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Filmkritik: Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft (tuvok, 15.09.2007)

Beiträge

tuvok
15.9.2007 08:19
Filmkritik: Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft

Geschichte, Handlung, Ideen, alles rund herum, meine Meinung, alles zusammengwürfelt:

Ungefähr so ähnlich wie „Zurück in die Zukunft“ und dann doch anders. Die ähnlichen Klischees wie in allen Filmen. Überarbeiteter Vater, Wecker neben dem Bett, Doppelbett mit weniger Liegefläche als in Europa, ein Junge der gerne am Computer Kampfspiele spielt, ein Junge der was im Meer findet und vor seiner Mutter geheim halten will. Ich denke gerade wenn dein Kind einen Goldschatz finde und geheim hält, na das wäre ja schrecklich. Dann kommt noch dazu das typische amerikanische Frühstück, und irgendwann könnte man sich denken, Ach meine Güte, üblicher Klischeemist. Oder?

Ne, der Film ist anders. Er fängt in der Zukunft an, Eine Frau erzählt auf telepathischem Weg von einem Wissenschafter der die Welt retten will, und den letzten Versuch hat eine Mimzy zu holen. Alleine schon die Idee, dass in der Kiste, die der 10 Jährige NOAH und die 5 Jährige nervende Schwester EMMA finden, ein Osterhase ist, enttäuschend, der dann aber mittels Telepathie und so knarrenden Glucksgeräuschen die Sprache sein soll, den beiden verrät das er MIMZY heißt.

Der Hase kommt aus der Zukunft, hat eine Menge Storys zu erzählen und gute Dinge sind auch in der Kiste die man so brauchen kann. Und natürlich interessiert die Mutter der Hase nicht, sie weiß ja auch nicht was er für schöne Lichteffekte zaubern kann, und dass aber ist dazu da um den Kindern einen Hilferuf aus der Zukunft zu schenken. Die Menschen der Zukunft brauchen Hilfe aus der Vergangenheit, um wieder menschlich miteinander umgehen zu können.

Die Idee dass der Regisseur Robert Shay daran dachte dass ein Mandala eigentlich eine Karte zum Universum sein könnte, halt in der Zukunft ist recht nett, so wie das mit den Kornkreisen, und gibt dem ganzen Film einen netten esoterischen Klang.

Die Mutter JO WILDER (Joely Richardson) ist eine wirklich hübsche Frau, geil wie immer, Hausfrau und man erfährt wenig über sie, leider, der Film ist mehr auf die Kinder konzentriert. Der Vater DAVID WILDER ist ein hart und lange arbeitender Geschäftsmann für den zwar die Kinder an Stelle 1 sind, aber leider ist es nicht so in seinem Leben, denn er handelt so dass seine Arbeit die Nummer 1 ist. Na ja wie jede durchschnittliche Amerikanische Familie.

Interessant wird die Story, als noch weitere Artefakte in den Film eingeführt werden, der Stoffhase leitet das ganze, und mit Hilfe einiger Teile, einer Menge Telepathie muß EMMA und NOAH eine Art Verbindung zwischen Zukunft und Gegenwart aufstellen, und nur die 2 können die Welt retten. 1943 hat ein LEWIS PADGETT die Kurzgeschichte „Mimsy were the Borogroves“ geschrieben, eh klar ne Kurzgeschichte und dem Regisseur ist halt eingefallen, he schrieben wir nen Film darüber.

Übrigens der Lewis ist kein Typ, dass ist eigentlich Henry Kuttner und C.L.Moore, dass ist seine Frau und die beiden sind der Lewis. In der Story ist Noah eigentlich Chris, die 2 werden im Buch intelligenter durch das Spielen von Spielzeugen, also das aus der Zukunft und irgendwann hat Seattle wo sich das abspielt keinen Strom mehr und die Polizei merkt, he das kommt aus dem Haus wo die 2 Kinder leben. Ja so wie in der Verfilmung fast.

Ich fand es schön dass in dem Film die Beteiligten alle sehr nett waren, dazu die guten Special Effekte die für den Film jederzeit sehr gut waren, das ganze war natürlich kindergerecht aufbereitet und es war wieder ein herrlicher Familienkinderabend, mit meiner bessren Hälfte, denn alle haben sich gut unterhalten, klein wie groß, denn der Film ist so ungefähr wie „Das Wunder in der 8. Straße“, er ist nett, er hat eine gute Story, er ist nicht brutal, man sieht, Spielzeug ist besser als Computerspielen, normal leben macht intelligent, weg von der Technik, und in unsrem Geist sind viel mehr Dinge verborgen als wir zu wissen scheinen, was unsere Politiker auch nicht wissen.

Dann nach dem Film wenn man 2 Kinder mit hat, kommen dann wieder unnötige und viele Fragen, aber dazu sind ja eh die Frauen da. Auch hat der Film gut vermittelt, je älter man wird, desto mehr verliert man den Bezug zu Schönem, zu Geistigen Fähigkeiten, zu Fühlen, und zu merken was Erwachsene nicht mehr können, die sind schon so abgehoben und von Handy und TV Strahlen verseucht dass sie eigentlich nur mehr Augen für Arbeit, Geld und Gier haben.

Was ich schade fand, Kinder die Erwachsen werden, sind hier nicht so schön dargestellt, oder Dinge die passieren könnten hier mehr Mystik vertragen dem Film würde eine Portion Weltraumabenteuer gut kommen, die Eltern von den Kindern sind gut dargestellt, verschwinden aber im Hintergrund. Nett die Szene als Dad seinem Noah das Golfspielen zeigt und der gleich merkt, he da sind Linien, in diese Richtung muß man den Ball treffen und 300 Yards fliegt er, wieso sich aber der Vater nicht wunderte, dass der Ball im Nichts verschwand und wieder auftaucht weiß ich nicht, und wieso das überhaupt passierte, wieso weiß Mimzy wie er ihm wieso hilft, ohne das Mimzy der Stoffhase noch sagt, he ich brauche deine Hilfe, ja das ist etwas unlogisch.

Der Lehrer in der Grundschule der DNS erklärt, den fand ich auch nett, kindlich und verspielt. Ne das ganze ist ein guter netter Familienfilm, etwas Unlogik, etwas langweilig, na und, er ist nett, ich mochte ihn aber eigentlich eher was für Sonntags nachmittags.

80 von 100
 


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27.05.2017 00:53:36
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