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Filmkritik: Asterix bei den Olympischen Spielen

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Asterix bei den Olympischen Spielen (tuvok, 25.05.2008)

Beiträge

tuvok
25.5.2008 11:53
Filmkritik: Asterix bei den Olympischen Spielen

Die kleine Handlung:

ASTÉRIX (Clovis Cornillac) und OBÉLIX (Gérard Depardieu) müssen sich dieses Mal als Sportskanonen beweisen, denn sie wollen den unglücklich verliebten ROMANTIX (Stéphane Rousseau), der ist ja aus Ihrem Dorf, der lästige Typ der dauernd irgendwas schönes sieht, und allen am Nerv geht, zum Sieg bei den griechischen Wettkämpfen führen. Die will er ja gewinnen, alles nur wegen einer Frau. Nur der Sieger darf um die Hand der schönen Prinzessin IRINA (Vanessa Hessler) anhalten. Die Frau sieht wirklich gut aus aber leider ist sie nur im Film so hübsch. Doch für den Römer BRUTUS (Benoit Poelvoorde) der dauernd seinen Vater ermorden will, steht weit mehr auf dem Spiel als eine künftige Ehefrau - Papa CAESAR (Alain Delon) und ganz Rom erwarten den Sieg. Aber leider ist BRUTUS ne Niete.

Ja ein paar Aspekte von mir:

Nun gleich zu Beginn, der Teil war besser als der vorige, Gerard Depardieu als Obelix passt nett aber mehr nicht, seine Hose sieht unnatürlich aus, die Wampe die er vortäuscht mit der Hose die bis auf die Brust gezogen ist, ist komplett falsch, denn in den Comics ist es eine Leggins ähnliche Hose, nicht so eine mit so einer großen Wulst, das habe ich schon damals beanstandet und mir gedacht, aber geändert haben die das noch nicht. Der Flügelhut von Asterix ist nicht zum Einsatz gekommen wie in den Comics und ich habe mir gedacht, dass Idefix in den Comics anders aussieht, eckiger, wie ein Roboterhund, und in dem Film sah er viel zu realistisch aus. Anders eben, weicher, klumpiger, und runder.

Der Riesengroße Boxer im Film gegen den Obelix bei den Spielen kämpft, ist der Schauspieler der in „Troja“ den Boagrius dargestellt gegen den Brad Pitt anfangs kämpft, über ihn gibt es ne Menge Infos, da kann man sich so richtig auslassen, und ja, im Film spielt er einen Trottel Riesenhaften Boxer Ringer oder sonst was, keine Ahnung und er passt nicht so gut wie ich ihn mir vorstelle.

Nathan Jones:

Nathan Jones wurde 1989 für 8 maligen bewaffneten Raubüberfalls zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt, was bei Leuten in Hollywood sowieso schon Gang und Gebe ist, welche er nur teilweise verbüßen musste. Wahrscheinlich war er für den Knast zu groß und zu gefährlich. Er verbrachte daher mehrere Jahre im Hochsicherheitsgefängnis in Boggo Road Gaol (Australien), wo er nicht ausgebrochen ist, wo er für seine Körperkraft und Aggressivität berüchtigt wurde. Na ja ein Wrestler eben. Während seiner Zeit im Gefängnis begann Nathan Jones mit dem Powerlifting, was ich damals gemacht habe und bei 20 Kg abbrechen musste, und nahm nach seiner Entlassung als Australia`s Strongest Man 1995 an Strongman-Wettbewerben der World Strength Championship und World Musclepower Championship in Schottland teil , wo Magnus Samuelsson ihn bei einem spektakulären Armdrückwettkampf den Arm brach. Wenn man sich die Wucht mal vorstellt die so ein Armdrücken alles kann also gegen den würde ich sicher auch gewinnen mit nem Traktor. Ein Jahr später trafen wieder Nathan Jones und Magnus Samuelsson beim Worlds Strongest Man aufeinander, welcher Jones mit dem 3.Platz beendete. Aufgrund seiner extremen Körpermaße von 2,08m und 155Kg wurde Nathan Jones auf der Strong Man Tour als „MegaMan“ betitelt. Und meine Freundin findet ihn nicht so cool wie ich.

