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Filmkritik: Santa Clause 3

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Santa Clause 3 (tuvok, 21.01.2007)

Beiträge

tuvok
21.1.2007 12:19
Filmkritik: Santa Clause 3

Die kleine Handlung:

Also, der Weihnachtsmann, SANTA CLAUS (Tim Allen), der ja in Wirklichkeit SCOTT CALVIN heißt, ist schon seit 1994, es ist 2006, am Nordpol beschäftigt. Jedes Jahr ist er beliebter als das vorige Jahr. Er ist immer gleich nett, doch jetzt hat sich der Teufel eingeschlichen. JACK FROST (Martin Short), neidisch, gierig und ein Idiot. Der nennt sich auch Väterchen Frost. Er möchte ein einziges Mal im Leben SANTA sein, denn JACK ist nicht so berühmt, und nicht so beliebt, ja und Geld gefällt ihm auch.

Er legt SANTA rein, lässt ihm ohne das er es weiß eine Rücktrissklausel unterschreiben, hat ne Zauber Schneekugel dabei verwendet, und SANTA wird SCOTT. Alle landen in der Vergangenheit und SCOTT muss als reicher Arsch versuchen, am Nordpol das ja jetzt verändert ist und ne Geldmaschinerie wie Disneyworld in Gang gesetzt hat, JACK bekämpfen.

Wieder dabei, Dr. NEIL MILLER (Judge Reinhold), seine Frau LAURA, und der Sohn CHARLIE CALVIN. Und ein kleines Mädchen das alle retten muss.

Wer schon immer wissen wollte wer Nikolaus wirklich war:

Der heilige Nikolaus gilt wie der heilige Martin als „apostelgleich”. Ebenso wie der heilige Martin ist Nikolaus einer der ersten Nichtmärtyrer, die als heilig gelten. Aber anders als Sankt Martin wurde und wird der heilige Nikolaus sowohl in der lateinischen als auch in der griechischen Kirche hochverehrt. Während Nikolaus im Westen durch die kritische Wissenschaft an pastoral-theologischer Brisanz verloren hat, ist sein volkstümlicher Stellenwert eher gestiegen, hat er Ableger bis in die säkularen und profanen Bereiche gebildet. Im Osten dagegen hat sich die kirchliche Bedeutung des Heiligen ungebrochen bis heute bewahrt.
Auslöser dieses Kultes und Brauchtums ist die Figur jenes heiligen Nikolaus, der seit dem 6. Jahrhundert in Legenden auftaucht. Aufgrund kritischer Textanalysen wissen wir heute, dass diese legendäre Figur fiktiv ist; der legendäre Nikolaus ist eine Kompilation aus zwei historischen Personen: dem Bischof Nikolaus von Myra im kleinasiatischen Lykien, der wahrscheinlich im 4. Jahrhundert gelebt hat, und dem gleichnamigen Abt von Sion, der Bischof von Pinora war, und am 10. Dezember 564 in Lykien starb.
Aus diesen beiden historischen Personen entwickelte sich die ab dem 6. Jahrhundert in Legenden fassbare fiktive Figur des wundertätigen übermächtigen Bischofs von Myra. Alle Datierungsversuche und Datumsangaben im Zusammenhang mit Nikolaus von Myra sind reine Spekulation. Seine Geburt im kleinasiatischen Patras, die an verschiedenen Stellen behauptete Teilnahme am Konzil von Nicäa 325, wo Nikolaus die Irrlehre des Arius bekämpft haben soll, sind ebenso wenig zu belegen wie die Terminierung seines Todes auf das Jahr 343.

