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Filmkritik: Silver Linings

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Silver Linings (tuvok, 17.01.2013)

Beiträge

tuvok
17.1.2013 20:10
Filmkritik: Silver Linings

Bradley Cooper, ROBERT deNiro als PAPA, Bradley spielt PAT, früher Lehrer, Ehemann und jetzt ein Single. Er lebt bei seinen Eltern. Warum? Naja, vorher hat er ja in einem Haus gewohnt doch seine Frau ging fremd, er hat die 2 unter der Dusche entdeckt. 8 Monate Gefängnis wegen Schlägereien. Nicht übel.

Was wirklich praktisch ist, Eltern sind 60 oder 70, Sohn ist 40 und bevor man erinnert wird an den Film „40, männlich, Jungfrau sucht…“ der Film ist komplett anders. Ja der Sohn PAT ist nett, er geht im Müllsack joggen weil man da mehr schwitzt als ohne Müllsack, in der Nacht stört er die Eltern beim Sex, naja bei so einer Art Liebe halt, weil mit 70 Sex ist ungefähr so wie, Atomreaktoren sind saubere Energie.

Naja da muss er natürlich über Hemingway reden, PAT hat ein starkes Redebedürfnis, der Vater will nur eine saubere Wohnung und redet weniger, ja mehr als wenig, hin und wieder schon aber nur wenn es nötig ist.

Irgendwann lernt PAT die süße TIFFANY kennen, die von Jennifer Lawrence gespielt wird, das Mädchen mit dem komischen Blick, das letzte Cowgirl von Amerika, Single, Eigener Willen, die Schauspielerin lässt sich nicht in ein Klischee pressen und wird noch mal groß raus kommen. Im Film spielt sie auch so ne Emanze, so richtig eigenständig und klug.

PAT braucht um 3 Uhr in der Frühe was, ein Video von früher, ja ist halt wichtig für ihn, da kann man schon mal das Haus durchwühlen, den Vater nerven und die Mutter wecken, tja das war mal mit einer ruhigen Nacht

PAT lebt gerne mit den Eltern unter einem Dach, er liebt Psychopharmaka und als TIFFANY in seinem Leben auftaucht dreht sich alles um seine Exfrau, den Betrug, er ist aus dem Häuschen, dreht fast durch und braucht noch mehr Psychopharmaka.

TIFFANY hatte einen Ehemann, lebt bei Ihren Eltern, und hat noch mehr Psychopharmaka genommen. Die 2 passen super zusammen oder? Ja Happy End, Film gut und fertig, oder?

Nein wirklich nicht. Die Tragikomödie des Regisseurs David O. Russell aus dem Jahr 2012, dieser hat gemacht den Film „Three Kings – Es ist schön König zu sein„ und zwar 1999, hat hier wieder zugeschlagen. Böse und Gut ist der Film, sarkastisch leicht makaber, intelligent und witzig zu gleich, ja so was gibt es, selten aber wirklich sehr selten, doch hier ist er der Film.

Es gibt nur ein Problem, PAT macht eine Therapie und er will NIKKI seine Frau zurückgewinne die ihn betrog und das mit dem Müllsack stimmt nur hat er den über dem Sweater an.

Was an dem Film witzig ist da sind 2 gestörte Personen und haben so viel gemeinsam aber sind so unterschiedlich. Z.B. Tiffany, ich muss sagen Lawernce spielt Ihre Rolle wirklich gut, so das affektierte Äußere, das gestörte Innere, sie ist selber depressiv, hat nach dem Tod von Ihrem Mann mit einem aus dem Büro geschlafen und wurde gekündigt, sie spielt die Rolle wirklich nett, so leicht zerbrechlich und irgendwie brutal und süß, keine Ahnung so wie im Film „Juno“.

Tiffany ist ein Freak im Film, Lawrence hat irgendwie so kranke Augen im Film, sie wirkt krank aber irgendwie zerbrechlich anschmiegsam, ist ne eigene Mischung. Wirklich witzig, und irgendwann im Film macht es Krach, der gestörte Pat verliebt sich in die gestörte Tiffany, doch da kommt noch die Tatsache dazu dass beide gar nicht so gestört sind sondern einfach nur vom Leben kaputt gemacht worden.

