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Filmkritik: Piraten der Karibik - Teil 3, Am Ende

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Piraten der Karibik - Teil 3, Am Ende (tuvok, 27.05.2007)

Beiträge

tuvok
27.5.2007 00:47
Filmkritik: Piraten der Karibik - Teil 3, Am Ende

Die Handlung von dem Film die ein bisschen kompliziert ist:

JACK SPARROW (Johnny Depp) ist ja im 2. Teil von einem Kraken gefressen worden, einem Kraken den man bald wieder in anderem Zustand wieder trifft. Er ist im Jenseits und ist schizophren geworden. In der Zwischenzeit haben sich WILL TURNER (Orlando Bloom) und ELIZABETH SWANN (Keira Knightley) mit dem Captain BARBOSSA (Geoffrey Rush) zusammen verbündet um JACK vom Reich der Toten ins Reich der Lebenden zu holen.

In der Zwischenzeit ist DAVY JONES (Bill Nighy) zu einer Gefahr geworden, denn er terrorisiert alles was sich im Englischen Hoheitsgebiet auf der See befindet. Sein Geisterhaftes Schiff, der fliegende Holländer, ist leider unter der Kontrolle von der East India Trading Company, die wiederum wird mitunter angeführt von LORD CUTLER BECKETT, der einen Admiral zur Verfügung hat den jeder kennt, Admiral JAMES NORRINGTON:

WILL und ELIZABETH sind ja auf der Suche nach JACK und treffen in Singapur den Piraten Kapitän SAO FENG (Chow Yun Fat), den sie überreden ein Schiff abzukommandieren, damit er Ihnen hilft. BARBOSSA hilft WILL und gemeinsam schaffen sie es JACK zu befreien.

Was alle nicht wissen, BARBOSSA will die 9 Piratenfürsten zusammenführen, auf der Schiffbruchinsel, dort wo alle Piraten leben, her kommen oder sterben, um das 4. Treffen abzuhalten, um die Seegöttin CALYPSO zu befreien, die beim 1. Zusammentreffen vor sehr langer Zeit in den Körper eines Menschen gebannt wurde.

In der Zwischenzeit greift DAVY JONES das Schiff von SAO FENG an und tötet ihn, alles unter dem Bann von BECKETT der die Macht über DAVY und seine Leute hat, und den Fliegenden Holländer, da er das unsterbliche Herz von DAVY hat, das er sich damals aus dem Körper geschnitten hat als seine Freundin fremd gegangen ist.

SAO FENG ernennt sterbend SWANN zur Nachfolgerin und zur Führerin über die 8 Piraten, sie selbst wird zur Piratenkönigin demokratisch gewählt. Dagegen kann auch Kapitän TEAGUE (Keith Richards) was ändern, der bisher der amtierende König war. Sie alle sollen sich zum Angriff rüsten, Erstmalig in der Geschichte und die gewaltige Armada von BECKETT zerstören, der in die Geschichte eingehen möchte als Besieger aller Piraten.

Was ELIZABETH in der Zwischenzeit erfährt ist, der ehemalige Verehrer von Ihr, JAMES NORRINGTON verliert sein Leben durch STIEFELRIEMEN BILL, dem Vater von WILL TURNER, als dieser alle Gefangenen von DAVY JONES am fliegenden Holländer befreit.

Alle auf der Insel merken nicht, das die East India Trading Company mit der Armada ranrückt um alle zu töten. Derweil wird diskutiert wer König der Piraten wird, JACK SPARROW bezweifelt das die Freisetzung der Göttin CALYPSO die gefunden wurde, diese eben friedlich stimmt. Die Idee dazu hatte BARBOSSA, der in Ihr die einzige Möglichkeit sieht die Armada zu besiegen.

Dabei spielen 9 Münzen, 9 Gegenstände eine Rolle, und die Beschwörung von CALYPSO, die das ganze in Gang setzen soll. In der Zwischenzeit trauert DAVY Jones noch immer um seinen alten Körper und schmiedet einen Plan sich von BECKETT loszusagen.

Ein paar Informationen zum Film und meine Meinung:

Was kann man von einem 160 Minuten Film halten, der die Trilogie beendet, der auf den Bahamas gedreht wurde, in einigen Studios in Amerika, bei den Niagarafällen, und was weiß ich sonst wo noch?

