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Filmkritik: John Rambo

Diskussionsverlauf

Filmkritik: John Rambo (tuvok, 23.02.2008)

Beiträge

tuvok
23.2.2008 23:52
Filmkritik: John Rambo

Das Negative zu Beginn:

Endlich, wie lange habe ich gewartet. Doch zuerst das Negative an dem Film, Ehrlich wie ich bin muß ich sagen, es gibt sehr viel Blödsinn in dem Film.

Also fangen wir an. Man sieht keine richtige Vorgeschichte. Ich frage mich immer noch, was macht ein Typ, der nicht aufs Klo zu gehen scheint, Königskobras in Thailand sammelt für irgendwelche zwielichtige trottelige Schlangenshows mit schlechten Schauspielern eigentlich mitten im Dschungel? Er ist doch seit Teil 3 in Russland oder sonst wo da oben bei denen gewesen. Wie kam er da her?

Wieso ist er hier? Wieso erfahren wir dass er einen Vater in Colorado hat den er anscheinend nicht besucht hat? Wieso sieht man SW Rückblenden aus Teil 1 + 2 und nicht aus Teil 3? Wieso sieht man keine neuen Rückblenden? Mit Computer könnte man doch sein Gesicht leicht verjüngen oder? Die Ersten 3 Teile, ich erinnere mich noch, hatten was Comichaftes, was heldenhaftes, dass hat er hier entfernt, zugunsten der Realität und der Abschlachtungen, und der kürzeren Handlung, mit weniger Story als Teil 1 – 3 zusammen, dass fand ich nicht so gut, auch die stereotypische Darstellung der Bösewichte war schon extrem. Z.B. Fast gezeigte Massenvergewaltigungen im Camp, oder einfach lauter brutale Schweine sollen die Soldaten sein, keine Charakterunterscheidungen, ne nicht gut.

Wieso sehen die Typen da die zu ihm kommen nicht aus wie Missionare, nicht mal wie Ärzte, eher wie Goldsucher, oder unglaubwürdige Wurst Verkäufer in Bhutan? Wieso hat der Film keine Romantik? Wieso wird hier nicht geküsst, geknutscht, gefressen, gekotzt? Wieso sind da 7 Söldner an Board, wo man keine Vorgeschichte der Einzelnen Leute weiß? Wieso ist der eine Glatzköpfige Söldner so ein Mieses Rede Schwein, also er redet dauernd Blödsinn, kam mir vor wie ein Politiker. Meiner Meinung nach war der Film zu kurz, eine Vorgeschichte hat gefehlt, was er da eben macht, was über die Gegend, die Leute usw. Wäre eigentlich dass ganze ein guter Stoff für 2 Stunden gewesen. Ich hätte mehr von der schönen Landschaft gerne gesehen.

Wieso wird im Film bei der Story der Missionare die Burma retten wollen nicht von GOTT mehr geredet? Wieso ist der Pastor der Gemeinde eigentlich nicht so richtig ein Gottesmann? Der engagiert zur Suche und möglichen Rettung der verschwundenen 6 Leute Söldner, dass ist doch echt schräg. Was ist das überhaupt für eine Gemeinde in Colorado? Toll hätte ich es gefunden wenn man mehr über sein Leben und seine Vergangenheit erfahren würde, wieso er sich so schnell entschieden hat dann doch da mitzumachen fand ich viel zu schnell, wahrscheinlich dass er eben schnell zum Töten kommt, damit der Blutverwöhnte Gorefan im Kino mit 13 Jahren endlich was zum abwichsen hat mit seinen Freunden.

