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Filmkritik: Gone Baby Gone

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Gone Baby Gone (tuvok, 18.02.2008)

Beiträge

tuvok
18.2.2008 21:36
Filmkritik: Gone Baby Gone

Die kurze Handlung:

Der Film spielt in den Arbeitervierteln, in den Ghettos, in den Armengegenden, in den Heruntergekommenen Wohnsiedlungen von vielen Arbeitslosen, Säufern, Proleten, der Millionenmetropole Massachusetts, direkt an der Bay, beim Wasser, wo es eine ganz eigentümliche Stimmung gibt, bei der eine schwere Melancholische Lebensweise herrscht, die wie ein Klotz unsichtbares Eisen über der Bevölkerung zu liegen scheint. Jeder ist voll Ärger, teilweise auch voll Haß, keiner dürfte hier den anderen so richtig leiden können, viele akzeptieren sich, viele handeln mit Drogen, viele sind Säufer.

Ein Kind ist vor kurzem verschwunden. Wir schreiben das Jahr 2007. Der Fall beschäftigt die ganze Stadt, wie heut zu Tage der Fall Maddie aus England. Es ist ein Fall, den die privaten Ermittler PATRICK KENZIE (Casey Affleck) und seine über alles geliebte Freundin ANGELA GENNARO (Michelle Monaghan) zunächst nicht übernehmen wollen. Schließlich gibt es genügend Polizisten die sich um den Tathergang kümmern, und da sie gerade vor kurzem die Privatdetektiv Praxis übernommen haben, trauen sie sich so was nicht zu, da Ihr Hauptaufgabengebiet darin besteht, Leute zu finden die nicht zahlen wollen bei einem dem sie Geld schulden.

Es geht im Film um das 4 Jährige Kind AMANDA, das verschwunden ist, das schon seit 3 Tagen vermisst wird. Ihre Mutter (Amy Ryan) ist für die Polizei keine Unbekannte, sie nimmt Crack, Kokain, Heroin, hin und wieder, trinkt Alkohol und hat oft viele Männer als Freund, wodurch sie immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Sie hat eine Wohnung wo auch Ihr arbeitsloser Bruder und seine Frau wohnen. Für PATRICK weisen die Spuren in Richtung eines einschlägig Vorbestraften CHEESE. Ein sehr gefährlicher Mann aus Haiti den er von früher kennt. Leider ist der Fall sehr komplex, mehr als er glaubte und die beiden machen es auch nur weil die Schwägerin von HELENE, der Mutter, der das Kind fehlt sehr überzeugend sie darum gebeten hat. Vielmehr deutet einiges darauf hin, daß der mit den offiziellen Ermittlungen beauftragte Detective REMY BRESSANT (Ed Harris) und dessen Vorgesetzter Captain JACK DOYLE (Morgan Freeman) mehr wissen, als sie gegenüber PATRICK im ersten Moment zugeben.

Alles rund so um den Film was nicht in die Handlungserzählung so passt:

Also es gibt Filme wo Kinder mitspielen, die sind meistens sehr gut, es gibt Filme in denen kein Kind mitspielt, aber es geht um Kinder, die sind meistens ein Dreck, es gibt aber auch Filme, wo es um Kinder geht, die eine Handlung haben die etwas verzwickt ist, die anspruchsvoll sind, wo sogar gute Stars mit spielen, und wo man glaubt, der Film ist 3 x aus, wo aber das Ende so überraschend und spannend ist, wo gleichzeitig der Film traurig ist, der noch dazu sehr realistisch ist und nicht viel gekostet hat, ja man merkt es, es geht um den Film hier, ich mag ihn, einer der besten die ich seit langem gesehen habe.

Das tolle, es war ein Film um 19 Millionen US $, der 20 eingebracht hat, na schau an, ist doch auch selten. Und ich muß sagen, es ist einer der besten Film, aber das sagte ich schon. Na ja ein Film für Frauen halt, aber nicht für welche die ein Kind haben wollen, denn die plärren die ganze Zeit nach de Film, och wie traurig, och wie niedlich, Ach wie schön, Ach wie gut, Ach wie realistisch, und schnäuzen sich dauernd auf deinem T – Shirt aus, Na ja im Kino gibt es keine Küchenrollen Aufhängevorrichtungen, aber macht nichts, meine Holde schnäuzte mein T Shirt voll und ich musste auch fast weinen.