Nun ich erstelle mal so ein kleines Listchen wo ich aufzeige was mir am Film gefallen hat und wie ich zu einigen Dingen stehe die mir so eingefallen sind.

Schlachtszenen: Ein großes Plus
Ausstattung der Schauspieler: Hinreißend
Ausstattung der Schiffe: Hervorragend
Ausstattung der Damenwelt: Etwas dürftig
Die Kostüme der Beteiligten: Einfach toll, ich möchte auch so was haben
Der ganze Dreck der so realistisch aussah: Grauslich aber gut
Die Schiffe selber: Bezaubernd schöne gespenstische Dinger die auf See fahren
Johnny Depp: Etwas unlustig, ernst, aber süß, nicht so wie in Teil 1 oder 2
Orlando Bloom: ja der hat gut gepasst, hat eine nette Rolle gehabt, ausdrucksarm
Keira Knightley: Geiles Dreckstück, Saudürr, aber eine gute Mimin
Das schöne Wetter: Ich möchte sofort ein Kapitän sein
Die 17 Minuten Pause im Film: Scheiße
Die Länge vom Film: ja etwas zu lange, der Film hatte Längen
Der Anspruch: Teilweise wie in einem David Lynch Film, man muss sich zu
viel konzentrieren
Die Wüstenszenen im Film: Nicht so ganz gut passend, aber nett gemacht, gedreht übrigens
in Guadalupe in Kalifornien
Die Story rund um Calypso: Eine Gute Idee
Das Bisschen Mystik im Totenreich: Unpassend, dämlich, zu übertrieben, langweilig
Das dauernde mit den Doppelgängern die
Johnny Depp im Film dauernd gesehen hat: Nicht so lustig wie ich glaube das sie gemeint sind
Chow Yun Fat als Schauspieler: Recht nett, aber nicht hervorragend
Die Narben von Chow Yun Fat: Ich schneide mir sofort das Gesicht durcheinander
Der Anfang vom Film: Hat nicht so ganz zusammengepasst mit dem Ende vom 2. Teil
Keith Reichards als Piratenkönig: Ja nicht übel, aber viel zu kurz und nicht so aussagekräftig
Die Idee eine Piratenfestung existiert: Super Idee
Der Ort wo sich alle Piraten sammeln: Eine super Idee, aber nicht so ganz logisch
Die Logik im Film: Na ja, darüber sollte man ein Tuch legen, denn wenn es Winter
Film ist, und alle haben Frostbeulen, sind voll Schnee, und die
Hälfte der Beteiligten läuft mit Kurzen Ärmeln rum, da sieht man
doch das die irgendwo so eine Standheizung haben, und das
finde ich dann wieder nicht so gut, da es nicht so glaubhaft wirkt.
Die Szenen in den Salzwüsten von Utah: Das waren die mit den Steinen, den Krebsen, ach einfach den
Film angucken, jedenfalls die waren wirklich nett die Szenen
aber diese ganze irreale Totenwelt und Mystik ne das hat den
Film unheimlich in die Länge gezogen.
Der fühlbare Hass im Film: Na ja nur vom Tintenfisch Mann fühlbar, dem Jones Typen.
Das der Film zurechtgeschnitten wurde: Von 180 Minuten auf 161, ne gute Idee
Die Umänderung des Namens: Nun von „Fluch der Karibik - Die Truhe des Todes“ auf den
derzeitigen deutschen Verleihtitel ist ja nett, aber wieso?
Die Kosten vom Film: Sieht man, 200 Millionen US $ hat er gekostet, weltweit schätze
ich das der Film so um die 900 Millionen US $ einspielen wird.



Nun man weiß ja, Teil 2 und 3 wurden mit einem Budget von ca. 220 Millionen US-Dollar seit März 2005 zusammen begonnen, um Kosten zu sparen. Und im Endeffekt hat der 2. Teil so um die 150 und der 3. Teil so um die 200 Mille verschlungen. Die Dreharbeiten von Teil 3 wurden zu Werbezwecken, aufgrund unterbrochen, schließlich war da noch Teil 2 im Kino. Sie wurden im August 2006 fortgesetzt. Drehorte sind auf den Bahamas, Dominica, in Los Angeles, Santa Clarita und in den Walt Disney Studios, Burbank, Kalifornien, USA.

