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Filmkritik: Die Killer Elite

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Die Killer Elite (tuvok, 07.11.2011)

Beiträge

tuvok
7.11.2011 20:27
Filmkritik: Die Killer Elite

Mal einige Rohdaten:

1975 kam von Sam Peckinpah ein wunderbarer Film ins Kino. James Caan und Robert Duvall spielten 2 Sicherheitsbeamte die für die Firma Comteg arbeiten. Sie sollen einen Politiker beschützen. Leider ist Robert Duvall in dem Film der Bösewicht der dann den Politiker erschießt, ich glaube es ging um viel Geld, und hätte fast James Caan umgebracht, aber er war ja sein Freund. Er verletzte ihn nur, was zur Folge hat dass Caan im Spital ist, später wieder arbeitet und mit Ob Hopkins zusammenarbeitet, bis er wieder auf Duvall trifft, dann gibt es ein Showdown.

Also der Film hat den gleichen Titel wie der Film der jetzt 2011 ins Kino kam. Hat aber nix mit dem Film zu tun. Ich habe den die ganze Zeit mit den Film „Die Killer Brigade“ aus 1989 mit Gene Hackman verwechselt, wo dieser einen Sergeant spielt, der einen Gefangenentransport macht, und er sucht einen Flüchtling und landet im Vietnamkrieg und was weiß ich.

Dieser 2011 er Film ist ein ganz anderer. Da spielt er ja Danny Bryce, der mit Hunter, den Robert der Niro spielt, einen Auftragskiller. Der Film wurde in Australien, Amerika und England gedreht. Schätze die haben für Arabien keine Drehgenehmigung erhalten.

Angeblich, was man am Ende des Filmes auch erfährt, handelt der Film nach einer Story die ein Roman ist. Ein gewisser Ex Geheimdienstmitarbeiter namens Ranulph Fiennes, der beim SAS war, der war früher Soldat, hat das Buch geschrieben.

Der war Herzkrank, hatte eine Bypass Operation und hat in 7 Tagen 7 Marathons auf 7 Kontinenten zurückgelegt. Schon irre was?

Dieser Ranulph ist ein Cousin von Ralph und Joseph Fiennes. In dem Film geht es ja um die Feather Men. Eine Geheimgesellschaft, was sonst. In dem Buch ging es um die Geheime Beteiligung von England am Krieg gegen den Oman in den 70 er Jahren und der Entführung und Töten von ein paar Arabern. Diese Stelle ist abgespalten vom SAS. Das ist die Spezialeinheit der British Army die so was ist wie die Marines in den USA. Die wurde 1941 gegründet und hat den Sitz bei Hereford.

500 Leute sind im Moment dabei, ist so was wie die Fremdenlegion bzw. eben die Marines. Die sind für Sabotageoperationen hinter feindlichen Linien zuständig, wie für Spionage, Antiterror, Befreiung von Geiseln und was weiß ich.

Gegen diese Typen muss im Film Jason Statham kämpfen. Und aus einem ganz einfachen Grund. Er hat einen Freund, Hunter, der ist gefangen genommen worden vom Scheich Amr. Und eben diesen will er befreien. Was nicht so einfach ist, denn Danny Bryce hat sich schon längst aus dem Geschäft zurückgezogen.

Er will kein Auftragskiller mehr sein. Seit er 1979 in der mexikanischen Stadt La Joyita einen Auftrag vermasselt hat, da er kein Kind erschießen wollte - er wurde selber angeschossen - hat er sich eben zurückgezogen aus dem Geschäft mit dem Töten.

Er zog nach Australien, ins Yara Tal, wo er mit seiner Freundin Anne ein schönes Leben am Lande genießt. Und nun die Gefangennahme von Hunter. De Niro spielt ja seinen väterlichen Freund, mit Bravour wie immer, und den will eben Danny befreien.

Das einzige Problem: Der Scheich, der unheilbar an Krebs erkrankt ist und mit seinem modern lebenden Sohn in die Wüste zurückkehren möchte, will aus dem Asyl heraus seine 3 Söhne töten die bei einer britischen Geheimoperation umgebracht wurden.

Damals ging es um Geld, England wollte mit dem Oman Geschäfte machen, der Scheich war im Weg, man hat seine 3 Söhne umgebracht, der Scheich inzwischen schwer krank hat Hunter entführt, als der im Oman war, und will eben Danny damit erpressen seine 3 Söhne zu rächen.

Und dieser macht sich auch auf nach England. Er stellt eine Truppe zusammen. Davies den Dominic Purcell spielt, so ein richtiger irischer Scheißkerl, einfach super, und Meier, einen eher einfach gestickten Kerl, der sich aber auch aufs Töten versteht.

Und nun wird es ja spannend, der Film war es vorher auch, aber nun wird er viel spannender als ich erwartet habe. Denn den 3 Freunden stellt sich einer in den Weg, Spike Logan, den Clive Owen spielt, Dieses Mal ohne Starallüren wie in einigen Filmen früher, recht bedingungslos, gewalttätig und wirklich nicht übel.

Ich hätte mir anfangs gar nicht erwartet dass Clive so viel am Kasten hat, nun er ist keine Schauspielerische Leuchte, er polarisiert auch nicht so wie Jason, er ist auch keine Leuchte wie Niro, und er ist kein Super Talent, aber er passt für die Rolle echt sehr gut.

