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Filmkritik: Unsere Erde

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Unsere Erde (tuvok, 22.04.2008)

Beiträge

tuvok
22.4.2008 16:10
Filmkritik: Unsere Erde

Ja eh alles über den Film:

Was soll man über einen 90 Minuten Film schreiben der in 62 Ländern gedreht wurde, auf 200 Drehorten, 5 Jahre lange, der Bilder hat die ich noch nie sah so schön und so klar, der viele Dokus hinter sich lässt, der von der Serie, Planet Erde viele Sachen hat, so ne Filmversion im Kino der 11 Teiligen Naturserie die es auf DVD gibt und die wohl jeder Filmliebhaber hat, allerdings die Englische Version weil die Deutsche pro Folge um 4 – 6 Minuten kürzer ist.

Was soll man schreiben über einen Film der mit einem herzigen Knut ähnlichem Eisbär beginnt und mit dem auch fast endet, mit Bilder von Salto Angel Wasserfall und vom Iguazu Wasserfall aufwartet in brillanter Bildqualität, der auf die Probleme des Klimawandels hinweist, der nicht mehr aufzuhalten ist, da ja auch USA, China und Indien aufs Kyoto Protokoll scheißen.

Wie kann man einen Film bewerten der einfach gigantisch gedreht wurde, aber wo halt Filmspannung fehlt, wo ca. 20 Szenen vorkommen in 20 Kurzgeschichten oder so, der von Papua Neuguinea Paradiesvögel zeigt wie die Arktis und die ist die Heimat von einem Drittel der Bäume der Welt.

Wildtiere in guter Qualität im Kino, ohne menschlicher Zivilisation, ohne Menschen generell, ein mutiges Stück. Was passiert wenn sich die Jahreszeiten abwechseln, wenn es Pflanzen und Tieren nicht gut geht und die Reise fängt an, 1.200 Km südlich der Arktis. 1.600 Km südlich der Arktis, also des Nordpols fängt die Tundra an, und wenn da der Klimawandel Besuch abhält, ja Millionen Tonnen von Methan lauern da im Boden und warten in den Himmel zu schießen um die Welt zu erwärmen.

Meine bessere Hälfte war genauso begeistert wie die Erwachsenen, und 2 Szenen kamen vor wo Tiere starben, einmal als ein Gepard ne Impala Gazelle totbiß und einmal als ein Verirrtes Elefantenbaby dem Verdursten entgegenging. Na ja für 6 Jährige nicht so gut. Die Originalversion dauert 6 Minuten länger als im Kino. Viel wurde geschnitten, Natur usw.

Wenn man sich vorstellt es gibt Jungfernkraniche und die müssen den Himalaya überfliegen auf dem Weg nach Indien durch die Turbulenzen und dass in 8.500 Meter Höhe, sonst ist es dort in Tibet zu kalt, wie halten die dass aus ohne Sauerstoffmaske? Oder Elefanten die 100 e KM ins Okawango Delta latschen um dort Wasser zu finden und mit Löwen an einer Wasserstelle saufen.

Die dann einen Elefanten angreifen, 30 Stück im Rudele. Von der Gattung der Barsche gibt es den Fächerfisch, den sieht man am Weg zur Nahrung, wie einen Schwarm von Tausenden Vögeln und einer Buckelwalmutter die mit Ihrem Kind zu den Krillgründen im Südpolarmeer schwimmt. Nach den Adeliepinguinen im Südpolarkreis geht es zurück zum Nordpolarkreis, wo ein Eisbärmännchen eine Walrossherde angreift und schließlich an Entkräftung stirbt.

Und was hören wir am Ende? Der Film endet mit dem Appell, Maßnahmen gegen die Globale Erwärmung zu ergreifen, da Forscher schon jetzt ein Aussterben der wilden Eisbärenpopulationen für das Jahr 2030 befürchten und ein Anstieg der Ozeantemperaturen zum Aussterben des Krills führt.

40 Kamerateams, 30 Millionen Euro, 1.000 Filmstunden in 5 Jahren, einfach irre. Und was hat der Film gewonnen? Nur wenig.

2008: Bogey Award für über 1000 Besucher pro Kopie am Startwochenende
2008: Goldene Leinwand für über 3.000.000 Kinobesucher in Deutschland (Stand: 3. April 2008)

Also ein perfekter Film für die ganze Familie von 6 – 100

92 von 100
 


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24.02.2017 20:51:54
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