So, jetzt gleich die gute oder Schlechte Nachricht, ich weiß nicht aber, Johnny Depp sagte kurz nach der Premiere in einem Interview, dass er mit der Figur Jack Sparrow noch nicht fertig sei und sich einen vierten und eventuell sogar fünften Teil erhoffe.

Nun ich hoffe nicht. Was ich an dem Film neu finde, Wann hatten wir es schon mal, dass in der Eröffnungssequenz eines Disney-Films ein kleines Kind erhängt wird? Von den Actionsequenzen dreht Regisseure Gore Verbinski so richtig die Schraube noch mal an. Die Musik die Hans Zimmer in dem Film komponierte, samt einem Spiel mir das Lied vom Tod Klon ist ja ganz nett, aber wieso der Regisseur meint den 3. Teil müssten an mit weniger Witz und mehr Action, mehr Monstern, und mehr Surrealität bringen, das verstehe ich nicht, und ja für einen Ab 12 Jahren Film sind schon einige Dinge drinnen die nicht so ganz familienfreundlich sind wie in Teil 1 + 2.

Nun, der finale Kampf zwischen der Bruderschaft der Piraten und der Englischen Armada der East India Trading Company, die unter der Führung von Little Napoleon stehen, gerät zu einem fulminanten 30-minütigen Effektfeuerwerk der Superlative, wer da nicht in den Sitz gepresst wird muss wohl blind sein. Ich bin fast auf meine Freundin mit meinem ganzen Gewicht und mit meinem Kinosessel gefallen, der sich in meine Pobacken reingedrückt hat, und den ich nachher nicht mehr runter bekommen habe, da der Film eben lange gedauert hat, aber das macht nichts, sie lebt noch. Sie hat sich auch dann sehr gefreut, als sie mir meine Lieblingsnahrungsmitteln, Schokolade und Kakao weg genommen hat, da ich die ganze Zeit geplaudert habe und sie dauernd gefragt habe, was denn nun, wann wo wie und warum so sei. Irgendwann habe ich es dann mit bekommen, die Handlung, nachdem ich meinem Sumoringer Sitznachbar gefragt habe, der war recht nett, allerdings hatte er auch einen sehr überzeugenden Würgegriff.

Nun der Film ist meiner Meinung nach sehr innovativ geworden, auch wenn es einige Logikfehler gegeben hat, und unlogische Sequenzen, aber was soll´s, das ist nur ein Film.

Der Film hat auch einige Fehler:

Ach ja, was lustig war, Am Anfang des Filmes werden die Leute am Galgen aufgehängt. Als der Junge kommt und anfängt zu singen, sieht man in der Nahaufnahme seine Zahnspange, oder, Lord Cutler Beckett schlürft in zwei Filmszenen ganz genüsslich seinen Tee und süßt ihn mit Würfelzucker. Laut der Internetseite Wikipedia ist der Würfelzucker allerdings erst um 1841 erfunden worden!, Oder, Als sich die Piratencrew auf den Weg macht, in Singapur von der Rettung des Jack Sparrow zu erfahren, müssen sie ein Gitter durchsägen. Alle fangen bei einer Längsstrebe auf mittlerer Höhe an zu sägen, hinterher wird das Gitter herausgenommen, allerdings ist es am Rand durchgesägt worden und nicht in der Mitte. Ach ja, noch was, Als die Dutchman gegen die Black Pearl mitten im Strudel kämpft, beschießen sie sich gegenseitig mit Kanonen, es ist allerdings gar nicht möglich, dabei das andere Schiff zu treffen, da sich beide Schiffe in einer extremen Querlage befinden und man die Bordkanonen nicht im horizontale Winkel verändern kann, ach ja, und wenn die Typen von der Flying Dutchman alle unsterblich sind, wieso kann man sie töten, sie fallen einfach um?

Wieder weiter mit einigen Dingen die ich so aufgeschnappt habe und die zum Film passen:

Wieso eigentlich wird nicht Fliegender Holländer in der deutschen Übersetzung gesagt, sondern Flying Dutchman? Ich weiß es nicht.

Ich fand da einiges was interessant ist über den Fliegenden Holländer, den kennt doch jedes Kind oder?

