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Filmkritik: Ab durch die Hecke

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Ab durch die Hecke (tuvok, 01.09.2006)

Beiträge

tuvok
1.9.2006 14:09
Filmkritik: Ab durch die Hecke

Die Handlung:

RICHIE ist ein Waschbär, er ist gierig, er sammelt viel, er hat keine Familie, er ist ein Einzelgänger, er ist eine One Man Familie, und er will Bonbons. Aus einem Automat, und weil er das nicht schafft, stiehlt er die 200 Kg Nahrung, Junkfood meistens vom Bär VINCENT aus einer Höhle, der aufwacht und ihn zur Rede stellt.

Er will ihn fressen aber er gibt ihm ne Frist, Bis zum nächsten Vollmond muss das Essen wieder da sein, das ging übrigens bei einem Autounfall drauf, sonst frisst er ihn, und er findet ihn überall.

RICHIE reist herum und findet in einem Waldstück VERNE, eine Schildkröte mit anderen Freunden. Die wohnen in einem Waldstück, wachten kurz davor vor dem Winterschlaf auf und wundern sich was da steht, Es ist eine Hecke, die Waldbewohnern nennen dieses unheimliche Ding Hugo.

Doch nach einiger Zeit freunden sie sich mit RICHIE an dem sie nie zutrauen würden das er sie belügt, denn er will Futter, und da sollen ihm alle helfen. STELLA das Stinktier, HAMMY das Eichhörnchen, OZZZIE das Opossum, seine Frau HEATHER und die 3 Kinder, die 2 Igel, und der Zufall.

Doch dann wird alles wirr, denn vis a vis ist eine Haussiedlung, und ein gefährliches Wesen, PENNY genannt, Menschlich, Managertyp, Tierhassend, stellt sich darauf ein die Tiere zu töten. Von Anfang an misstraut VERNE dem Neuling RICHIE, doch der hat es leider geschafft die Herzen der Zuseher auf seine Seite zu bringen.

Meine Meinung zu dem Film:

Herrlich, endlich wieder ein Zeichentrickfilm nach einiger Zeit nach dem eher saufaden „Tierisch Wild“. Vielleicht liegt das daran das die Charaktere gut sind, schön gezeichnet, sehr menschlich sind, vielleicht weil gegen Ende des 83 Minuten Filmes Trauer und Ehrfurcht sich einstellt, da die Figuren sehr menschlich wirken, Vielleicht ist der Film so gut weil viel los ist, weil das herrlich manisch depressive und Himmel Hochjauchzende Lichtgeschwindigkeitsschnell laufende Eichhörnchen einfach witzig ist und nicht blöd überzeichnet ist, oder vielleicht weil die Story nett ist, nicht so abgekupfert, weil der Film ein bisschen makaber ist, und der einen Tiertyp da das Alphabet rülpst, einfach herrlich, vielleicht weil die Angst vor der Hecke der paar Tiere im paar M² großen Waldstück real aussieht und trotzdem lustig wirkt, nicht überzogen, die Tiere herrlich menschlich und ehrlich begehrlich wirken. Schlicht der Film ist einfach gut. Naja was kann man schon anderes gutes Erwarten aus der Filmschmiede die „Shrek“ gemacht haben.

Natürlich könnte ich auch negativ über den Film reden. Ich könnte auch reden das die einfach labile Handlung etwas öde auf die Zuseher wirkt die ein bisschen über 5 Jahre alt sind. Klar das der Film nichts neues bringt, vielleicht noch die Feindschaft mit dem Bär, aber eine Figur die etwas stiehlt und dann Ihren Fehler wieder gut machen muss, nun ja das ist nun wirklich nichts neues. Sicher ist Richie der Waschbär eine gut animierte lustige Figur, aber leider nicht so dass man sich der Meinung ist, sie ist perfekt. Typisch Kinderfilm, er wägt ab was besser ist, Reichtum und Ruhm, ein egoistisches Leben, oder die Änderung der gewohnten Umstände eben, die Freundschaft mit der Familie, eh klar was passiert.

Die leicht motivierende Musik hat mich doch an einigen Stellen etwas genervt. Der Film hat ja FSK 0, und darüber zu lachen ist schwierig, Erwachsene dürften oft Schwierigkeiten haben im Gegensatz zu Kindern zu lachen, bei Szenen die einfach sind, und für Kinder sind einige Szenen oder Kurze Einschaltungen im Film nicht so ganz witzig, von Handbewegungen, oder Dinge die mit Menschen zu tun haben, gewisse Vorstellungen die sich dabei ergeben, das ist was für die Großen Kinder, aber die haben das meiste schon überall gesehen.

