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Filmkritik: Könige der Wellen

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Könige der Wellen (tuvok, 16.10.2007)

Beiträge

tuvok
16.10.2007 19:50
Filmkritik: Könige der Wellen

Alles in einer Wurst erzählt da der Film eh nur Zeichentrickfiguren hat und nicht so lange dauert:

Also mir hat der Film von Anfang an schon gefallen. Gleich als man so die Erzählgeschichte mit einer stimme im Off hört, wo man die Lebens und Leidensgeschichte von Cody sieht und hört, dann die Rückblenden zum Großen Z, dem besten Surferpinguin der jemals lebte, die Rivalität von Tank, der auf Pin Gu Island lebt der Z nicht leiden konnte, voll tätowiert, ein Macho wie er im Buch steht, und dann noch die nette Pinguindame, die dann Gefallen an dem netten zerbrechlichen Cody findet, der ja aus Buenos Eisig stammt. Ja ich fange von vorne an.

Also zuerst einmal, ich finde der Film von Sony, einfach herrlich animiert jeder Schatten, sicher ist er nicht der superlustige Filme, egal, es ist eher eine ernste Lebensgeschichte wo ich die ganze Zeit glaubte, he dass sind doch echte Leute oder? Dass diese Produktion nur 58 Mille in den USA eingespielt hat, dürfte an dem langweiligen unwitzigen Thema liegen, dass ist doch sehr speziell, eben wie ein Sportfilm.

Wer redet im Original wem?

Rolle Originalsprecher Deutscher Sprecher

Cody Maverick Shia LaBeouf Robert Stadlober
Lani Aliikai Zooey Deschanel Jessica Schwarz
Big Z Topanga/ Freak Jeff Bridges Thomas Fritsch
Chicken Joe Jon Heder Dieter Landuris
Tank Evans Diedrich Bader Engelbert von Nordhausen
Reggie Belafonte James Woods Bodo Wolf
Mike Abramowitz Mario Cantone Rainer Fritzsche
Glen Maverick Brian Posehn Daniel Fehlow
Edna Maverick Dana Belben Almut Zydra

Schon alleine die Namen im Film sind einfach super, also Reggie Belafonte, einfach wahnwitzig, dann wie sich Cody die ganze Zeit aufregt, weil er viel zu ehrlich ist, Tank nicht leiden kann, wie er sich in Lani verliebt, die eine alleinerziehende Mutter ist mit einem leicht hyperaktivem Kind und statt zu schwimmen hat sie einen Kalamari der Ihr so als Art Rakete unter Wasser dient, sie ist ja so was wie Rettungsschwimmerin, dann die Namen die so klingen wie echte Namen, also Buenos Eisig statt Buenos Aires, einfach super, dann das faule eigenartige coole lässige Huhn, der Freund vom Ihm Chicken Joe, also da kann ich mir den Schauspieler John Heder gut vorstellen sollte der Film mal Real verfilmt werden, beide sehen aus wie ne Flasche. Na ja zumindest wenn man „Napoleon Dynamite“ mit ihm kennt.

Genaugenommen, kann man aus der technischen und animierten Sicht nichts am Film aussetzen. Die Pinguine bewegen sich gekonnt am Eis, über die realistisch anzusehenden Wellen könnte man Bände sprechen, die Auswahl der gezeichneten Charakteren, also der verschiedenen Tiere, sind überaus gelungen und ihre Dialoge sprühen von einem halbwegs witzigen Wortwitz. Die Szenen haben alle das Wesentliche, nämlich das Wellenreiten an sich. Und dass ist auch dass was dem Film schadet, zu einseitig finde ich ist die ganze Story.

Storytechnisch hat mir der Vorgängerfilm „Happy Feet“ besser gefallen, nicht dass diese Fortsetzung oder ähnliche Story schlecht ist, nein, es fehlt an Witz und an dem was man nennt, Ich kann mich in die Charaktere so rein versetzen dass ich dann 1 Woche am Klo sitze und über eine Filmfigur traurig bin weil es ihr schlecht ging.

