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Filmkritik: Der Sternwanderer

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Der Sternwanderer (tuvok, 27.10.2007)

Beiträge

tuvok
27.10.2007 23:56
Filmkritik: Der Sternwanderer

Handlung kurz erzählt:

Vor 150 Jahren gab es in England ein Königreich namens Faerie. Oder nicht in England, sondern irgendwo neben der Stadt – The Wall. Die heißt so weil es eine geheimnisvolle Jahrhunderte alte Mauer gibt. Dessen einziger Durchgang wird von einem sehr alten Mann bewacht, aber DUNSTON THORN kommt trotzdem durch einen Trick hindurch und landet im Zauberreich Faerie.

Auf dem Weg zum Dorf findet er einen Jahrmarkt wo er eine hübsche Frau trifft, ein geheimnsivolles angekettetes Sklavenmädchen. Angekettet hat sie eine Hexe, die sie nie wieder freilässt, so lange die Hexe lebt, muß sie als Sklavin Ihr Dasein fristen. Dunston will für seine Angebetete VICTORIA die leider in Humphrey verliebt ist, ein Geschenk kaufen, und findet ein Schneeglöckchen. Ein angeblich sehr starker Glücksbringer, dem die Dame ihn überlässt für einen Kuss. Darauf folgt eine sehr schöne Nacht.

9 Monate später landet ein Korb mit einem Kind vor der Türe von DUNSTON, TRISTAN heißt der Junge.

18 Jahre sind ins Land gegangen, der König von Stormhold liegt im Sterben. Er war ein Rachsüchtiger König, er hat seine 12 Brüder getötet um an den Thron kommen, das nimmt sich auch sein Bruder SEPTIMUS zu Herzen und tötet darauf SECUNDUS. Der König hat einen geheimnisvollen Stein, der sich in einen Rubin verwandelt, wenn er gefunden wird, vom richtigen Nachfolger für das Königtum Stormhold, doch leider entschwindet er in den Abendhimmel und darauf in einer Supernova zu explodieren und einen Meteoriten zur Erde schicken, ein Stern, der aber eigentlich YVAINE ist, die die Menschheit schon sehr lange beobachtet.

Das sehen aber TRISTAN und seine VICTORIA in der er verliebt ist, sein Vater weiß noch nicht viel davon, denn sie liebt ja den Trottel HUMPHREY. (Ohne Bogart). Er verspricht Ihr innerhalb einer Woche den Stein zu finden, sie verspricht ihm im Champagnerrausch dafür ihn zu heiraten.

Zur gleichen Zeit erfahren LAMIA, EMPUSA, MORMO, 3 grässliche Schwestern davon dass eine Sternschnuppe kam und fangen an sie zu suchen, denn wenn sie der Frau das Herz rausschneiden dann ist das ein Elixier um Ewig zu leben, und mit den Restlichen Überbleibsel des letzten Sternes macht sich LAMIA die Dunkle Königin auf dem Weg und zerstört alles was Ihr in den Weg kommt und nicht passt. Viel Zauberei kann man da bewundern.

In der Zwischenzeit hat TRISTAN seine YVAINE kennen gelernt und im Laufe des Filmes verlieben sie sich etwas, er will mit Ihr zu VICTORIA gehen um Ihr die Frau vorzustellen, aber soweit kommt er nicht, denn er trifft auf Piraten, böse Brüder, Zauberern, Einhörner, verzauberten Ziegen und alles mögliche.

Meine Meinung:

125 Minuten, eine fantastische Michelle Pfeiffer, ein herrlich witziger und echt gut schauspielernder aber nicht herausragender Robert deNiro, eine herrliche elfengleiche und witzig anzuhörende, weil gute Dialoge, Claire Danes, die in Wirklichkeit potthässlich ist ohne Schminke, Michelle mit 50 sieht so was von knackig aus, da kann jede andere Frau in den Keller gehen. Eine so abwechslungsreiche Story mit so vielen Wendungen, Neuerungen und Ideen was ich glaube ich im ganzen Leben nicht gesehen habe. Intelligenter und Erwachsener als „Der König von Narnia“ und nicht so kindisch, etwas von „Herr der Ringe“ aber nicht so perfekt, etwas von „Eragon“ aber ohne Drachen und Kitsch, einige grausliche Szenen, wo man aber nicht viel Blut sieht, schwarze Magie und Nekromantie, Tiereingeweide Lesen, und Runen, Zauberei die besser ist als bei Harry Potter, da wird aus dem Nichts ein ganzes Haus gezaubert, dann die Idee dass der 2. Prinz getötet wurde, von der Hexe, und da rinnt aber blaues Blut raus, einfach super, dann hat der Film auch viel von „The Frighteners“ auch hier sitzen die Geister, einer mit ner Hacke im Kopf rum.

