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Filmkritik: The Raid

Diskussionsverlauf

Filmkritik: The Raid (tuvok, 12.08.2012)

Beiträge

tuvok
12.8.2012 12:05
Filmkritik: The Raid

Der Einzige indonesische Film der mir einfällt ist „Der Todesschrei der Kannibalen“ der ein absoluter Mist ist, aber ein Zombiefilm halt und für Komplettisten ein absolutes Muss ist. Und nun dieser Film.

Ich kenne nur noch einen einzigen ähnlichen Film der mich vom Hocker gehauen hat und das ist „Vigilante“ ein uralter Film aus den 80 er Jahren der absolut spitze ist, wo es auch um Rocker geht in einem Hochhaus die Leute terrorisieren, und damals war das noch anders in Amerika, bei den Filmen. Blutig, politisch unkorrekt und so richtige 80 er Jahre, und nicht so übertrieben Slashermässig wie heute.

Yayan Ruhian der den Mad Dog Typen spielt, der hat Pencak Silat gelernt, der Kampfstil besteht aus 800 Einzelstilen, und diese Menschen die so was können nennt man Pesilat.

Dieser Stil kam erst spät in die Kampfkunstszene rein, und erst 1948 wurde der Pencak Silat Verband Indonesien gegründet. Angeblich lässt sich das bis ins 6. Jahrhundert zurückverfolgen und hat ab 1348 erste Einflüsse in Bali, die man auch nachforschen kann. Der Weltverband dieser Kampfkunst ist in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Oft hört man zu den Vorführungen Musik, wie bei den brasilianischen Dings da, wo man da so herumspringt, was früher die Sklaven da geübt haben in den Höhlen usw., keine Ahnung wie die Kampfkunst jetzt heißt, die ist aber ziemlich beweglich, doch das hier, das übertrifft meiner Meinung nach vieles.

Waffen gibt es auch dabei, bekannt ist mir nur der gewellte Dolch, der Kris, den Rest, ja keine Ahnung aber die Infos kann man sich auch aus dem Internet holen, schätze es ist eine schmerzhafte Kampfkunst, vor allem im Full Kontakt, da kann ich nur sagen, nein danke. Im Film sieht man da gut, wie der eine Bulle, es geht ja um die Stürmung eines Hochhauses, so an die 20 Leute sehr glaubhaft fertig mache, 3 – 4 hat er getötet weil es anders nicht ging.

Die Handlung macht den Film sicher nicht berühmt. Es geht um TAMA der ein Syndikats Chef ist, so ein Mafiaboss, das was man in Japan Yakuzachef nennt. Ja der lebt in Jakarta, und der hat ein Hochhaus, in dem er Leute foltert und töten lässt die seinen Befehlen nicht gehorchen. Ja eine ziemlhic brutale Sau, reich, mächtig und echt gefährlich, seine Gefolgschaft besteht aus Vergewaltigern, Mördern, Killern, Kämpfern, wobei aber im Film eher der Augenschein auf Kampf und Spannung gelegt wird, anstatt auf irgendwelches unsinniges Geplänkel mit irgendwelchen Vorgeschichten.

Ich dachte darüber nach, mit was kann ich den Film vergleichen und mir fiel nur einer ein, Tony Jaa, „Ong Bak“, ein absoluter Hit, von dem es 2 sinnlose Nachfolger gibt die nicht mehr so gut sind, ja wem der Film gefällt, ja unbedingt den angucken.

Der Einsatzleiter WAHYU will das Hochhaus stürmen, wo TAMA und seine Bande versteckt ist oder halt lebt. Das Hochhaus ist ein ziemlich abgewracktes Beton Silo Platten Bau Monster, wie man es aus Ost Berlin, Kalter Krieg Zeit, kennt.

Der Missionsleiter JAKA, der WAHYU unterstellt ist, gibt hier eigentlich die Befehle, WAHYU der den Angriff gar nicht autorisiert hat, muss sich überlegen was mit den 30 Leuten macht, wen er opfert und wen nicht, aber die meisten Entscheidungen macht JAKA.

In dem Team von JAKA ist auch RAMA, eine kleine Kampfmaschine. Und die haben allesamt ein Problem, denn TAMA verspricht, wenn einer die Bullen tötet und aus dem Haus treibt, dann darf er sein Leben lange gratis wohnen in dem Haus.

