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Filmkritik: Mr. Poppers Pinguine

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Mr. Poppers Pinguine (tuvok, 15.09.2011)

Beiträge

tuvok
15.9.2011 18:29
Filmkritik: Mr. Poppers Pinguine

und ich mag Filme die so Disneymässig sind, ja das ist irgendwie cool. Als ich zu Beginn vor 2 Monaten oder so den Trailer zu dem heutigen Film sah, dachte ich mir, meine Güte ne flaue Komödie, lohnt sich nicht irgendwie anzusehen, aber irgendwie die Not sich schon mehr als 4 Tage keinen Film im Kino angesehen zu haben und bald 10 Tage erreicht zu haben, ließ mich gegen meinen Willen ins Kino gehen. Will sagen, die Füße gehen gerade, obwohl ich immer sage, Nein Ihr Füße, geht links und schon war ich im Kino.

Nun ich konnte mich gar nicht so richtig erwehren, kurze Zeit später saß ich im Kinosessel und freute mich auf 88 Minuten Film, wenn ich mich nicht verzählt habe.

Und ich kann nur sagen, einer der süßesten Filme der letzten Zeit oder überhaupt seit langer Zeit. Wer auf so süße Komödien wie „Marmaduke“ steht und solche Filme gut finde, wer Filme mag wie „Cats & Dogs“ wird diesen Film hier auch gut finden. Nicht dass die Pinguine reden können, überhaupt nicht, aber so ein paar Szenen lassen darauf schließen dass die Pinguine sehr wohl verstehen was der Hauptdarsteller Jim Carrey im Film zu Ihnen sagt.

Anfangs war der Film wie es sie schon gegeben hat. Ein vielbeschäftigter Vater reist lieber in der Welt herum, anstatt seinem Sohn beim Wachsen zuzusehen. Der Sohn wird erwachsen und hat selber Kinder. Er reist nicht in der Welt herum, dafür hat er wenig Zeit für seine Kinder, weil er lieber als Werbemanager arbeitet, Geld verdient und ein Luxusleben führt, anstatt sich um seine Kinder zu kümmern.

Leider kann man diese ganze Vorgeschichte nicht sehen, man muss sich dass ganze dazu denken. Leider. Aber anhand der Story dass Jim Carrey im Film geschieden ist von seiner AMANDA, kann man während des Filmes darauf schließen dass er wenig Zeit hatte für seine Kinder.

Was ich im Film nie verstand, der Hauptdarsteller heißt TOM POPPER und wird auch von seinen Kindern POPPER gerufen, ja das verstand ich gar nicht, ich dachte übrigens dauernd ans Poppen. Tja so ein Name, was der alles für Assoziationen weckt.

Jedenfalls ist das Ganze eine Idee die es in den 1930 er Jahren schon gab. Ein Kinderbuch war die Vorlage übrigens. Gedreht wurde in New York, wo sonst, da spielt sich der Film auch ab.

Was mich doch etwas verwundert hat, wieso nahm man nicht Ben Stiller der sich ja für die Rolle vorbereitet hat sondern Jim Carrey? Und wieso Mark Waters und nicht Noah Baumbach als Regisseur. Mark hat „Hals über Kopf“ gemacht, und Noah den Film „Der Tintenfisch und der Wal“. Nun ich glaube es war aber eine gute Wahl.

Owen Wilson wäre ursprünglich auch dabei gewesen, aber macht nichts, Jim Carrey hat alle ausgestochen auch Jack Black.

Die Pinguine sind übrigens echt nicht immer aber meistens, einiges wurde mit dem Computer gemacht, was sonst, überhaupt die Szenen wo Pinguine auf Menschen hören, wo sie auf Bällen balancieren, fast menschlich reagieren ja das war dann immer der Computer.

Anfangs sieht man ja TOM in seiner Arbeit, er ist ja einer der besten Immobilienmakler und seine 3 alten Kollegen die eh bald sterben, so nennt er sie hin und wieder, wollen ihn zwar aufnehmen in das Milliarden Imperium aber zuvor muss er die Grüne Taverne noch bekommen die es im Central Park gibt, ein Restaurant seit 150 Jahren oder so, mit den namhaftesten New Yorkern überhaupt, und sonstigen Stars.

Die Chefin dort, Angela Lansbury spielt sie, will nicht verkaufen, auch nicht für kolportierte 100 Millionen US $. Doch TOM der auch das älteste Hochhaus in New York bekommen hat, durch seine gute Überredungstaktik und Menschenkenntnis, will sich hier nicht abwimmeln lassen, umsonst ist er ja kein Workaholic.

Was bei Carrey immer gut ist, er kann die verschiedensten Typen sehr glaubhaft darstellen, bis auf ernste Rollen, wo er z.B. einen eisharten Geschäftsmann spielen soll, zu sehr merkt man dass es unglaubhaft ist, wenn man sich auf seine Rolle konzentriert, zu wenig Method Acting, aber immer merkt man, er hat Spaß daran, er spielt die Rollen wie immer mit einer richtigen Leichtigkeit.

