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Filmkritik: Rezept zum Verlieben

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Rezept zum Verlieben (tuvok, 25.09.2007)

Beiträge

tuvok
25.9.2007 07:31
Filmkritik: Rezept zum Verlieben

Handlung, Erklärung, rundherum und ein bißchen vom Film, meine Meinung, alles in einer Wurst:

100 Minuten Küche, Kochen, Essen und Liebe, Catherine Zeta-Jones die alt und erotisch ist, einen netten Aaron Eckhart, und ein nettes Kind das recht gut spielt, nicht so gut wie Dakota Fanning, aber trotzdem gut passt, ständig gut gekämmt und frisiert ist und eine gute Figur macht. Was will man schon mehr. Die Geschichte ist ja nicht gerade die größte, sie gibt nicht viel her, die Story ist etwas neues, ich habe so eine Story noch nie gesehen, aber sie ist sehr ähnlich vielen anderen Filmen.

Wie immer ist im Mittelpunkt eine stark emanzipierte Frau die sich nichts sagen lässt, eine Frau die noch dazu gut kochen kann, eine gute Mutter abgibt, und ein einsames Leben führt, machen kann was sie will, und ein Workaholic ist. Dazu kommt dann der Faktor Trauer, denn die ältere Schwester stirbt ja bei einem Autounfall, auch diesen Aspekt im Film hatten wir schon, allerdings ist es hier anders. Vom Tod und dem Begräbnis sieht man im Film nicht viel, dafür sieht man viel mehr von der guten Safransauce von KATE und ich fand das eben auch leidlich, denn ich hätte lieber gerne mehr Menschliche Züge gesehen.

Ein bißchen später muß die Tochter zu Ihrer Tante, sie wehrt sich, eh klar, man sieht gar nicht viel vom Umzug außer 50 Stofftiere oder so und 3 verpackte Kartons die nicht ausgepackt wurden, auch das unterstreicht leider den Realitätsbezug im Film nicht. Dann kommt wieder die Küche dran, man sieht nichts von der Besitzerin PAULA außer in ein paar kurzen Szenen wenn sie mit KATE streitet, und etwas später kommt dann NICK, der ist ein netter Mensch, da erfährt man endlich was von der Vergangenheit eines Menschen.

Dann kommt KATE dran, die ist ja beim Psychiater, und sie erzählt auch sehr viele Geschichte aber nicht von Ihrer Vergangenheit und wenn sie dann für den Psychiater kocht dann ist das nur ganz wenig witzig, denn von der Story hätte ich mir doch mehr Witz erwartet, da ich mich auch auf eine Romantische Komödie eingestellt habe.
Der Faktor Mutterliebe und Probleme mit dem Kind sind hier zu kurz, auch zu kurz kommt NICK wenn er was von sich erzählt, die Liebe ist nicht zu kurz aber dafür Sex, ja da sieht man nichts, als wäre das ein Film der für 6 Jährige gemacht wurde, damit man ja nicht sieht wo die Babys her kommen.

Herrlich fand ich das ganze Essen das gekocht wurde, geärgert hat mich nur das im Kino keiner war der serviert hat, und ja man sollte sich den Film nicht mit der Alten ansehen, die heult dauernd, dann heul ich auch weil sie mir leid tut und Nick heult und Kate heult und dann heult die Alte nicht mehr und ich weiter weil ich keine Taschentücher habe um Ihr die Nase zuzustopfen.

Ach ja in einer Szene als Nick und Kate Spaghetti in der Küche essen, als sie sich langsam verlieben und Kate endlich ein Männliches Wesen an sich lässt, denn der nette Nachbar im 2. Stock – SHAWN mit seinen 2 Kindern der sehr freundlich und Single ist – der darf ja bei Ihr nicht landen und die blöde Regel dass sie nie mit Nachbarn ausgeht ist mehr als eine blöde Ausrede, aber irgendwie verständlich wenn man denkt wie viele Nachbarn sexsüchtige Kannibalen sind in Amerika.

28 Millionen US $ haben in Amerika 41 Millionen US $ reingebracht, also nicht gerade ein Erfolg. Der Teil der Story wo man die Mutter von ZOE sieht, dem Mädchen dessen Mutter bei einem Autounfall gestorben ist, finde ich recht gut, denn hier kommt ein guter Aspekt in den Film, Mitleid und Anteilnahme an den Problemen anderer Menschen, ja das war recht gut gemacht und auch vom Heulfaktor ist der Film sehr gut geworden, aber nicht übertrieben und dass fand ich doch schade, denn immer wenn was wichtiges war, wurde in dem Film nicht darauf eingegangen. Der Film ist eher was für Heulpuristen oder Verliebte 18 Jährige, oder eben angehende Köche die sich nach der Ausbildung nicht entscheiden können ob sie nach Burma in den Söldnerdienst eintreten wollen oder liebe nach Australien als Pizzakoch gehen wollen.

Was ich an dem Film gut finde, der Neuling Scott Hicks, ein Regisseur der bis jetzt keine romantischen Komödien verbrochen hat, hat hier eine recht gute Mischung geschaffen zwischen den Menschlichen Problemen im Film und der Farbe im Film, also immer wenn es traurig wird, sind die Farben nicht so grell und die Kamera nicht so stark mit Lichteffekten ausgerüstet, also die Beleuchtung passt und hin und wieder kam mir vor als ob die langweilige Musik im Film auch sehr gut gepasst hat, es wurde mehr auch auf Ernste Themen eingegangen, also der Film ist nichts für Leute die mal nur so kurz lachen wollen ne der Film ist was für Leute die sich auch konzentrieren wollen.

Was ich gut finde ist die Besetzung der Hauptdarsteller, Caterine ist ruhig, sie ist besonnen sie kann super kochen was ja eigentlich Männer job ist, dafür putzt sie nicht und läuft nicht jedem Staubkorn nach, Aaron Eckhart spielt den Italienischen Koch, also den Koch der in Italien gelernt hat und in der Küche arbeitet wo auch Catherine Zeta-Jones arbeitet meiner Meinung nach sehr gut, wie alle eigentlich, mit einer gewissen Leichtigkeit und Eleganz spielen so als würden sie nie was anderes gemacht haben.

Sicher ist Aaron keine Leuchte aber er ist meiner Meinung nach keine Fehlbesetzung und wirkt als Schauspieler sehr authentisch, nur halt ein bißchen zu lustig aber das gehört ja in den Film. Die kleine Zoe die ja Ihre Mutter verloren hat, die sich bei Tante Kate durchackern muß, die mit vielen Stofftieren in einer großen Wohnung lebt und den Schmerz eines Kindes durchmacht dass die Welt verloren hat, die Mutter, die beste Person der Welt, ja die passt wunderbar, aber nicht perfekt aber dass macht nichts.

Was mir gefehlt hat ist Witz und Eleganz, etwas mehr, ein bißchen das mehr über Hollywoodkommerz hinausgeht, aber dass macht nichts, es war ein schöner Abend im Kino, ein netter Film in dem mal nicht Blut aus 88 Körperöffnungen fließt. Empfehlen kann ich den Film auf alle Fälle auch wenn er eher nur für leichte Kost sorgt, aber dass macht nichts, denn es sind sympathische Schauspieler dabei.

Gut zu empfehlen und deshalb vergebe ich 81,5 von 100
 


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26.02.2017 06:34:39
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