Wieso wird John nie richtig verletzt? Wieso war das Camp so dargestellt als Böses Höllenloch? So dreckig, kein Koch und kein Installateur wird gezeigt, keiner hat ein Handy oder nen Telegraph um Hilfe zu rufen, 100 Leute soll das Camp haben, wieso gerade 100? Wieso nicht 138?. Aber am meisten störte mich eben der fehlende Witze, die fehlende Vorgeschichte, und die coolen Moves aus Teil 1 – 3 mit seinem Bogen, der hier nur ganze 5 x zum Einsatz kommt. Leider. Was ich auch schade fand, ist dass die Dialoge so kurz gebunden waren, so einfach gestrickt sind, mir kam dass vor wie einfach ein Grunzen. Der Mann grunzt wenn er was will und in Burma sind alle Neandertaler. Aber ja, dass Publikum will mit seinem Liebling den er 25 Jahre kennt möglichst coole brutale Action sehen, aber ist die kurze Darstellungsweise wirklich nötig? Wieso wurde der Film nicht früher gemacht? Wieso ist seit 1988 wo der 3. Teil zu sehen war, nicht schon längst einer nachgekommen? Wieso ist seit 1993 wo er noch Actionfilme machte, er nie wieder so richtig cool aufgetreten? Wieso hat er so viele Flops? Was ist mit dem Geschlechterkampf gegen Arnold Schwarzenegger, wer ist der beste und hat die besseren Muckis, Filme und Einspielergebnisse, hat Sly wirklich Geld nötig dass er den Film macht.

Wieso war er anfangs des Filmes ein stiller zerrissener Kriegsheld, wieso war er dann aber Minuten später einfach nur ein Killer ohne Charakterzeichnung, was hat da Sly vergessen wohl? Schauspielerische Integrität? Dass Team von Rambo ist nichts besonderes, die Typen sind so was wie Gemüseverkäufer mit Pistole im Arsch, und Kirsche in der Hand, oder war dass anders rum? Egal, es fehlt einfach ein bißchen mehr Glaubhaftigkeit und Genauigkeit.

So mal zu den Tötungsszenen, viel zu unspektakulär, da wird mit einer Claymore Mine .. einfach ansehen, gut Idee, aber wenig so gute Ideen sind im Film, dass fand ich echt schade. Dass ganze ist ein Gewaltepos mit wenig Tiefgang würde ich sagen, zu wenig Aber da ist ja noch eine Überschrift.

Das Positive und etwas Infos:

So jetzt das Positive. Ich habe 217 Leichen gezählt, es waren aber 236. So viel wie noch nie zuvor in den anderen 3 Teilen. Er hat angeblich für einen 5. Rambo und einen 7. Rocky Film bereits unterschrieben, der Italienische Hengst. Wieso hat Jerry Goldsmith seinen berühmten Score nicht beisteuern können oder dürfen? Der 1. Film der Rambo Reihe den Sly selber regiert hat. Drehbuch und Hauptdarsteller war er ja auch. Ein Multitalent.

Endlich wieder ein dreckiger 80 Jahre Film, endlich wieder Politisch unkorrekte Tote, endlich wieder unkorrekte Leichen, und Schüsse, endlich Blutspritzer in Nahaufnahme, und ich bin froh die komplett ungeschnittene 91 Minuten Version gesehen zu haben. Mit allen schauerlichen Szenen die eigentlich kurz zu sehen waren, aber eher untergegangen sind. Denn es war sehr viel von Tötungsszenen dabei, aber keine so in richtiger Großaufnahme, sondern eher so von weitem, selten von nahen.

Ich bin begeistert über die coolen Sniperszenen, die finde ich echt gut, realistisch umgesetzt, und endlich nicht so amerikanisch Hollywoodkackemäßig wie in anderen Filmen sonst. Ich mag Rambo sowieso, auch wenn das Buch uralt ist, der 1. Teil ist ja so wie das Buch, alles andere ist Erfindung, und meiner Meinung nach ist Teil 4 der beste nach Teil 1.

Das Buch ist von David Morrell, und bisher war das immer so dass alle Teile etwas vom Buch hatten, dieses Mal war vom seinem Buch gar nichts drinnen. Wer sich noch an Teil 1 erinnern kann, Ted Kotcheff war ja der Regisseur, hier nicht, da war er technischer Berater. Und man kann sagen, man merkt da hat wer die Finger im Spiel, ich weiß nicht ob er es war, der die ganzen technischen Dinge sehr gut geleitet hat.

