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Filmkritik: Olympus has fallen

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Olympus has fallen (tuvok, 22.06.2013)

Beiträge

tuvok
22.6.2013 23:39
Filmkritik: Olympus has fallen

Nun einen guten Film zeichnet aus dass er knapp 2 Stunden dauert – 115 Minuten dauert dieser Film.
Es sollten einige bekannte Darsteller mit Spielen, was mit Gerard Butler, Morgan Freeman, Angela Bassett, Aaron Eckhart, und Ashley Judd wohl geschafft wäre.
Der Film sollte authentisch sein, und wenn er es nicht ist, wenigstens das so gut vorspielen dass der Popcorn Zuseher das meiste glaubt was im Film gezeigt wurde – ja das hat er auch gut geschafft.
Wenn es ein Actionfilm ist sollte viel zu Bruch gehen – ja ist es, das halbe Weiße Haus ist in Schutt und Asche.
Wenn es darum geht Authentizität im Actionbereich zu verfilmen, ja dann bin ich dafür, Gewalt Schonungslos zu zeigen, Technik so anzupreisen als wäre sie wirklich existent, und wenn Technik erfunden, dann wenigstens glaubhaft.

Nun wer einen Film erwartet wie „Independence Day“ oder „Die Rote Flut“ oder „Der Anschlag“ dann ist er hier richtig.

Der Film ist natürlich an Originalschauplätzen gedreht worden, bis auf die Digitalen Effekte, die eingebunden wurden, das hat man aus Kostengründen in Bulgarien gemacht.

Wer Regisseur Antoine Fuqua kennt, und z.B. „Shooter“ gesehen hat, wird sich vorstellen können dass dieser Film schonungslos, teils realistisch, spannend und gut besetzt wurde.

Die Handlung ist einfach. MIKE BANNING (Gerard Butler) ist ein ehemaliger US Army Ranger der beim Secret Service arbeitet. Er ist damit beauftragt als Leibwächter für Präsident BENJAMIN ASHER (Aaron Eckhart) zu dienen. Seine Frau LEAH BENNING (Radha Mitchell) ist im Krankenhaus als Notfallärztin tätig, sie leben alle in einem Vorstadthaus, sind glücklich und haben kein Kind.

Eines Tages zu Weihnachten 2011, soll MIKE den Präsidenten samt seiner Gattin und Sohn CONNOR vom Cap David zu einer Spendengala in ein 25 Minuten entferntes Domizil begleiten, und so macht sich der 5 Auto Tross auf den Weg.

Ein Unfall passiert, die Frau von ASHER stirbt, und BENJAMIN bleibt mit Sohn CONNOR über. MIKE der sich das nie verzeichnen konnte, da er der Meinung war im Dienst versagt zu haben sonst wäre die First Lady bei dem Autounfall den sie hatte nicht gestorben, arbeitet inzwischen beim Finanzministerium.

18 Monate später, 5. Juli 2013, ASHER empfängt den südkoreanische Premierminister mit seiner Delegation, kurz darauf wird das Weiße Haus überfallen. Flugzeuge, Raketen, neueste Waffentechnologie, alles ist im Einsatz was kracht und Löcher schlägt, der Anführer ist der geheimnisvolle KANG, der es sogar schafft, den Präsidenten im Weißen Haus, in dessen Schutzbunker, 40 Meter unter der Erde gefangen zu halten.

Nicht lange und das Weiße Haus ist in der Hand von Koreanischen Terroristen, nur einer hat wohl überlebt, und zwar der Secret-Service-Agent ROMA, dem es gelingt, noch kurz zuvor, seiner Vorgesetzten LYNNE JACOBS (Angela Bassett), die Codephrase „Olympus ist gefallen“ zu übermitteln, das ist der Geheimcode für das Weiße Haus.

Der Anführer, KANG YEONSAK wie er sich rausstellt, will die 7. Flotte aus dem südjapanischen Meer zurückbeordert haben und alle 28.500 US-Soldaten die zwischen Nord und Südkorea nach dem Rechten sehen, und er hat einen ganz großen gefährlichen Plan vor, einen wo ich sage, he da ist ein bisschen das Rad neu erfunden worden.