Ich finde dass sich viele Leute aufregen, unsinnigerweise, über die Message im Film. Du turtelst und hast Glück, wenn du was willst kannst du es schaffen, Freunde finden ist schwer, Freunde sind die, die man dann in der Not braucht, man weiß nicht wie das Leben weitergeht und sollte so leben wie am letzten Tag, und man sollte immer sein Bestes geben, ja dass ist abgedroschen aber es ist ein Kinderfilm und ich bin froh dass diese ganzen Themen im Film waren.

Was ich etwas eigenartig von Anfang an fand, als der Film anfing, war dass eben der Film ist über weite Strecken als fiktive Dokumentation angelegt, in der sich der Hauptdarstellerpinguin Cody auf Schritt und Tritt von einem Kamerateam verfolgt wird, so als wäre das ne Doku eben über ihn so ne Livedoku. So kommt es auch dass sich die Figuren oft direkt an den Zuseher vor der Filmleinwand wenden und dass ist dann schon komisch wenn in einigen Interviews und Gesprächen die Filmteam und Kameraleute vom Film, Kommentare zum Geschehen abgeben, was sich im Film abspielt. Auch kommunizieren die Figuren an einigen Stellen mit dem Kamerateam, was dann auch etwas befremdent wirkt, und man muss zugeben, dass dies doch etwas frischen Wind ins Geschehen bringt, aber nicht genügend um den Film zu einem Erfolg werden zu lassen, eher so langweilig und einfach wie „Jagdfieber“ oder „Himmel und Huhn“.

Und irgendwann bedient sich der Film vieler Klischees, und der Anfangs eh schon wenig Witz ist dann noch weniger und der Anspruch noch weniger, aber trotzdem hat mir der Film gefallen auch wenn er jetzt ein bißchen nachlässt, aber dass ist doch egal. Die Charaktere sind Klischees, eh klar, denn der junge unbedarfte und einfache eher Proletenhafte Cody ist der anfangs unbelehrbare, junge Wilde Pinguin, so ne Art Marlon Brando, aus dem eben alle Filme gestrickt sind, der natürlich seine vorgegebene Charakterwandlung vollzieht die man ihm zusteht und die man sich wünscht oder eh schon weiß. Lani, die Alleinerzieherin dient nur als klassisches Liebeshäschen, Chicken Joe natürlich ein Ami, ist der Spaßmacher wie man ihn bereits aus vielen Filmen kennt, Big Z, das Idol vieler Kinder, er ist ja an einem Riff zerschellt, der typische Mentor wie man ihn von Star Wars kennt, und Tank der klischeebeladene Bösewicht. Aber das macht doch nichts oder? Das braucht doch jeder Film.

Cody zieht ja dann aus, der Talentsucher nimmt ihn doch mit am Walrücken, und er kracht gleich mit Tank zusammen der sein Idol beleidigt, den großen Z, weil er auf dessen Monument, ein Surfbrett auf einem Felsen, Steine wirft und natürlich verliert er beim Surfen, aber eh klar dass er dann gewinnen wird.

Schön fand ich dann das Gedreh um den Todestag von Z, dass Cody Maverick in seine Fußstapfen treten will, viel zu kurz sieht man dann einige wichtige Rückblenden, die Mutter kam zu kurz, der verstorbene Vater gehört natürlich her für ein Drama, und Pin Gu Island das Surfermekka ist richtig nett animiert, aber ich hätte gerne gewusst was dass alles für Tiere waren.

Ich würde sagen wenn man mit der Familie ins Kino geht kann man den Film ruhig empfehlen. Was vielleicht interessant ist, wenn man ihn kennt, Gernot Gricksch schrieb in der TV digital 19 vom 7. September 2007, dass der sprunghafte Stil des Films Kinder verwirren dürfte, Erwachsene hingegen würden vergebens nach so etwas wie einer Handlung suchen. Es würden Top-Tricks gezeigt, aber insgesamt nicht so gut wie beim Pinguinfilm Happy Feet, Aber das ist mir egal, denn ich fand den Film gut.

Mir hat der Film gefallen, ich kann ihn empfehlen, von mir kriegt er 83 von 100
 


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21.10.2017 08:50:25
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