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Filmkritik: Rocky Balboa

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Rocky Balboa (tuvok, 25.02.2007)

Beiträge

tuvok
25.2.2007 15:25
Filmkritik: Rocky Balboa

Handlung:

Die Ära geht zu Ende, das Leben einer Legende endet im 6. Teil der Saga, ein geknickter Sylvester Stallone der seiner Frau Adrian nachtrauert, die 2002 am Unterleibskrebs im Alter von 52 gestorben ist. Ein armer abgehalfterter Bruder Paulie Panina, den Burt Young sehr gut spielt. Der dann gekündigt wird nach 40 Jahren in der Fleischerei. Sehr oft war ROCKY (Sylvester Stallone) am Grab seiner verstorbenen Frau, sein Sohn ROBERT führt sein eigenes Leben und ist in einer guten Firma angestellt, weil er eben einen bekannten Namen hat.

Doch hier ist vieles nicht so ganz koscher. MARIE die mit Ihrem Sohn STEPS, der in Wirklichkeit STEVEN heißt in der Stadt lebt, außerhalb, eine echt schlimme Gegend hat auch einige Zeit gebraucht bis sie sich an ROCKY gewohnt hat. ROCKY ist irgendwie nicht in sie verliebt aber er findet Gefallen an Ihr. Sie war es damals die er im 1. Teil der Saga nach Hause begleitet hat, die ihm nachschrie das er sich ficken soll, der Schlappschwanz, und jetzt nach so vielen Jahren, wo so viele Kämpfe gewonnen sind, jetzt ist das Leben um so viel schwerer.

Seine Frau ist nicht da, nie wieder, und PAULIE hat wenig Zeit sich mit ROCKY auseinanderzusetzen. Das Lokal das der 2 Fache Ex Champion führt, läuft nicht übel, die Leute dort, allen voran SPIDER den er mal besiegt hat, ist täglich da, wie viele andre Kunden. ROCKY ist immer noch der Mensch der sich um alle kümmert.

Doch eines Tage entscheiden die Manager von MASON „The Line“ Dixon, das er mit ROCKY einen Schaukampf im Mandalay Hotel in Las Vegas begleichen soll. MASON hat 33 Kämpfe und 33 Siege davon getragen, aber es waren alles Luschen, ROCKY hatte 57 Kämpfe, 55 durch K.O, und 27 Niederlagen, und er ist alt, und er soll eben gegen MASON kämpfen. ROCKY hat zwar alle Tests mit Erfolg gemeistert, aber das Box Komitee will ihn nicht boxen lassen, stimmt aber glücklicherweise um, ROCKY will sich eben selber finden, und nun stehen wieder 2 Titanen im Ring. Alt gegen Jung.

Meine Meinung mit ein paar Informationen verwoben:

Nun die Handlung klingt ja nicht schlecht, und ich muß sagen sie ist sehr gut umgesetzt worden. Das ist einer der Film die nicht absichtlich traurig sind, die aber so traurig wirken das man dauernd heulen muß, und ich saß auch da, heulte da durch die Gegend mit 400 PS, und ich bin froh das meine Freundin neben mir saß und von Ihren 18 Meter Taschentuch was abgab, der Rest war schon ein bisschen duchwässert.

Am 11.1.2002 starb laut Grabstein Adrian, und das ist schon schlimm genug in einem Film, wenn ein langjähriger Partner stirbt. Er war ja schließlich seit dem 1. Teil mit Ihr verheiratet, das war 1976, und das ist sehr lange her, und da fühlt man auch die Trauer die Stallone hier glaubhaft rüberbringt. Ich finde es schade das sein Sohn Sage Stallone die Rolle von Rocky´s Sohn wie in Teil 5 nicht spielen wollte. Egal, die schauspielerischen Leistungen sind in dem Film zu kurzem 99 Minuten Film nicht die besten gewesen, aber allein die ganzen melancholischen Szenen die er spielte sind wirklich schön.

Ganz kurz übrigens in ein bisschen Archiv Material ist noch Mr. T zu sehen, Dolph Lundgren, das Archivmaterial ist sicher auf DVD zu sehen, dann tritt noch Mike Tyson auf der sich auch als Rocky Fan outet, und in dem wirklich sehr realistisch gefilmten Direct to Video Kampf sieht man deutlich wie sehr die Menge an dem Idol hängt, schließlich hat Rocky einen ganze Ära beeinflusst, und auch wenn 2008 John Rambo, der 4. Teil der Rambo Trilogie ins Kino kam, irgendwie ist hier einen Ära die zu Ende gegangen ist. Der letzte T – Rex Boxer der Geschichte geht dahin, wie damals Muhammad Ali der noch ein Comeback gestartet hat.