Klar gehört in den Film ein Held, da ist nicht Stallone, sondern dieses Mal eben MIKE, dem es gelingt sich in das Weiße Haus zu schmuggeln, und so in Terminator Manier einen nach dem anderen auszulöschen. Erinnert mich aber auch irgendwie an „Mord im Weißen Haus“.
Nun ich möchte nichts verraten aber der Film ist furchtbar spannend, hat ne verdammt gute Besetzung, übrigens Robert Forster spielt mit, als General Edward Clegg, und Agent Roma wird von Cole Hauser gespielt.

Der Film ist natürlich voller Klischees, hat ein bisschen zu viel Patriotismus, ein bisschen an Logik fehlt, aber dafür macht er Spaß, weil, wie man sieht, sich der Regisseur echt ungeniert ausgetobt hat, egal ob was politisch korrekt ist oder nicht, und das arge ist, der Film passt in die kürzlich erlebte Lage der Probleme zwischen Nord und Südkorea rein.

Warum sie Winona Ryder als First Lady nicht nahmen weiß ich nicht ,aber die Rolle war eh unwichtig und so sind es auch andere kurze Rollen, wie die von Roma, der einen wichtigen Funkspruch ablieferte, Rollen die sich leider nicht in das Hirn der Zuseher rein prägten.

Am besten hat mir Sprecher TRUMBULL gefallen der von Morgan Freeman gespielt wird, wo der auftritt ist immer Perfektion seine Spur. Echt super der Typ.

Wer natürlich einen guten Secret Service Film sehen will der ist noch immer mit „In the Line of Fire“ bestens bedient, das ist noch immer der beste Vertreter im Bereich Agenten Filme rund ums Weiße Haus.

Nun dieser Film war nicht übel, ich mag die Schauspieler, ich sehe sie gerne, sie haben viel an Action durchlebt im Film, die Rollen sind gut besetzt, die Dialoge sind nicht immer das Beste, Logik vor allem am Ende, ne das lassen wir mal lieber, Durchführbarkeit und Machbarkeit ist ungefähr so weit entfernt wie Erde und Mond, aber macht nichts, darum geht es nicht, ich sage so, wenn ein 11. September stattgefunden hat, wieso dann nicht eine Zerstörung vom Weißen Haus?

Klar hätte der Film an vielen Dingen herausragender sein können, wie z.B. an den Actionfilmen, es ist an dem Film leider nicht so viel da gewesen wo ich nachher sagen kann He das war wirklich herausragend, und ich muss leider auch feststellen dass ich 20 Minuten nach dem Film das meiste schon vergessen habe, was aber nicht bedeutet das der Film nicht so super gut ist, nein ich habe ihn gemocht und mich herrlich unterhalten.

Eines hat der Film aber verpasst, wenn schon eine irre Nordkoreanische Truppe das Weiße Haus überfällt, wieso wurde im Film tunlichst vermieden die Nordkoreaner als die Bösen zu markieren was ja heut zu Tage ja realistisch ist, sonst gäbe es ja keine Schurkenstaaten? Keine Ahnung, Angst vor dem Diktator?

Auch ein bisschen gefoltert wurde, 200 Tote gab es, 20 x einen Kopfschuss so ungefähr, ein paar Messerstechereien, und eine Menge Action ,gute Schauspieler, einfache Dialoge, gut eingepasste Musik, nette CGI Effekte die man so nicht als solche erkennt, etwas Unlogik im Film, aber dafür er ein perfekter Popcorn Film ich kann ihn nur empfehlen, so etwas politisch unkorrekt, ein bisschen zu Patriotisch, aber das macht nichts, und ja es hat ein bisschen eben an Realität gefehlt, macht nichts, auch wenn einiges aussah wie aus dem Dialog Computer gesprochen egal, der Film ist gut, auch wenn er vermissen lässt dass man etwas individuelles sieht, egal, der Film ist spannend, das zählt für mich und darum 90,5 von 100 Punkten.
 


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24.05.2017 13:51:54
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