Man sieht z.b. sehr gut die Waffen, genügend wie man sie braucht, man sie oft viele Dinge in Großaufnahme fast, die wichtig sind, aber nie so dass sie ein Ding sind, dass dazu beiträgt dass die Handlung ein bißchen in die Länge gezogen wird. Sicher ist die Handlung sehr wenig und nicht gerade besonders, aber dass ist egal, wenn ich denke wie oft Burma, wieso eigentlich heißt das Birma?, in den Schlagzeilen war, wegen Übergriffe des Bösen Militärs, da haben schon viele nachgedacht, da unten ein Blutbad anzurichten.

Sehr einfühlsam fand ich die grausame Szene am Anfang, zum Spiel wurden einige Burmesische arme Dorfbewohner abgeschlachtet, vom Regierungsmilitär. Und das war ein guter Einstieg, wenn auch grausam, denn so konnte man sich darauf einstellen, Militär und Burma ist Böse, Rebellen und Burma ist gut. Und dass war sehr einfach, dass hat er auch vermittelt, und zwar nicht so mit Donnerkeule wie in andere Filmen, sondern eher wie so ein leiser richtig gut stinkender Furz in der Straßenbahn der jeden umhaut, und du stehst dann in der Zeitung wegen Rauchgasvergiftung am 3. Weihnachts Einkaufssamstag.

Natürlich ist der Film in Burma verboten, dass Militär ist ja überall, und in Deutschland ist er cut, der Film hat alle Minuten 2,59 Tote, und was gut ist, Sly sagt dass, Burmesen oft beim Schlachtruf seit neuestem haben seinen coolen Filmspruch adaptiert. Lebe für nichts, stirb für Etwas.

Obwohl Sly wenig im Film sagt, finde ich dass gerade gut, er hat wenig Dialoge, er handelt, ein toller Typ eigentlich wie meine Alte findet, nur zu brutal. Er hat für den Film natürlich trainiert, was man sieht, und einige Anabolika hat er auch sicher reingeschmissen in die Venen. Ach ja, von den 50 Mille Kosten wurden weltweit, also wirklich weltweit ca. 60 knapp eingespielt, also 0 Erfolg. Gedreht wurde in Mexiko übrigens.

Würde es nach Produzent Harvey Weinstein gehen, würde er ne Fortsetzung drehen aber der hat ja keine Rechte für den Film. Was mich auch gefreut hat etwas, dass sollte der härteste Film aller Zeiten sein konnte man lesen, so ein Blödsinn der war eh nur ganz normal, Saw 4 ist viel schlimmer oder halt Teil 3, aber der war gar nicht so hart, hat sogar für Leute mit Gewalt Lust was über, wie für Leute die mit Humor ins Kino gehen und jedes Mal aufjaulen wie eine brünstige Hündin wenn Rambo wem killt.

Der Gewaltexzess trotzdem im Film ist nicht übertrieben er hat eine gewisse Härte aber auch eine gewisse Eleganz und ich kann nur sagen, er hat auch eine gewisse Freundlichkeit zum Bild. Ein Film wo man gerne hinschaut, neugierig wird, und sich nicht ekelig abwendet, Gewalt ist hier einfach cool aber nicht übertrieben geil wie in vielen blöden Gangsterfilmen mit Coolio, Ice-T, Ice-Cube, Rapperstorys und sonstiger Dreck.

Wer nicht glaubt dass Burma so ein Höllenloch ist hier mal einige Eckdaten:

Die Streitkräfte von Myanmar, Tatmadaw genannt, umfassen rund 428.000 Soldaten und 72.000 paramilitärische Kräfte wie die Grenztruppen und Spezialpolizeikräfte. Der Verteidigungsetat belief sich 2005 auf 7,1 Milliarden US-Dollar und entsprach 19 Prozent des Bruttoinlandsprodukt des Landes.