Die Szene wo Jim Carrey eine Kiste kriegt mit Eis und glaubt es ist ein gefrorener Pinguin ist ja eigentlich der richtige Anfang vom Film, ab da wird es spannend, und dann kommen noch die anderen hinzu, sein Vater hat ihm ein Erbe hinterlassen. Captain, Loudy, Stinky, Raudy, Schnappo, Patschi, Sweety, 6 Viecher sind es. Und TOM schlagfertig wie er ist, hat sie so benannt wie er Ihre Fähigkeiten einschätzt.

Der Trainer übrigens war Scott Drieschman, eine anerkannter Pinguin-Spezialist der seit 1972 diese Tiere trainiert und früher in Sea World gearbeitet hat.

Der ist auch Berater für Zoos auf der ganzen Welt. Ja ein toller Kerl muss das sein wenn er so Tiere so trainieren kann.

Dieser war dann dafür zuständig dass man die 3. Größte Pinguinart verwendet hat, den 50 - 55 cm großen Eselspinguin, einen von 17 Pinguinarten, der in den Falkland Inseln lebt. Was mir noch abgegangen sind, die leuchtend orangenfarbenen Füße, aber das macht nichts, dass war halt im Film so, da war einiges nicht so klar und gut sichtbar, die Farben waren oft ein bisschen blass so kam mir vor.

Der Trainer hat übrigens während der Dreharbeiten neben den Pinguinen gewohnt, man hat ein Studio dazu gebraucht, 2 - 4 Grad hatte es dort nur, ja war richtig kalt, was auch Carla Gugino, die Ehefrau von TOM spüren musste, ja der war auch oft kalt.

Der Dreh war oft nicht einfach weil man ja mit Computer Tieren gearbeitet hat teilweise, da müssen die Schauspieler einfach so in die Luft sehen dafür mit den echten Tieren da war es einfacher. Jim war sofort integriert der konnte irgendwie mit den Tieren umgehen was ja auch klar ist, bei ihm hängt ja „Ace Ventura“ noch nach.

Die Tricks übrigens kommen von 2 Profis, dem in Hollywood bekannten VFX-Produzent Blondel Aidoo, der schon einige Filme machte, und VFX Supervisor Richard Hollander der auch schon mit Tieren filmte.

Das Kinderbuch übrigens hat Richard und Florence Atwater so um 1938 geschrieben. Übrigens, der Produzent John Davis hat 2004 den Film „Garfield“ gemacht, Also er war der Geldgeber.

Nun von der Handlung her war der Film einfach, und oft war er ärgerlich, denn als TOM in seiner 300 m² Wohnung wo er keine Haustiere haben darf den Hotelportier besticht mit viel Geld, da wundere ich mich doch wieso da keiner etwas merkt, außer einem Nachbarn, und als er die ganze Wohnung unter Eis setzte, war seine Exfrau und seine Kinder begeistert, aber keiner fragt wie das funktioniert. Kein Wasser sickert wo ein, und nichts ist undicht, kein Rohrbruch kein Brand, ja dass ist eigenartig.

Jim im Film hatte es leicht weil er ein Faible für Slapstick hat, und das merkt man an seinen Bewegungen, im Film laufen auch einige Alte Charlie Chaplin Filme die den Pinguinen sehr gut gefallen. Was den Film dann echt gut machte, die Pinguine schaffen dass was TOM nicht geschafft hat, nämlich sein Familienleben in Ordnung bringen, den Kontakt mit seinen Kindern stärken auch mit seiner pubertierenden eigenartigen Tochter.

Was im Film fehlt ist eine Handlung von Nebenfiguren, der Freund von der Exfrau Amanda, der hat fast keinen Auftritt und als er dann da sein sollte ist er weg, die Wohnung hält im Film alles aus, die Familie wundert sich gar nicht, irgendwie Leben alle in einem Traum, und ich frage mich woher TOM so viel Geld her nimmt.

Die anspruchsvolle Handlung war als er Miteigentümer seiner 3 Senior Partner werden soll, wenn er es schafft Mrs. Van Grundy zu überzeugen Ihr Lokal herzugeben damit die 3 Opas auf dem Anwesen ein Hochhaus bauen können.

Am süßesten glaube ich fand ich PIPPI, die Sekretärin die alles für TOM machen muss, von Terminen bis Mitdenken über trösten und sich ums Privatleben von TOM kümmern, Also einfach eine tolle Sekretärin, so was wie Pepper bei „Iron Man“ nur nicht so hübsch.

Die Tochter von TOM spielt die 14 Jährige Madeline Carroll die schon im Film „Der Kindergarten Daddy“ dabei war.

Ich finde der Film ist eine grundsolide Unterhaltung über die man nicht nachdenken soll, er hat einige Logiklöcher und einige Dinge gehen nicht, überhaupt als die Pinguine flüchten und ins Guggenheim Museum latschen um TOM zu besuchen, aber sonst ist der Film eine gute Unterhaltung, einfach Hirn abschalten und die Vögel süß finden, dass habe ich auch gemacht und einen schönen Filmabend verlebt.

Wer mir im Film gefallen hat ist Angela Lansbury, die spielt die Rolle recht gut als Alte Vettel die Ihr Haus nicht verkaufen kann und gibt dem Film so die gewisse Note die noch gefehlt hat, leider taucht sie selten auf.

Auf alle Fälle 89 von 100Punkten.
 


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27.05.2017 15:51:45
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