Natürlich machen sich 50 Leute auf den Weg die Bullen zu töten, ein absolut arger Überlebenskampf beginnt und da bleibt kein Herz trocken, will sagen der Film ist so was von geil, Kampf, Überleben, ja irre.

Es gibt nur ein Problem, TAMA hat MAD DOG an seiner Seite, ein Mörder und Killer, und dazu noch ne Kampfmaschine, und ANDI, auch so ein Irrer und Kämpfer. Und da gibt es nur ein Problem, JAKA ist mit WAHYU alleine, und nur RAMA kann das ganze Team aus der Scheiße retten.


Der Film, ja der macht Spaß sich den im Kino anzusehen, die Blu Ray laut Amazon kommt erst im Jänner 2013 raus, ja das ist irre lange, das macht keinen Spaß, dafür kann man sich den Film ja im Kino 2 x angucken, nur in den meisten Kinos spielt es den Film nicht.

Macht nichts, für den Film fahre ich gerne wohin, denn der Film hat es wirklich in sich, da bleibt dir das Soletti Stangerl oft im Hals stecken, naja der Film ist einfach spannend gemacht. Und nicht mal übertrieben wie ich sage.


Der Film hat meiner Meinung nach so ein Wow Erlebnis gebracht, ja ich meine dass ernst, Wow, der Film ist echt irre nicht wegen der anderen Kampftechnik sondern weil der Film spannend ist. Der Film ist auf alle Fälle gut, was er nicht hat, Anspruch und Logik, ja wieso geht ein Bulle mit Leuten in ein Hochhaus und ruft dann keine Verstärkung weil er Angst vor Repressalien hat vor dem Chef weil er ja da rein ging und nicht das gemeldet hat, oder wieso hat der Film keine speziellen Überraschungen?

Was der Film auf alle Fälle hat ist große Spannung und vor allem auch einige Szenen wo ich sage, uff ich kaufe auf meinen Fingernägeln rum. Was super ist im Film, die Kamera, die hat da draufgehalten wo man was sieht, nicht extrem immer Schlimme Szenen, oft von hinten oder von der Seite, aber man hat oft den Eindruck, man ist mitten im Geschehen, ohne übertrieben zu wirken wie es in einigen Kampfsportfilmen ist oder in so blutigen Slasher Trottel Filmen.

Das Adrenalin im Film wird hochgeschaukelt, er hat seine argen Momente, auch wenn sie nicht immer ausgeführt werden. Z.B. am Anfang wo der Irre Boss den einen der seinem Befehl nicht gehorchte mit dem Hammer erschlagen hat, gut das man das nicht gezeigt hat, wäre nicht nötig. Und das meine ich, der Film zeigt nicht unnötige Szenen.

Was ich super fand am Film Schlagstock von der Polizei und Messer, das sieht man hier oft auch wenn ich mir wünschte, viel mehr von den ganzen Dingen zu sehen, oder noch mehr mit Schwertern, das hätte ich gerne gesehen da ich ein Schwert Fan bin.

Gegen andere Filme dieser Art ist der Film ein Goldstück, denn er gibt sich nicht mit Dingen ab die einfach unnötig sind, Handlung, Liebe, Geplänkel, aber er ist auch unlogisch, wie kann der Boss da so lange im Hochhaus wohnen ,wieso haben die Leute so nichts dagegen so abgefuckt zu leben, und wieso sind alle so arm?

Egal, der Film ist wie ein Kampf in einem Labyrinth, mal geht es rauf mal runter, mal geht es in und aus den Wohnungen raus und das ist wirklich super. Nur das Digital im Kino, das ist nett aber der Film ist so verwaschen irgendwie, das fand ich nicht so super.

Der Regisseur Gareth Evans ist übrigens Jackie Chan Fan. Definitiv der beste Action Film des Jahres 2012 und mit seinen 95 Minuten nicht zu lange, Action Pur und einfach super, wenig Anspruch, gute Dialoge aber wenige, kein unnötiges Irgendwas, nette Musik, gute Untermalung, professionelle Kamera und super Szenen, einfach super.

94,33 von 100 Punkten.
 


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20.10.2017 18:18:53
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