Meine Meinung und ein paar Infos:

Nun wie so 3. Teile einer Serie sind, ist auch meiner Meinung nach dieser Film ein lauer Aufguß der schönen Trilogie. Schön weil sie mit einem guten 1. Teil los ging, und einem 2. Teil der nicht mehr so spannend war weiterging, und auch nicht gut, weil jetzt Teil 3 kam und nicht nur eine dämliche Inszenierung hatte, mit netten Darstellern, aber einer Story die nicht gerade sehr realistisch ist. Man sollte eigentlich bei solchen Filmen eine Art Freiwillige Christliche Weihnachtskontrolle – FCKW – einführen. Aber leider ist das noch nicht machbar, denn so könnte man Weihnachtsfilme zeigen die wirklich realistisch sind. Fern ab von Filmen wie „Das Wunder von Manhattan“ oder „Weihnachten im Wilden Westen“, legt sich der Film an mit Filmen wie „Der Grinch“, der ja schon übertrieben ist, aber warum muss ein Teil 3 auch so übertrieben sein?.

Disney Zuckerüberguß und bemühte übertriebene Darstellungsweise verleihen dem Film leider keine 5 Schneebedeckten Hauben. Diese knallbunte Handlung des überkitschigen Filmes der sich teilweise in einer Fantasywelt am Nordpol abspielt und auch ein bisschen in der Vergangenheit wo man wahrscheinlich versucht hat Spannung reinzubringen, ist gerade mal Frau Weihnachtsmann ne geile Weihnachtsgans, aber der Rest ist eher mau.

Sicher ist der Film für Kinder geeignet, ohne Weiteres, aber wer sich an „Klick“ erinnert, der Film ist ähnlich. Langweilig, nicht so gute Story, Schauspieler die allesamt kitschig aber nicht überzeugend wirken. Ja da fehlt so viel. Spannung, Anspruch und ne Menge mehr. Es war auch nicht spannend als das kleine Mädchen, fremd am Nordpol zu Tim Allen, versucht ihn zu retten mit einer Schneekugel. Ich finde Tim Allen genauso wenig lustig wie Gary Shandling im saublöden langweiligen „Good Vibrations - Sex vom anderen Stern“, aber das liegt wohl weil die Typen nicht mich sondern den Disney Konzern fragten.

Das der 50 Mille Film oder was der wohl gekostet hat, 84 Mille eingespielt hat, ist weil die USA eben ein verkitschter Haufen von Kitschlern ist. Nicht Kitzlern. In der imdb.com hat der Film eine Bewertung von 2.8 von 10, und das will was heißen.

Gedreht wurde in Kanada und L.A. Leider nicht am Nordpol. Leider kann ich nicht sagen das Martin Short den ich eigentlich sehr mag und in guter Erinnerung habe vom besten Heiratsfilm aller Zeiten „Vater der Braut“ und zwar alle beiden Teile mit Steve Martin, sich angestrengt hat, und als Jack Frost hat er eine Miese Figur abgegeben. Wieso ist Jack süchtig, gierig, geizig, und eingebildet, aggressiv und ein Lügner? Ich finde der Film „Jack Frost“ mit Michael Keaton, ja das ist ein Weihnachtsfilm, aber der Typ soll mit den Stacheln am Haar der Weihnachtsmann sein, und es soll spannend sein das er seinen Vereisungszauber nicht mehr rückgängig machen kann wenn er wen eingeeist hat?

Wieso also ist der Film ein so Herumdümpler? Also in der veränderten Fantasiewelt von Jack Frost reisen alle auf den Nordpol, wo so was ist wie Disneyland, alle die dort beschäftigt sind, sind Idioten, also Politiker, und dort ist es nicht sau kalt, sondern überdacht und einfach und warm wie im Skidome in Dubai.

Also die Messlatte von Teil 1 hat man nicht genommen, Tim Allen fand ich schon langweilig in „Hör mal wer da hämmert“, die Story gibt nicht viel her, ist anspruchslos und nicht einfallsreich, es fehlt die Spannung, die Effekte und die Technik sind O.K. der Rest ist nicht zu empfehlen irgendwie, außer man ist ein gestörtes Kleinkind ohne Augen, es fehlt der Reiz, die Stimmung, einfach eine Menge.

Darum nur 53 von 100
 


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26.05.2017 11:25:13
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