Gibt´s was zu meckern? Ja:

Sicher gibt es was zu meckern, da sind einige Fehler, wieso ist eine Frau draußen und dann drinnen im Schloß, wieso kann ein 97 Jähriger Wächter so gut kämpfen, wieso hat noch nie wer versucht woanders über die Mauer zu springen, wieso ist der Eingang ein Loch und keine Türe, wieso hat sich unser Hauptdarsteller in der anderen Welt nicht gewundert, wo er doch in der Stadt, The Wall keine Zauberei kannte, wieso ist die Kette die der Vater mitgebracht hatte so kurz und dann so lange dass unser Sternchen Claire Danes am Baum gefesselt sein kann?

Was ist mit dem aufgetauchten Einhorn, wo verschwand es wieso hin? Wieso wundert sich niemand über ein fliegendes Schiff?, wieso ist es da im Film normal das Blitze eingefangen werden? Wie können die Blitze überhaupt wenn sie 100 Millionen Volt haben, in einem Käfig bleiben? Wieso ist der Käfig mit den Blitzen so schwer, wenn Energie doch nichts wiegt? Wie kann Charlie Cox als Tristan mit so einer kleinen Schatulle Blitze festhalten? Wo hat er die wann vom Kapitän am Schiff Caspatine bekommen?

Wieso reitet die Hexe Lamia, die ja Michelle Pfeiffer spielt, absolut echt und glaubwürdig mit 2 Ziegen? Wieso wundert sich der verzauberte Bernhard nicht dass er ne Ziege ist? Wieso hat Ron Perlman als verwandelter Mensch, der ist übrigens früher ne echte Ziege gewesen, so dicke Backen wie A und B Hörnchen in den Micky Maus Comics?

Wieso hat ein FSK 12 oder 6 Film Szenen dabei wie Tiere ausgeweidet werden? Leute umgebracht werden? Ist die Gesellschaft schon so abgebrüht Kindern dass zuzumuten? Ich wäre für ein FSK 14 oder 16. Wieso hat Lamia so viele Schwierigkeiten wenn sie so gut ist, die 2 zu finden? Wieso wundert sich Tristan nicht als er im Krater landet und auf Yvaine trifft? Wieso hat Yvaine nicht mehr Stärken und Superfähigkeiten? Wie und wo wuchsen die 3 grauslichen Schwestern auf? Wieso ist die Frau in der Stadt, die angekettet ist nicht irgendwie anders, also dass sie von früher erzählt? Wieso geht sie mit Dunstan Thorn, dem Vater von Tristan so schnell ins Bett? Wieso wundert sich Tristan nicht über einen Elefanten im Minniformat mit 2 Köpfen im Käfig?

Ja das war mal ein Teil

Gibt es auch was gutes über den Film zu sagen? Ja eine Menge:

Also die Story ist so was von ausgeklügelt, ja intelligent, sie hat so viele Wendungen. Alleine schon wie der Stern wie im Armageddon Manier auf die Erde fiel, einen Riesenkrater erschafft, alleine dass ist so was von super, einfach ohne Worte. Dann hat der Film zur richtigen Zeit die Special Effekte, einfach super, oder wie die Hexen kämpfen, dann die Grüne Zaubermacht von Lamia, einfach super. Oder wie Robert deNiro so tuntig reagiert, einfach herrlich, die super Dialoge, als Tristan mit der Kette seine neue Errungenschaft mitbringt. Oder Victoria, Siena Miller spielt sie, ist so blöd jugendlich und liebt nur Humphrey und vergisst Tristan dann, dass hat mir sehr gut gefallen als Spannungs- und Geschichtsaufbau.

Während des Filmes ist meine Alte immer näher zu mir gerutscht und hat dann sanft mit Ihren Vogelkrallen meine Haut trainiert dass sie widerstandsfähiger wird. Die Originalstimme von Ian McKellen, dem Erzähler, im US Original, ja dass ist echt was spannendes. Die Darsteller wirken alle so echt, so nett und echt herrlich, einfach bezaubernd, und sie passen gut. Alleine schon der alte König, dessen Namen ich nicht gehört habe, Peter O`Toole spielt ihn, der ist echt gut, die Idee dass er seine 12 Brüder getötet hat, und seine Söhne sich untereinander auch alle fast, dass ist schon eigenartig passt aber gut in die Erzählung rein.

