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Filmkritik: Die Queen

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Die Queen (tuvok, 29.07.2007)

Beiträge

tuvok
29.7.2007 22:52
Filmkritik: Die Queen

Ein kurzes Vorwort:

Das was Stephen Frears mit Helen Mirren gemacht hat, hat mir gut gefallen, obwohl ich kein Fan von englischen Boulevard Zeitungen bin, Kein Fan von der Englischen Monarchie bin, aber das was die Königin Elisabeth die 2. gemacht hat, einfach super. Ihre Darstellung von Helen Mirren im Film einfach spitze.

Einfach ein toller Film der hier gemacht wurde. Und wie halt schon Frauen sind, die wollen dauernd irgendwelche anspruchsvollen Filme sehen, Na ja egal, lassen wir uns mal drauf ein, ich jedenfalls wusste nicht das die Königin so gut schauspielern kann, und ich mag Filme wo Leute da reinpassen wie Judi Dench z.b. in „Iris“.

Die Handlung vom Film:

Der Film fängt in London an, August 1997, da wo TONY BLAIR durch den Sieg seiner Labour Partei bei den Unterhauswahlen Premierminister wird. Bitte jetzt nicht fragen was dass alles soll, einfach eine Frau fragen die intelligent ist, die kann das gut erklären, für Politik habe ich nie was übrig gehabt. Also weiter.

TONY wird vereidigt, aber er kennt sich mit der dämlichen Etikette nicht aus, also belehrt ihn ELISABETH die 2. – Königin von England (hervorragend und realistisch gespielt von Helen Mirren), und er versucht schon kurze Zeit später, 3 Monate ist es nach seiner Amtseinführung wo er dann versucht England aus einer Krise zu befreien.

Wer erinnert sich nicht an den Trauertag, 31.8.1997 wo Prinzessin DIANA (da wird sie im Original durch Archivaufnahmen ersetzt, genauso wie Tony Blair oder Bill Clinton und andere) gestorben ist. Die Königin ist mit Ihrem Mann Prinz PHILIP (James Cromwell, 2 Meter großer Schauspieler und sehr passend für die Rolle) in Schottland, während das passiert. Ihr Grundstück dort hat 16 Km² und sie schert sich dauernd ums Jagen und um sonst einen Blödsinn für den sich keiner unbedingt zu interessieren hat. Jagd, Lesen, und sonstige Königlichen Dinge.

Während Prinz CHARLES (eigentlich recht nett, aber nicht so spannend vom Aussehen geeigneter Schauspieler, Alex Jennings heißt er), sich um dessen Tod kümmert, während er noch mit CAMILLA PARKER BOWLES zusammen ist, scheißt sich ELISABETH gar nicht um den Tod von DIANA, die sie nie hatte leiden können. Kurz danach, es sind nicht mal 48 Stunden vorbei, ist DIANA auf einmal die Heilige von England, und die Königin hat Probleme mit Ihrem Image, denn nicht mal das 400 Jahre alte Protokoll kann sie absetzen dass die Fahne am Buckingham Palast auf Halbmast gesetzt wird, was nur dann ist wenn ein Königsmitglied stirbt glaube ich.

Im schottischen Schloss auf Balmoral ist sie viel lieber als in London und nicht mal TONY BLAIR kann sie überreden zurück zu kommen, Ihre Enkel WILLIAM und HENRY sind dort viel sicherer ist Ihre Ausrede, PHILIP möchte auch nicht weg, er hat die ganze Zeit Probleme mit einem seltenen 14 Ender Hirsch, den er unbedingt erlegen möchte.

Zwar glaubt die Königin die Interessen des britischen Volkes besser einschätzen zu können als der neu ins Amt gewählte Premierminister, doch sie irrt. Denn dieses Mal kennt sie Ihr Volk nicht gut genug, das schon über 1 Million Blumen vor dem Eingang zum Palast in London hinterlegt hat. Jedenfalls sah es für mich als Zuseher bei den Archivaufnahmen so aus.

Die Hysterie in der Bevölkerung um die Prinzessin von Wales wächst, aber die Königin ignoriert dass, denn sie ist ja kein Mitglied der Familie mehr, nachdem sie mit dem Millionärssohn Dody al Fayed zusammen ist. BLAIR hingegen ordnet ein Staatsbegräbnis an, und dass nur weil er die Königin überredet at. Das Blumenmeer am Kensington Place wächst von Tag zu Tag, 2 Millionen Menschen werden erwartet.

Meine Meinung und ein paar Infos vielleicht:

Meiner Meinung nach hat Tony Blair sehr gut gepasst, natürlich nicht so gut wie die britische Darstellerin Helen Mirren, die ja für den Film einige Auszeichnungen bekam. Interessant fand ich auch in dem Film das gezeigt wurde, dass die Nachricht vom Tod von Diana die Königsfamilie in der Nacht erreicht hat, Charles sofort nach Paris fliegen will, und Elizabeth mit ihm darüber diskutiert, ob er dafür einen Privatjet chartern muss oder die königliche Flotte benutzen darf – Diana ist ja seit der Scheidung keine königliche Hoheit mehr seit einem Jahr, somit kein Familienmitglied und darf ergo auch nicht als solches behandelt werden.

