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Filmkritik: Michael Clayton

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Michael Clayton (tuvok, 25.03.2008)

Beiträge

tuvok
25.3.2008 19:47
Filmkritik: Michael Clayton

Nun es ist gar nicht so einfach einen 119 Minuten Film zu machen der ein ähnliches Thema hat wie „Erin Brockovich“ aber etwas anspruchsvoller ist, etwas komplizierter, mehr nachzudenken ist, und der dann doch sehr gute Erfolge an der Kassa erzielt hat, bei dem Publikum dass intelligent ist.

Lange Erklärung was. Nun die Story ist ja nicht so neu, dachte ich, aber die ganzen Wendungen, dass Zusammenführen von den Erzählsträngen, die Komplexen Handlungsweisen der Darsteller, ja dass hat schon was für sich, denn der Film fängt furchtbar langweilig an, ein komischer Typ redet im Hintergrund der sich dann als Arthur entpuppt, eine wichtige Persönlichkeit im Film und dann ergibt sich doch alles ganz anders.

Und ich muß sagen, mir hat der Film letztendlich doch gut gefallen und ich musste sogar vor Freude klatschen aber zu viel verraten kann man ja nicht da dass Drehbuch nicht so überladen ist, nicht so kompliziert ist wie man dann doch glaubt, und wenn man ein bißchen davon erzählt muß man den Film in Kurzfassung halten.

Ab ungefähr der Mitte habe ich das Gefühl gehabt, dass dann doch ein bißchen Hollywood Popcorn Kino durchkommt, was jetzt nicht heißt „Lethal Weapon“ sondern eher so was wie Tom Cruise in „Collateral“ also alles ruhig und einfach gefilmt und doch eine wuchtige Handlung.

2 Mörder sah man im Film, Profi Auftragskiller die nicht so kompliziert blöd und übertrieben Actionlastig reagieren wie in den meisten Filmen sondern wirklich hochprofessionell agieren und einen Menschen sehr professionell kalt machen wo ich mir denke, He Vorsicht, denn es könnte Nachahmer geben.

Irgendwie kommt mir das ähnlich vor wie in „Die 3 Tage des Kondor“. Nun ich kann mich nicht so gut an den Film erinnern, aber mir kommt irgendwie eine Ähnlichkeit vor, oder irre ich mich da.

Nun die Handlung vom Film ist ja nicht gerade einfach aber dich erzähle mal kurz:

Also MICHAEL CLAYTON (George Clooney) ist mal ein Anwalt gewesen. Ein sehr guter. Seine Aufgabe als sogenannter Ausputzer ist es komplizierte Dinge zu regeln. Die sich in seiner New Yorker Anwaltskanzlei Kenner, Bach & Ledeen abspielen. Legal oder Illegal, ist egal, denn die Kunden haben viel Geld. Er war mal verheiratet, hat viele Schulden, 75.000 US $ fehlen ihm, sein 2. Standbein ein Restaurant ist in die Pleite gegangen, er wollte sich mal absetzen, er ist 45 Jahre alt, obwohl da meiner Meinung nach ein Rechenfehler im Film vorkam, denn 1959 ist er geboren und der Film spielt 2007.

Er hat einen Bruder der spielsüchtig ist, den mag er aber nicht, und er will auch nicht dass sein kleiner Sohn Kontakt mit ihm hat, schließlich war er und ist ein Gauner. Er ist intelligent, hat wenig Sex, und hat dauernd Streß und lebt mit seinem Handy statt mit einer Frau.

Dann gibt es da noch KAREN CROWDER (Tilda Swinton) die mich die ganze Zeit an eine Schauspielerin erinnert, aber ich konnte das Gesicht keinem Namen zu ordnen und beim Abspann lese ich Tilda, da wird mir klar, sie ist die böse Königin vom Narnia Film gewesen. Und ich finde sie passt auch sehr gut für diese Rolle, denn sie hat irgendwie so eine krude, einfache hinterhältige Geschäftstüchtige Geldgierige Art.