Romantik gibt es im Film wenig, anfangs nicht, aber das macht nicht, stellt sich ein, wieso? Pat will seine blöde Frau Nikki zurück und dass ist nicht so einfach. Also bittet er Tiffany ihm zu helfen. Tiffany soll Pat helfen die Nikki für ihn zurück zu gewinnen, dafür geht er mit Ihr auf einen Tanzwettbewerb, er mag kein Tanzen. Naja eine Hand wäscht auch was.

Der Lichtstreifen am Rand dunkler Wolken das sind Silver Linings in der englischen Sprache, und so ist der Film aufgebaut, es gibt immer einen silbernen Streifen am Horizont. Und das ist auch im Film so. Dass der Film wieder nach einem Roman gedreht wurde, dieses Mal Matthew Quick, schreibe ich deswegen weil viele Filme die gut sind, von Romanen abgeleitet werden also ein Buch als Vorlage haben.

Was mir am Film so gefällt, Tiffany taucht dauernd auf wenn Pat es nicht erwartet und irgendwie ist sie lästig wie ein Freak, so richtig wie ein Stalker, einfach süß, Mädchen stalkt Junge aber nicht so wirklich, sie ist einfach da, wie ein Gewitter. Einfach süß. Wer sich in die nicht verliebt muss krank sein.

Bradley Cooper finde ich super auch wenn er die gleiche Rolle wie in „Hangover“ spielt, er hat zwar 2 Gesichtszüge mehr als im Film damals was aber auch nicht viel ist, aber macht nichts, es spielt ja noch Jennifer mit, die Musik im Hintergrund übrigens, die kenn ich aus dem 1970 er Jahren, da hat es im TV die Serie Panoptikum gespielt, und ja genau, Lawrence war nicht die 1. Wahl, es hätten spielen sollen Rachel McAdams, Olivia Wilde, Elizabeth Banks, Blake Lively, Rooney Mara, Kirsten Dunst und Andrea Riseborough aber Jennifer ist halt so ein Rising Star im Moment.

Und ja genau, Chris Tucker der lustige von „Rush Hour“ spielt mit, 5 Jahre nach dem letzten Film na so was, ja der ist nett und spielt auch ne nette lustige Rolle. Gut dass sie seine Rolle nicht so Irre gemacht haben weil oft gibt es im Film bei den Schauspielern ein Overacting das vom Drehbuch gewollt ist, was ich blöd finde.

Mark Wahlberg hätte auch mit dabei sein sollen. Was mir am Film gefallt, der Film wird locker von den Leuten getragen obwohl die Story nicht das aller Neueste ist, aber sie ist nicht übel, so ne Art Mischung zwischen alten Filmen und Screwball Komödie von früher. Ja der Film hat wirklich fast alles, er ist lustig und anspruchsvoll, er hat ne gute Story, und super Darsteller.

Von deNiro sage ich nichts, er ist sowieso für mich die Nummer 1, er ist der Beste aller Zeiten finde ich nach Gregory Peck, James Stewart und Humphrey Bogart, aber Niro mag ich noch mehr.

Der Film ist für 8 Oscars nominiert worden was ja irre ist, er hat 18 Preise gewonnen und noch weitere 47 Nominierungen für andere Preise, aber 8 Oscars? Das ist irre. Sicher habe ich an dem Film nichts Neues gehört, aber er gefällt mir. Die Dialoge im Film sind super und Jennifer Lawrence sorgt für das Eine oder andre für ne große Überraschung so wie bei „Harry und Sally“, jedenfalls ist der Film anders und immer gibt es was neues, Lawrence spielt ja demnächst im 2. Teil der Panem Tribute im Kino heuer, da freue ich mich, hier sieht sie ganz anders aus, ja die könnte ne Mörderin spielen, und ich muss sagen die 2 passen gut zusammen.

Ich gebe bedenkenlos 90 von 100 Punkten.
 


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24.10.2017 02:19:40
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