Weiter zu den Infos, garniert mit einem Schuß Meinungen Negativem, und Positivem:

Vier Spitzensportler der Gegenwart, der deutsche mehrfache Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, der französische Fußballwelt- und Europameister Zinedine Zidane, die französische Tennisspielerin Amélie Mauresmo und der französische Basketballspieler und zweimalige NBA-Meister Tony Parker feiern im Film ihr Schauspiel-Debüt: Schumacher als germanischer Wagenrennen-Teilnehmer Schumix. Was leider nicht so ganz lustig ist, alleine schon das Gesicht von Schumi, meine Güte, wenn der nicht so eine geile Frau hätte, würde ich niemals den Sender auswählen wenn er ein Interview gibt, denn er ist eh fast nicht alleine, der kleine Schumi, und wenn ich an sein 20 Millionen Anwesen denke, meine Güte, was der für ne Kohle hat.

Dann denke ich nach und, ja O.K. meine Alte, die Liebesgeschichte gibt es im Comic nicht, die Verschwörung gibt es nicht mit Brutus, und auch Cäsar greift nicht ein, wieso machen die so was? Als Asterix Fan könnte man noch sagen ja diese Info hier ist wichtig:

Dort ist der Grund der Teilnahme für die Gallier ein „offizieller Besuch“ eines römischen Zenturio im gallischen Dorf mit der vorgetragenen Bitte, sich dem Olympia-Training seines Athleten Musculus fernzuhalten, weil die Gallier diesen durch ihre Schnelligkeit und Stärke verunsichern. Dieser Sachverhalt inspiriert die Gallier im Comic jedoch erst zur Teilnahme an den olympischen Spielen. Der sehr früh verunsicherte Athlet Musculus ist im Comic wie im Film eine zentrale Figur. Im Comic verunsichern Asterix und Obelix später vorübergehend alle anderen Athleten einschließlich der Griechen durch ihre übermenschlichen Leistungen. Auch hier ist Doping ein zentrales Thema: der Zaubertrank wird den Galliern verboten und die Römer werden in beiden Versionen des Dopings mittels gestohlenem Zaubertranks überführt - im Comic allerdings nur einmal am Ende.

Aber leider sind die Comics meistens anders als der Film, leider. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an Pasunmotdeplus, den Michael Bully Herbig darstellt, den Sklaven von Brutus, ja dem lässt er die Zunge rausschneiden, aber er singt dann O Sole mio, der Bully und man sieht seine Zunge, und neulich auf Pro 7 hat er auch eine Zunge und kann sprechen, ja so was nenne ich Belügen der Kinogeher. Dann erwähnt Cäsar was von den 7 Plagen in Ägypten obwohl es 10 sind, ja kleine Fehler, egal, meine Freundin bemerkt so was immer.

Für Leute die gerne lachen, ich mag Analwitze, aber irgendwie ist der Film da etwas langweilig und ich finde da gehört ne Menge besser gemacht, vielleicht weil es eine europäische Produktion ist und die Franzmänner nicht wissen wie man einen Film dreht. Was mich an dem Film ärgert, Clovis Cornillac der Asterix spielt, wieso ist der so wie ein französischer Steven Seagal? Er hat wenig Gesichtsausdrücke, von Method Acting überhaupt zu schweigen, von Spannung in seinen Aussagen und Hintergrund in seinem Blick ja das sucht man vergeblich, die Story vom Film ist O.K., aber wieso spielt er so als wäre er ein türkischer Heuschnupfen Bäcker der zu lange alleine im Mehltrog gelegen ist und sich mit den Maden angefreundet hat?

Beim Film „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ auch ein Trottelfilm ist ja Christian Clavier der Asterix gewesen der war auch nicht ne Leuchte, aber viel besser als der Typ Clovis hier, der mich an verrottete Batterien im Altpapier erinnert. Was gut ist an dem Film, ja man versucht den Film aussehen zu lassen wie ein Comic, aber das war es auch schon, leider ist das hier nicht gut gegangen.

Die CGI Effekte im Film, die Akropolis, ja dass sieht alles furchtbar gut aus, und Alain Delon überzeugt als Cäsar, hat zu wenige Auftritte und ich mag ihn einfach, aber die anderen? Meine Güte die kann man vergessen, und ich hoffe dass niemals Schuhmacher und Zidane im Film als Schauspieler auftreten, denn dann zünde ich einen Kinosaal an.