Allein die Story ist es, die mich am Film fasziniert, natürlich auch alles andere, aber die Story am meisten. Zwar ist sie nicht den ganzen Film über spannend geblieben, leider, das Drehbuch hat da einige Logiklöscher die sich einem erschließen wenn man im Film gut aufpasst, aber das macht nichts.

Der Film hat eine gute Besetzung, er hat eine gute Kameraführung er hat gute exotische Schauplätze, die man zwar nicht so oft sieht, die sich aber dennoch etwas einprägen, und er hat eine ganze Menge Action.

Der Film ist nicht so ein Schwachsinn wie Jasons letzter Film „The Mechanic“ der nur brutal und gemein war, wo Jason einen Bösewicht spielte, wie in den Film hier, allerdings beim Killer Film hier, lässt er sich vom Guten überzeugen und macht das er am besten kann. Gut Aussehen, eine Rolle verkörpern die man als Vorbild sieht und einigermaßen gut austeilen.

Sicher ist er jetzt nicht der große Beschützer wie in einem meiner Lieblingsfilme „Schwerter des Königs“ dennoch hat er hier eine gute Rolle die ähnlich ist. Er ist zuerst Böse, wandelt sich, will nicht mehr killen, und muss es dann doch.

Nun man kann jetzt den Film kritisch sehen es stimmt, er ist nicht neu, er hat altbekannte Details, er ist etwas vorhersehbar, er hat eine kleine Liebesgeschichte die nicht sehr gekonnt eingebaut wurde, und er hat einen Statham der gut und schlecht für den Film ist. Gut weil er ein Sportlicher Typ ist, weil er einen Körper hat der einfach geil ist, weil er muskulös ist, weil er nett wirkt, weil er wirklich viel kann, kämpfen, fahren, streiten, sterben, Leben, keine Ahnung, er ist physisch gesehen ein Talent. Aber vom Schauspielerischen her, Na Ja, ich sehe Statham, er hat 2 - 3 Gesichtsausdrücke in dem Film und das war es.

Wäre das Drehbuch etwas besser hätte ich über Niro auch viel erzählt, aber über den brauche ich nicht viel erzählen, er ist immer glaubhaft, er ist immer gut er ist meine Schauspielikone und mein Liebling. Ich rede lieber über Statham, und über Owen. Wäre Owen damals der James Bond geworden und nicht Daniel Craig hätte man viel mehr über ihn erzählen können, so bleibt er immer noch ein Nebendarsteller. Er hat schon viel in seinem Leben gespielt, auch diese Rolle ist für ihn nicht neu, er war schon mal der Böse und sehr oft der Gute, doch in diesem Film versucht er dem Drehbuch folgend beide Rollen zu spielen. Einerseits ist er von seiner Warte aus gesehen der Gute, was er recht nett verkörpert, aber nicht unbedingt immer glaubhaft, schließlich ist seine Rolle so gestrickt dass er Böses tun muss, um eine Gruppe von alten Säcken zu beruhigen, es geht um viel Geld, andererseits tut er netten Böses an, wie z.B. dem armen Statham der ihn ja fangen und töten möchte.

Also so gesehen ist die Story dünn. 2 Leute, einer steigt aus, einer wird erpresst. Der Aussteiger muss den Gefangen retten, befreien, muss 3 Leute töten sucht sich ein Team, es wird geschossen, gestorben ,112 Minuten später ist der Film aus.

Was dem Film fehlt ist Anspruch, der soziale und politische Hintergrund wird wenig beschrieben, man sieht und hört wenig vom Scheich, wieso er im Exil ist und wie er lebt hört man kurz, sein unnötiger an Luxus gewöhnter Sohn ist ne Fehlbesetzung, passt aber ins Drehbuch rein, er hat 3 gute Auftritte, mehr ist für den Schauspieler nicht unbedingt nötig.

Wer auch überraschen gut in Szene gesetzt wurde, war Dominic. Der ist ein netter Schauspieler, Im Film spielt er ja Davies. So richtig böse, grindig, ein Mann der sich aufs Töten versteht, eine echt gute Rolle für ihn. Er ist nicht so der bekannte Darsteller, aber die Rolle des tumben Killers passt ihm so richtig ein Netter Kerl nach außen hin, nach innen irgendwie ein Schwein, wenig Skrupel, einfach super.

Die Szenen in Jordanien die im Film zu sehen sind waren nett, man merkt gleich, he das ist auf einem anderen Planeten, Jordanien eben. Übrigens, die Szenen wo Statham in dem Tal spielt wo er lebt, wurden wirklich dort gedreht, schätze daher ist auch ein großer Teil vom Budget geflossen, in die Reisen in andere Länder.

Übrigens Aden Young spielt Meier, über den möchte ich nicht viel erzählen, er ist einfach da, er spielt etwas ja für mich eine uninteressante Rolle, er hat den Part als unwichtiger Sidekick er so ein paar, 3 oder 4 für den Film wichtige Auftritte hat. Immerhin.

Die 70 Millionen US $ die der Film gekostet hat, sind in Amerika nicht eingespielt worden, weltweit könnte es sich ausgehen. Aber auch nur mit der DVD Auswertung später.

War mir sehr gut gefallen hat an Owen ist sein altes Outfit und sein ganzes Design, an Statham gefällt mir fast alles bis auf das Schauspiel, an Niro gibt´s nix zu bemängeln, Anspruch und Spannung fehlt im Film, dennoch gefällt er mir, ich mag alle und finde den Film super, daher 88 von 100 Punkten.
 


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20.10.2017 18:20:54
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