Übrigens im Film sieht man einen echten Kampf, im TV, das ist übrigens der Kampf zwischen Jermain Taylor und Bernard Hopkins im Jahr 2005, falls ein Boxfan das wissen möchte. 1969 übrigens wie im Film genannt war wirklich eine Computersimulation oder so ähnlich wie man halt sagt, wer gewinnt, Rocky Marciano oder Muhammad Ali, die 2 größten Boxer der Geschichte. Da hätte Marciano in der 13. Runde gewinnen sollen, und genauso haben die im Film so einen Fight per Computer entscheiden lassen, wer gewinnt, und das muß man sich schon ansehen, leider viel zu kurz. Natürlich wenn die herrliche bekannte Rocky Musik im Film ertönt, man da wird einem kalt in jeder der 18 Zehen am Fuß, und wenn er trainiert kommt Freude auf und man möchte im Kino so gerne irgendeinen Prügelknaben einfach in paar drüberschlagen, einfach nur so, und so habe ich ein paar Kinositze demoliert.

Kurz wenn man aufpasst, Rocky kämpft, Blut ist da, Blut ist weg, Was mich ein bisschen vom Film erfolg wegbringt ist das der Film einige hektische Schnittfolgen in einem Direct to Video Kampf gezeigt hat, und eher nur für Rocky Fans der ich ja auch bin, sehr viel nostalgische Szenen gefilmt hat, die eigentlich für einen Normalen Kinobesucher absolut uninteressant sind, und ja es tut sich im Film ehrlich gesagt überhaupt nicht viel.

Er ist zwar eine Legende, aber der fehlende Tiefgang ist schon ein krasser Punkt der sich in der Wertung niederschlägt. Während der erste Drehtag näher rückte, hielt man Ausschau nach einer Boxarena. Doch jede geeignete Halle, die man fand, war entweder ausgebucht oder konnte keine Filmcrew aufnehmen. Stallone wusste, dass HBO in Las Vegas einen Pay-Per-View-Fight zwischen Bernard Hopkins und Germaine Taylor übertragen wollte. Im Herzen ein unabhängiger Filmemacher, kam Stallone auf die Idee, auf diesen Zug, auf dieses Event aufzuspringen und von einem Publikum zu profitieren, das sich die Produktion kaum leisten würde können, mit Statisten nachzustellen. Doch der Fight sollte bereits zwei Wochen vor dem geplanten Drehstart stattfinden. Der stets erfinderische Regisseur löste das Problem, indem er den Drehstart entsprechend vorzog.

Auch nicht übel, denn um Mason „The Line“ Dixon spielen zu können, musste Linksausleger Antonio Tarver fünf Wochen vor dem offiziellen Drehstart mit den Proben beginnen und 20 Pfund zulegen, um als Halbschwergewicht die Schwergewichtsklasse zu erreichen. Der aufregendste Moment während der ganzen Produktionszeit war für alle Beteiligten, als HBO die Zusage gab, dass man für den Film auf das Publikum des Hopkins-Taylor-Fights zurückgreifen durfte. So konnte Rocky in die vollbesetzte Arena treten, den Gang hinunterschreiten und in den Ring steigen, während sechs Kameras mitdrehten. Als er seine Arme hob, schrien 14.000 echte Boxfans „Rocky! Rocky! Rocky!“- in einer tumultartigen Stimmung, die man mit bezahlten Statisten nie hätte erreichen können.

Wenn sich wer erinnert, in Teil 1 waren 2 Tauben da, Cuff und Link hießen sie im Original, ja jetzt wurden sie wieder im Film eingesetzt. Übrigens DUKE, der Trainer damals von Apollo Creed der in die Ecke von Rocky dann gewechselt ist, ist wieder der Trainer von Rocky, und er ist wieder wie damals, eben ein alter Haudegen. Was in dem Film auch untergegangen ist, das Rocky seinem Sohn Robert so viel beibringen wollte, da er ja nie Zeit hatte, leider war diese Menschliche Vater zu Sohn Beziehung auch kein Fixpunkt in dem Film, leider, aber das macht nichts, Technisch gesehen, und von der Musik her gibt es nicht auszusetzen, Kameraführung bei den Schnitten zu schnell, Tiefgang fehlt aber trotzdem gefiel mir der Film.

90 von 100
 


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