Den Stoff für die Handlung lieferte die Geschichte des niederländischen Kapitäns Bernard Fokke, siehe die Sage vom Fliegenden Holländer. Diesem gelang es - anders als vielen anderen Seefahrern - nicht, das Kap der Guten Hoffnung zu umfahren. Er versuchte, Gott und den Kräften der Natur zu trotzen, rang sie aber nicht nieder, weil er sie verfluchte, und war seither dazu verdammt, für immer mit seinem Geisterschiff auf den Weltmeeren zu kreuzen. Jedem, der diesem Schiff mit schwarzem Mast und blutroten Segeln begegnete, war Unglück vorbestimmt.

Richard Wagner schrieb die Oper unter dem Eindruck einer stürmischen Schiffsreise und verlegte die Handlung vom Kap der Guten Hoffnung nach Norwegen. Oft wird das Stück als sein Durchbruch zum eigenen Stil angesehen. Die Oper wurde 1841 fertig gestellt und am 2. Januar 1843 mit mäßigem Erfolg in Dresden uraufgeführt. Bereits nach vier Aufführungen wurde sie wieder vom Spielplan genommen.

Was ich vermisst habe, sind die ganzen erfrischenden Action und Spaß Szenen die der 2. Teil mit sich gebracht hat, hier kam mir vor als ob man auf Komik verzichtet hat. Ja man hat oft z.b. den herrlich computeranimierten Davy Jones gesehen, der dann vom witzelnden Jack Sparrow abgelöst wurde, was leider schade war, aber das macht ja nichts, vielleicht kommt ja noch mal eine TV Serie oder Zeichentrickfilmeserie raus, wo ich hörte, die Produzenten haben das auch eingeplant. Egal.

Man kann natürlich viel über den Film reden, aber ich glaube, dass das große Problem darin liegt, dass der Film keine Beständigkeit auf die Reihe bekommt. Es fehlt eine gewisse Bodenständigkeit und eine stringente Erzählweise, zuviel werden die ganzen Subplots begeisternd zelebriert. Dabei hat er durchaus großartige Momente. Jack Sparrow im Jenseits - beziehungsweise im Reich von Davy Jones - ist zum Beispiel eine ganz starke Szene für die es sich alleine auszahlt, sich das Kinoticket zu kaufen. Allerdings hat mir nach einiger Zeit diese Szene eben gestört, weil so viel Surreales auf einmal ungefähr ist, wie wenn man zu lange nackt in Pudding badet. Einige Gags sitzen wirklich gut und die Action-Szenen sind vielleicht banal, aber trotzdem spektakulär. Sicher nicht die spannendsten wie in Star Wars, aber einfach super.

Eigenartig das der Film so eine Superlative Steigerung hat. Ungefähr wie wenn deine Alte statt normalen Stiefelkönig Schuhen auf einmal Haute Couture Schuhe von Versage kauft und du dich über 2.000 € Minus am Konto wunderst. Die Actionszenen sind leider zu vielseitig und übertrieben um im Kopf zu bleiben auch von der Handlung die meiner Meinung nach sehr verschachtelt ist und viel kompliziert ist, bleibt meiner Meinung nach nicht viel im sich sehenden Herz über, da das ganze eben überladen ist.

Die Szenen in der Wüste wo der im Totenreich schon längst schizophren gewordene Jack Sparrow da herum spinnert, sind viel zu surreal geworden, ein verwirrendes Sammelsurium von übertriebenen Geisteszustand fehlenden Szenen die nicht so nötig wären, wie man sie sieht, eher ein Kasperltheater. Ich mag Bruckheimer Produktionen, den gibt es ja auch schon lange, aber der fehlende Einsatz von Komik und gutem Drehbuch haben mich dann doch etwas sauer aufstoßen lassen, und meine Freundin hat kein Glück heute beim Nippelradiosender einstellen gehabt. Viel zu anstrengend, surreal und teilweise verschachtelt und kompliziert war das ganze. Man stelle sich vor 8 Personen, jeder kriecht irgendwem in den Arsch jeder versucht den anderen auszubooten, jeder hat einen Plan, fast alle Lügen und im Hintergrund – 9 Stück – 8 Reales Münzen.

Trotzdem fand ich den Film familiär unterhaltsam, auch wenn er nicht ganz astrein stringent und sauber intelligent inszeniert wurde, einige wilde Szenen waren drinnen, physikalische Unmöglichkeiten, was soll´s, der Film hat mir gefallen, aber nicht so gut wie Teil 2 oder gar Teil 1, darum nur

88,99 von 100
 


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