Das Heer ist in 13 Regionalkommandos gegliedert und umfasst 30 Infanteriedivisionen, zwei Panzerdivisionen und 10 Artilleriedivisionen. Zu ihrer Ausrüstung zählen rund 130 Kampfpanzer vom Typ T-72, über 300 Kampfpanzer chinesischer Nachbauten des T-54, rund 150 amphibische Panzer vom Typ PT-76 und 140 Radpanzer EE-9 Cascavel. Die Artillerie verfügt über ein Arsenal an verschiedenen älteren Typen von Haubitzen, Geschützen und Mehrfachraketenwerfer aus verschiedenen Produktionsländern. Die Luftverteidigung verwendet ebenfalls ältere Systeme sowjetischer Herkunft, wie etwa SA-6 Gainful und SA-11 Gadfly. Bedeutende moderne Systeme sind die SA-16 Gimlet, SA-18 Grouse und das russische Kurzstrecken-Luftabwehrraketen-System SA-15 Gauntlet (Tor M1).

Der Luftwaffe gehören 15.000 Soldaten an, gegliedert auf acht Luftwaffenstützpunkten und sechs Luftverteidigungssektoren. Sie ist ausgerüstet mit 52 Jagdflugzeugen des chinesischen Typs Chengdu J-7, mehr als 12 Kampfflugzeugen vom Typ MiG-29, 48 NAMC Q-5 (Nanchang A-5) und weiteren Flugzeugen.

Über den Umfang und der aktuellen Ausrüstung der Seestreitkraft gibt es keine aktuellen Daten. Zur Verfügung stehen den offenbar 16.000 Soldaten mindestens drei Korvetten und eine größere Anzahl an Patrouillenbooten und U-Boot-Begleitbooten. Übrigens die Währung da unten ist Kyat, die Inflation groß, 1 Euro ist ca. 9.000 Kyat, wo jeder Kyat 100 Pya ist. Ach ja, von dem 27.000 Km Straßennetz ist 3.200 Km asphaltiert, super für Radfahrer. Zudem fördert Myanmar täglich etwa 12.000 Barrel Erdöl sowie fünf Millionen Kubikmeter Erdgas.

Fazit:

Mir hat der Film extrem gut gefallen. Bei anderen Filmen ist alles CGI, bei Sly ist alles echt, altmodisch, 80 er Jahre mäßig und konventionell aber bevor ich den ultrageilen Film bewerte, hier noch mal die Handlung vom Film.

Handlung die ich ganz vergaß zu erwähnen:

Rambo lebt in Thailand. Bootsfahrer und Schlangensammler und Besorger für Shows. Alls macht er selber. Eines Tages kommt Dr. MICHAEL BURNETT und SARAH MILLER (der Mann ist Missionar einer Christlichen Glaubensgemeinschaft aus Colorado) und bittet ihn um Hilfe. Sie wollen in die Kriegsregion von Burma und Leuten in Dörfern helfen, wie Ärzte ohne Grenzen und bitten ihn sie alle heil den Fluß raufzubringen nach Burma. Er lehnt ab, SARAH überredet ihn, er bietet seine Dienste gratis an.

Er bringt sie hin und fährt wieder zurück, ein bißchen Ärger am Fluß und das war´s . ER kehrt zurück und erfährt von Pastor ARTHUR MARSH, dass seit 10 Tagen jeglicher Kontakt zu den Missionaren abgebrochen ist. Also ab in den Dschungel. Unterstützt von Widerstandskämpfern der Karen, einer Rebellengruppe (Karen nicht KARIN, Die Karen sind ein indigenes Volk Südostasiens und zählen zu den sogenannten Bergvölkern der Region und es gibt 7000 Padaung, dass sind die Typen mit den vielen Halsringen. Hälse bis 40 cm gibt es dort) können sie alle einen LKW erbeuten.

Ach ja, mit 7 Söldner ist er im Dschungel unterwegs und nur einer, der Scharfschütze ist normal, und dessen Hilfe benötigt er noch.

So das war´s , also 93 von 100
 


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