindungen brutzelt. Allein schon die Szene als Naomi Watts im Spital liegt und was auskotzt, keine Ahnung, oder schwer verletzt auf einen Baum klettert, also das ist gute Schauspielerische Leistung, perfekte Regie und Kamera. Schwer zu erklären, muss man sich selber angucken.

Da der Regisseur Spanier ist und wenig Geld hatte, hat er sich einfach die Familie Belon gekrallt, die es ja gab, und diesen Film gedreht, ausländische Investoren mussten her, wurden gefunden, und aus der spanischen Familie wurde ne britische, das verkauft sich leichter, ja das finde ich eigentlich schade, das ist meiner Meinung nach ein Kritikpunkt.

Die Darsteller spielen mit Elan, sie spielen wirklich gut und authentisch, ich kann ihnen den Schmerz und die Angst nachfühlen. Der Film ist meiner Meinung nach kein Exploitativer Film für Katastrophen Porn, wie es in vielen Filmen so ist, nein er zeigt handwerklich und geschickt mit vielen Qualitäten und feinen Nuancen eigentlich das was wirklich war.

Auch kritisiere ich gleich bei der Gelegenheit dass die Einwohner des Landes so selten zum Tragen kommen, viel zu viele Touristen sieht man hier, zu viel von der neuen Welt, also England, und zu wenig von der alten Welt, also Thailand und Südostasien. Leider, das hätte man anders machen können.

Der Film wird oft unerträglich pathetisch aber ist nie so dass er sich aufdrängt und das er unnötig ist, nein überhaupt nicht, vieles passt, vieles nicht, man muss sich einfach den Film angucken, man kann den nicht erklären, und auch wenn Musik und Tränen im Film zu erwarten sind, das Drehbuch wurde nicht so geschrieben.

Nein überhaupt nicht, wir waren jedenfalls nach dem Film in Tränen aufgelöst und konnten uns schwer beruhigen dieses ganze Leid zu sehen was leider auch heute noch so ist, vielleicht kommen mal ein paar Filme über Massenmorde in Kriegsgebieten ins Kino, oder aktuelle Dinge die man sonst so in den Nachrichten sieht aber sie einfach übersieht weil alles andere wichtiger ist, ja nur nicht teilhaben an dem Leid der anderen.

Die 30 Mille Produktion hat die Kosten damals nicht eingespielt, leider und wurde fast nur in Spanien gedreht und die Außenaufnahmen in Thailand.

Alleine schon zu wissen , du lebst da, mit deinen 2 Söhnen SIMON und THOMAS in Hotelruinen, oder zu wissen du wirst operiert, dein Sohn steht da, oder umgekehrt meine Güte, der Film hat so viel menschliches Leid, oder die Szene als LUCAS der Sohn zum Bett seiner Mutter kommt, weil er vorher wem helfen wollte und sie ist nicht mehr da. Oh Mann, so was ist echt schwer zu ertragen. Nun einiges hätte ich weggelassen, die Einwohner hätte ich mehr gefilmt, das wäre mir lieber auch dass die spanische durch eine englische Familie ausgetauscht wurde, finde ich nicht so gut, gespielt ist der Film super, Außenaufnahmen und alles andere ist einfach super. Alles realistisch und ernst.

Der Film ist super gedreht super gemacht und ich sage mal 93 von 100 Punkten.
 


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26.02.2017 20:30:50
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