Die animierte Stadt, einfach realistisch und wunderschön, der Wasserfall im Schloß, wo die Hexen leben, das Schloß selber mit seinen 5 Meter großen Türen und 20 Spiegeln, die Idee Krokodile, Frettchen, Paviane, Hunde, Wölfe im Käfig zu haben die sie dann und wann aufschneiden, hat mir wieder Appetit gemacht auf was neues im Filmgewerbe, im Fantasy Gewerbe.

Dann gefiel mir sehr gut das Ende, da wird es sehr spannend, Michelle mit Flecken in der Haut, aber woher kamen die Schwester? Woher kam der Stein beim alten König? Egal, der Vater z.b. sehr glaubhaft gespielt, oder die Frau in der fremden Stadt die sich in ihn verliebt hat, sie konnte ja nicht auf die andere Seite der Mauer. Dann dass mit der Mauer, wer hat sie erbaut, waren es die Atlanter? Die Idee alleine schon dazu, einfach super. Dann die Krallen meiner Freundin auf meinem Schenkel, AUAAAAAAAA, dafür gibt es dann einige Küsse, weil der Film so gut ist, Leckeeeeeeeeeeeeer.

Kann man was über den Film interessantes erzählen? Ja:

Sarah Michelle Gellar hätte eigentlich die Rolle von Yvaine spielen sollen aber sie lehnte ab, weil sie mit Ihrem Gatten mehr Zeit verbringen wollte. Der unbekannte Drehbuchautor Neil Gaiman hätte ja den Film schreiben sollen, aber weil er sich sehr mies fühlte hat er die Rechte im Einklang mit der Produktionsfirma Miramax an meinen jetzigen Lieblingsregisseur Matthew Vaughn gegeben. Produzent von „Stürmische Liebe“ – gefiel mir sehr gut.

Terry Gilliam als Regisseur wäre dann gewesen aber nach dem Film „Die Gebrüder Grimm“ wollte er ne märchenhafte Auszeit vom Thema. Der unbekannte Mark Burns der den Bischof im Film spielte im Königreich ist an Krebs gestorben bevor der Film ins Kino kam. Neil Gaiman hat übrigens die Novelle zum Film 1994 begonnen zu schreiben. Ja da steckt Arbeit dahinter gell.

Ja im Film sieht man anfangs, 150 Jahre vor der Zeit begann der Film in England, also 1850, da hat einer einen Brief geschrieben, Schreibmaschine, ja die gab es damals nicht. Die kam erst am 1.3.1873 von der Firma Remington raus. Oder wenn Lamia im Spiegel ist, sieht sie immer geil aus, aber in echt nicht so sehr, also im Film wo sie nicht im Spiegel auftaucht und wenn man genau hinschaut, die Zähne sind Ihrem Alter als Hexe entsprechend hässlich, aber die Backenzähne sieht man, sind glänzend weiß.

Und nachdem der Film aus ist, nach den Credits, da hört man die Piraten grölen. Warum die 65 Mille Budget nur 40 Mille brachten weiß ich nicht. Der schöne Film basiert auf dem Buch Sternwanderer von Neil Gaiman und kam am 10. August 2007 in den Vereinigten Staaten in die Kinos. Der deutsche Kinostart erfolgte am 18. Oktober 2007. Für die Rolle des Tristan im Film meldetet sich auch der Schauspieler Alex Pettyfer sein Interesse, für Robert De Niros Piratenrolle war sogar kurz Stephen Fry im Gespräch.

Und wer sich für Musik interessiert:

Als Musikkomponist für den Film hat ein alter Mann gearbeitet. Ilan Eshkeri, der epische Instrumentalmusik schrieb, so sein Hobby, so auch für „Hannibal rising - Wie alles begann“ . Er verwendete u. a. die Liedpassage aus dem Stück Der Höllen-Cancan bzw. galop infernal aus Jacques Offenbachs seiner unbekannten Operette „Orpheus in der Unterwelt“.

Die bekannte Musikergruppe Take That komponierte Musik zu dem Film die ich gut und passend fand, und sang das Titellied Rule the World mit Gary Barlow – den kennt man eigentlich eh, als Hauptsänger ein; dass ist dann im Abspann zu hören, ist jedoch nicht auf dem Soundtrack zum Film enthalten, warum weiß ich nicht.
Und wenn man den Trailer zu dem Film sieht, dann hört man von Dimmu Borgirs Lied Eradication Instincts Defined zu hören. Grausliche Gruppe, netter Song
Endfazit:

Einer der absolut mächtigst besten Filmen die ich je gesehen habe, ein absolutes Novum in vielen Bereichen, super Darsteller, super Story, sehr wendungsreich und abwechslungsreich, lauter Schöne Menschen, ein Muß für die ganze Familie, und ab 14 würde ich mal sagen.

94 von 100
 


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25.05.2017 14:32:42
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