Was ich auch nicht gut fand, einen 115 Minuten langen Film als Slapstick Film zu drehen wo mehrere Dinge aus anderen Asterix Comic Bänden einfach miteinander verwoben werden, ja viele Köche verderben den Brei, und wenn ich darüber nachdenke wie sehr ich gelacht habe ja am Anfang und am Ende, ja in der Mitte, das war es, mehr nicht und dann war der Film zwar von der Länge O.K, aber Komödie ne hat es leider nicht so sehr gegeben in dem Film.

Dann in dem Film kommen Wikinger vor, die werden nicht überfallen, wie in den Comics, dann kommt der Satz – Die spinnen die Römer – kein einziges Mal vor, schon arg was? Und ja was noch arg ist Obelix haut viel drauf die Römer oder andere fliegen weit in die Höhe, was echt gut ist, leider ist dass das einzige was mir von dem fetten Gerard Depardieu in Erinnerung blieb. Dann hat er sich nicht um den Zaubertrank gestritten, was in den Comics immer der Fall ist, und David Beckham als Gastauftritt ne Danke. Und Cäsar redet von sich in der 3. Person statt in der 1. Wieso, ist das lustig? Ne.

Was mir gut gefiel ist Schumis Boxenstop im Film ja das war gut, die Idee auch echt super, aber sein Auftritt generell ne danke. Aber das hatten wir ja schon. Was man noch über den Film sagen könnte wenn man kritisch ist. Um sportlichen Ehrgeiz und historische Akkuratesse geht es dem Regiepaar Frédéric Forestier und Thomas Langmann nicht, und auch nicht darum, die Handlung ihrer Vorlage irgendwie sinnvoll in Realfilm zu übertragen; die Konfrontation der Gallier mit Brutus und seinen Mannen bietet den Rahmen für eine Nummernrevue der Spezialeffekte, für Slapstick mit den Mitteln des Zaubertranks und einigermaßen zotigen Humor. Vom immer auch intellektuell anspruchsvollen Witz des Originals ist im Film nichts zu spüren. Die Schauspieler chargieren gelangweilt, und selbst Gérard Depardieu, der zum dritten Mal die Körperfülle von Obelix angelegt bekommt, zappelt und albert nur: Da ist keine Spur von der Würde, die seiner Figur in den Zeichnungen auch innewohnt.

Obwohl aber der Film durchaus seine Daseinsberechtigung hat, nicht nur als Fortsetzung sondern einfach weil er nett ist und gute Ideen hat, die Idee von Brutus, oder sein Hyperaktives Gehabe finde ich nett, aber Jungs vom Drehbuch, da fehlt einfach noch mehr Witz.

Vielleicht auch noch interessant ist: Bisher haben die Realverfilmungen um die berühmten Comichelden Astérix und Obélix über 40 Millionen Besucher (!) in 25 europäischen Ländern angelockt, davon allein in Deutschland über 5 Millionen und in Frankreich 23 Millionen wobei interessanterweise die Deutschen lieber ‚Asterix & Obelix gegen Caesar (1999) mochten und die Franzosen deutlich ‚Astérix & Obelix: Mission Kleopatra (2001) favorisierten. Ob der neue Astérix-Film allerdings die von Alain Chabats Film gesetzte Topmarke in Frankreich von 14.3 Millionen verkaufter Tickets erreichen wird darf bezweifelt werden, da trotz immensem finanziellen (78 Millionen Euro ! Fast 30 Millionen mehr als 2001), tricktechnischen und Ausstattungssaufwand der Film hinter den Erwartungen zurück bleibt. Da nutzt auch der ungeheure Werbeetat (Ausgaben von 20 Millionen Euro!), der für diese Comicverfilmung spendiert wurde, nichts.

Hier noch mal die Besetzungsliste vom Film:

Gérard Depardieu ... Obélix
Clovis Cornillac ... Astérix
Benoît Poelvoorde ... Brutus
Alain Delon ... Jules Cesar (Julius Caesar)
Vanessa Hessler ... Princesse Irina
Franck Dubosc ... Assurancetourix
José Garcia ... Couverdepus
Stéphane Rousseau ... Alafolix
Jean-Pierre Cassel ... Panoramix
Elie Semoun ... Beta
Alexandre Astier ... Mordicus
Elric Thomas ... Abraracourcix (as Éric Thomas)
Dorothée Jemma ... Bonemine
Sim ... Agecanonix
Adriana Karembeu ... Mme Agecanonix

Ja meine Meinung ist einfach, nur 50 von 100
 


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