Der Film ist, ja sehr traurig. Der Film ist gut und kompliziert, was nicht so schlimm ist wenn man einen Intelligenzübersetzer neben sich hat, der noch dazu vorne gut gepolstert ist. Na ja einigermaßen hatte ich Schwierigkeiten mit meinem Gedächtnis und mir was zu merken.

Ich war am Ende überzeugt dass war so und so, und es war anders und ja, ich irrte mich, kommt selten vor, maximal bei 80 % der Filme. Ich finde es jedenfalls nicht übel, dass Ben Affleck´s 1. Regiefilm als Majorproduktion gerade die Verfilmung seiner Lieblingsnovelle ist. Die 1970 geborene Helene McReady wie sie im Film heißt ist Broadwaystar. Recht nettes Gesicht, Michelle Monaghan könnte direkt als Miss Irgendwas durchgehen.

Der 1975 geborene Casey Affleck, dessen bester Freund Joaquim Phönix ist hat zwar hier keine Glanzleistung abgegeben, aber den Typen den er spielt, Schwarz Weiß Denken und Naivität ein bißchen inbegriffen hat er gut rüber bekommen. Meiner Meinung hat der Film die Kurve gut rüber bekommen eine Mischung zwischen Intelektuallität und Moralischen Einwänden hinbekommen, denn zwischen beiden Extremen, ja im Film halt gesehen, bewegt sich der Streifen vorwärts.

Was auch interessant ist, da gibt es so Satellite Awards, ja und die waren 2007 und da haben sie die Schauspielerin Amy Ryan als drogensüchtige Mutter für den Preis als beste Nebendarstellerin in einem Drama nominiert. Ist doch toll was? Ryan gewann außerdem den Darstellerpreis des National Board of Review, während die Filmkritikervereinigung Regisseur Ben Affleck mit der Auszeichnung als besten Debütregisseur bedachte. Finde ich toll.

Dennis Lehane hat 1998 den Roman geschrieben, Ben Affleck mag ihn sehr. Ich finde die Rolle die Casey Affleck gespielt hat sehr gut, ich finde seine Darstellung glaubhaft, ich finde auch die Darstellung aller Beteiligten Personen sehr gut. Ich finde natürlich auch Morgan Freeman sehr gut, der ist sowieso ein Spitzenstar. Ich finde er ist natürlich der überzeugendste im ganzen Film. Sehr gut fand ich auch den Detectiv Remy Bressant, den ja Ed Harris gespielt hat, einfach super. Detectiv Nick Poole fand ich etwas unterbesetzt, also der verschwand einfach im Film, den sah man kurz nur.

Bei Captain Jack Doyle den ja Morgan Freeman spielt, wie gesagt sehr glaubwürdig. Aber dass ist bei einem 1937 er Baujahr, 86 Filme spielenden Oscarbesitzer der 59 x für sein Filmschaffen nominiert wurde in seinem Leben ja kein Wunder. Was ich z.B. in dem Film gut fand, ist die gefährliche Szene in einem Wirtshaus. Ich dacht selber, he da geht’s rund, aber man sieht sich das besser selber an. Die Idee dass z.B. einer aus dem Dorf sozusagen den Fall übernimmt, das erinnert mich an unzählige Filme, die sehr gut waren, wo es darum ging, dass ein kleiner im Dorf was großes macht.

Und wenn man sich da in den Film so reinversetzen kann, hat man ein gutes Gefühl. Übrigens auf den gleichen Roman vom gleichen Schriftsteller basiert auch der Spitzen Mega Film „Mystic River“. Was ich z.B. selten in so einer Art Film gesehen habe, ist die Spannungskurve rund um den Gewissenskonflikt des Hauptdarstellers, die genau betrachtet noch ein bißchen mehr ausgebaut gehört hätte, aber dass macht nichts, nobody Film ist perfekt.

Ich finde das meiste Lob sollte Ben Affleck einheimsen, keine Special Effekte oder Bluthascherei, keine wilden unnötigen Schießereien und keine Liebesszenen, bis auf eine kurze, ja dass ist schnörkelloses gutes Kino dass anspruchsvoll unterhaltet. Das Rumgefluche in dem Ghetto war glaubwürdig und nicht übertrieben, die Wahl der Bösewichte leider einseitig und primitiv, und der Gesamteindruck für mich Sehr positiv.

Ein 90 von 100 Punkten Film.
 


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