Sie arbeitet für U/North, 75.000 Mitarbeiter in 60 Ländern der Welt. Sie als Juristin ist in dem Agrarunternehmen seit kurzem aufgestiegen. Nur hat sie jetzt ein Problem, bei dem das Unternehmen durch eine Sammelklage auf drei Milliarden US-Dollar Schmerzensgeld verklagt wird. Na ja die haben angeblich Mittel verteilt, ein Herbizid, dass eine karzinogene Wirkung hat. Und 485 Gläubige gibt es schon.

Die Firme wird vertreten von der Firma wo MICHAEL arbeitet, und zwar von ARTHUR EDEN (Tom Wilkinson) der ein kleiner Mitarbeiter ist. Und der hat einen Nervenzusammenbruch gehabt. Nur eines Tages will er die Erfolgschancen mindern als wollte ARTHUR dass die Firma aufläuft.

Er zieht sich bei der Anhörung einfach nackt aus. CLAYTON wird von dem Partner der Kanzlei MARTY BACH mit der Schadensbegrenzung beauftragt, der ist jedenfalls auch ein Freund und Mentor noch dazu. 6 Jahre hat ARTHUR an dem Fall gearbeitet und er galt als bester. Doch die Fronten ändern sich denn ihm sind brisante Dokumente der Firmenleitung U/North in die Hände gefallen, wo er aber beginnt an seiner Verteidigung zu zweifeln. Er kontaktiert die Geschädigte ANNA und wechselt die Seiten zu den Betroffenen.

U/North erkennt das Risiko, das ARTHUR darstellt, lässt ihn umbringen und seinen Tod dabei wie einen Selbstmord aussehen. Und jetzt kommt MICHAEL in Spiel und nun lastet alles an ihm. Da geht es dann doch ab, aber nicht Actionmässig sondern anspruchsvoll.

Ja ich finde die Story ist ja nicht übel, könnte spannender sein, aber jedenfalls hat der Film viele Preise eingeheimst. Aus den 25 Mille Budget wurden weltweit 86 Millionen US $. 6 Oscarnominierungen, Tilda wurde die beste Nebendarstellerin. 1 Oscar blieb dann doch. Was mir an Tilda gefallen hat, sei scheint ein Scheißweib zu sein, wie viele Karrierefrauen aber sie versteckt Ihre Unsicherheit und Ihre Probleme sehr gut hinter Designer Klamotten und ziemlich viel Wissen. Das gefällt mir an der Schauspielerin, denn man sieht Ihre inneren Kämpfe, man merkt wie sie Probleme hat aufzutreten, einfach so als wäre sie ein einfacher Mensch.

Und sie hat den Oscar verdient. Der Rest, ja der braucht sich auch nicht hinter 7 Siegeln zu verstecken, denn man merkt alle spielen sehr gut. Wenn man sich den Film ansieht, könnte man glauben, der Regisseur will Spannung vermitteln, ne er will die Reaktionen der Darsteller vermitteln auf gewisse Probleme und Ereignisse und das kostet der Regisseur so schön langsam aus und auch Sidney Pollack der mitspielt hat eigentlich als Nebendarsteller eine sehr gute Rolle hingelegt.

Der Regisseur hat ja damals auch das Drehbuch für „Im Auftrag des Teufels“ geschrieben und da hat er Blut geleckt. Große Unternehmen sollen ruhig auflaufen und zahlen, einfach super, so sollte es immer sein. Kein Wunder also, dass sich neben Schauspielern wie George Clooney, Tilda Swinton und Sidney Pollack auch Größen wie Steven Soderbergh und Anthony Minghella als Produzenten dazu bereit fanden, Gilroy zu unterstützen.

Was schade ist, Storytechnisch hat der Film wenig zu bieten und der Einsteig ist nicht einfach, zu viel Gerede, gab es anfangs, und auch vieles wegen Arthur ist mir nicht klar geworden, aber sonst von allem andern ist der Film sehr gut und hat mir letztendlich doch recht gut gefallen und wenn man ne Frau mit hat die auf George Clooney steht, uff, dass ist schlimm.

88 von 100
 


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23.10.2017 20:42:56
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