Die Sympathie die man sonst bei so einem Film mit den Charakteren entwickelt ist nicht so ganz da gewesen leider, aber das macht nichts, ich habe dann doch schnell einen Zugang gefunden, und zwar zum Eichhörnchen, und zum Waschbär, aber vor allem zu Richie der Schildkröte, die dauernd davon redet das Ihr Schwanz wackelt was dann ziemlich blöd ist, denn dieses Tier wollte alles verderben, und sie hatte Recht, denn oft ist es ja wirklich so das man in der Vergangenheit besser lebt, das althergebrachte predigt, anstatt den öden Fortschritt anzubeten, und da hat der Film wieder zu genommen, denn diese Moralkeule stimmt, und bestätigt mich in meiner Meinung das der Fortschritt oft Dreck mit sich bringt, und ja es ist oft besser weniger zu haben dafür glücklich zu sein, und vor allem ehrlich, wie halt auch Verne die Schildkröte immer erkannte.

Einige Szenen waren etwas schlecht in Szene gesetzt. Ozzie das Opossum, guter Name übrigens, keiner kriegt mit das Ozzie Osbourne manchmal gemeint ist, einige Handbewegungen ließen darauf schließen, fällt um ist tot, was er ja sehr gerne macht, und ja die Beziehung zu seiner Familie in diesem Thema kam für die Kinder oft nicht so gut und verständlich rüber, aber worauf ich hinaus will, er fällt um, wacht auf und schreit Rosebud. Da gab’s mal einen Undercover Film von Otto Preminger aus 1975, „Unternehmen Rosebud“ ein Parfüm, aber eher ist das gemeint was der Typ in „Citizen Kane“ gesagt hat, dem Film, der dann die Handlung maßgeblich beeinflusst hat, hat mir meine Alte übrigens gesagt. Ich mag den Film nicht so sehr.

Ich finde die Geschichte ist übrigens gut umgesetzt worden, denn die Aspekte von der schlechten Welt der Menschen, vom Luxus der nichts wert ist, dazu die Moralkeule die Richie dauernd ablässt, finde ich sehr gut und gut gewählt, man merkt auch wie die Waldbewohner, die Tiere, also die einfachen Leuten, in den Usa wohl die Hillie Billies alle unverdorben und normal sind, bei uns in westlichen europäischen Ländern sind das wohl die Bayern, die Kastelruther Spatzen, Volkstümliche Tanzgruppen, der ostpolnische Polkaverein, und einige Altersheimbewohner, denn die Modernität der Neuzeit bringt meistens eh nur Gefahr und Unfug mit sich.

Ich finde das die Symbiose der Figuren mit Ihrem Trockenen Humor, die alt und Jung unterhalten sollen, eigentlich ganz gut gelungen ist, obwohl es ja meistens ein Drahtseilakt ist, denn die Alten Kinder haben ja andere Vorstellungen. Etwas unausgegoren bleibt der Film dennoch, weil er wie ein Baukastensystem funktioniert, eine Handlung hat sofort die logische Handlung demnächst zur Folge und ich habe sogar Glück gehabt, ich bin meistens gar nicht daneben gelegen mit dem was passiert, aber egal, der Film ist ja für Kinder gedreht, und ich habe mich köstlich amüsiert. Er war einfach lustig, er hat Sinn gemacht, er war nicht so langweilig, er hat eine gute Message rübergebracht, und es gab wieder eine Gute Person und eine Böse, und auch bei den Menschen gab es Gute, ich weiß nicht welche, aber dafür ganz viel Blöde und Böse.

So jetzt noch einigen Informationen zum Film:

Der Waschbär Richie wird von Bruce Willis im Original gesprochen, für die Jim Carey vorgesehen war, Gerry Shandling spricht Verne die Schildkröte, William Shatner spricht Ozzie das Opossum, Nick Nolte spricht Vincent den Bär, Catherine O`Hara spricht Penny die böse, die geile Avril Lavigne spricht Heather, die Alte von Ozzie glaube ich ist das, und der Film hat in den USA 154 Millionen US $ lukriert, weltweit um die 300 Millionen US $, also ein Erfolg, eh klar. 2006 gewann der Film einen unwichtigen Publikumspreis.

237 Leute haben 3 Jahre an dem Film gewerkelt. Eine Szene als Verne die Schildkröte durch die Hecke geht, ist auf einmal der Sprinkler an, dann wieder aus, vielleicht ein Fehler?


Der Film ist zwar für die jüngere Generation entwickelt, doch was soll´s der Film ist einfach lustig, auch wenn vieles nach Geldmache aussieht und die Firma Dreamworks von 1998 an mit „Antz“ einen logischen guten Film machte für Erwachsene und Jugendliche und in Ihrer Zielgruppe immer jünger wird, leider, aber das kann sich noch ändern, ich wünsche mir die Firma von meiner alten zu Weihnachten.


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25.05.2017 14:31:38
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