Protokolle und Traditionen regeln eben das Königshaus in England, und die reichste Frau der Welt, wahrscheinlich ist sie auch reicher als Bill Gates, denn Ihr Grundbesitz, die Schlösser sind sicher mehr wert als Microsoft und Google zusammen, muss sich eben auch an die alte Tradition halten, was ich persönlich nicht richtig finde. Ich habe dauernd meine Freundin in die linke Brustwarze gezwickt, die ist so schön schmusig, und gemeint, das die alte einen Komplex hat, und ihr mal gehörig der Hinter versohlt gehört, aber leider kennt sich von uns keiner aus mit der Etikette, wie dass dann in der Realität aussieht.

In dem Film gibt es, laut meiner Holden eine Metapher, denn das Ende der Monarchie scheint besiegelt, und die Republik ruft, durch Tony, und das kommt angeblich da raus als die Königin bei einer Autopanne mit Ihrem Jeep, sie war im Krieg übrigens Mechanikerin damals, den 14 Ender sieht den Ihr Ehemann seit 2 Wochen jagen möchte, aber das habe ich nicht kapiert, was das mit Metapher zu tun hat.

Ich hätte mir mehr den Unterschied von Tradition und Moderne gewünscht, vielleicht ein paar Hippies im Film die im Buckingham Palast in die Ecke pissen oder was weiß ich, aber das ruht daher das ich auf kruden Humor stehe. Gut fand ich im Film wie Elisabeth dann gerührt beim Blumenmeer steht, sie hat sich doch geändert, leider sieht man nicht viel persönliches von der Königin, z.B. die königliche Kloschüssel, wer die wohl reinigt, was ist wenn die Königin z.B. sich in den Finger schneidet, Tampons benutzen muss, Weinkrämpfe mal hat, was ist wenn Philip notgeil ist, an Onanieren denkt, einfach menschliche dinge, die wurden in dem kühlen aber extrem realistischen und sehr anspruchsvollen und guten Film ausgelassen.

Der Film hat auch Preise gewonnen:

Oscar 2007:

Beste Hauptdarstellerin (Helen Mirren)
nominiert in den Kategorien
Bester Film
Beste Regie
Bestes Original-Drehbuch
Beste Filmmusik
Beste Kostüme

BAFTA-Award 2007:

Bester Film
Beste Hauptdarstellerin (Helen Mirren)
nominiert in den Kategorien
Bester britischer Film
Beste Regie
Bester Nebendarsteller (Michael Sheen)
Bestes Original-Drehbuch
Beste Filmmusik
Beste Kostüme
Beste Maske
Bester Schnitt

Golden Globe 2007:

Beste Hauptdarstellerin – Drama (Helen Mirren)
Bestes Drehbuch
nominiert in den Kategorien
Bester Film – Drama
Beste Regie

Weiter zu meinem Gequake:

Das mit dem Hirsch ist auch eine gute Szene gewesen, denn als sie vom Ehemann hört, dass der Hirsch doch erschossen wurde, latscht sie zu dem Gehöft, wo er aufgehängt ist, und verabschiedet sich traurig von der prachtvollen Kreatur wie von einem Freund, allerdings haben die Tränen gefehlt, das war mehr so ein zwischenmenschliches gedankliches Frauending.

Ich finde das Helen Mirren die Royale Würde in dem Film sehr gut dargestellt hat, man konnte gar nicht entscheiden, wer das ist, Königin oder Helen, und wenn die Königin mal die Radieschen von unten begucken muss, dann schlage ich Helen als Königin Nr. 2 vor.

Vieles im Film, die ganzen Gespräche usw. von denen es keine Aufzeichnungen natürlich gibt oder die Handlungs- und Denkensweise der Königin wurden natürlich vom Drehbuchautor selber erfunden. Und nun etwas über den Film. Das Drama basiert auf einem Originaldrehbuch von Peter Morgan. Für die weibliche Hauptrolle konnte Regisseur Stephen Frears die Film- und Theaterdarstellerin Helen Mirren gewinnen. Die 61-jährige Britin in vielen Filmen auf sich aufmerksam machen können. Ein Jahr vor den Dreharbeiten zum Film hatte Mirren in Tom Hoopers zweiteiligem Fernsehfilm Elizabeth I die gleichnamige englische Regentin dargestellt und war dafür 2006 mit dem US-amerikanischen Fernsehpreis Emmy ausgezeichnet worden. Auf die Rolle der amtierenden britischen Königin hatte sich Mirren durch ein mehrmonatiges Studium entsprechender Literatur und Filmmaterials vorbereitet. Für die Rolle des Tony Blair konnte der Brite Michael Sheen verpflichtet werden, der denselben Part schon in „The Deal“ bekleidet hatte Die Dreharbeiten fanden u. a. im Glenfeshie Estate in den schottischen Highlands und in London statt.

Was kann ich abschließend zu dem Film sagen?

Mir hat er gut gefallen, er ist nicht super spannend, aber realistisch und anspruchsvoll, daher

88 von 100
 


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26.02.2017 13:19:27
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