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Filmkritik: Der Tintenfisch und der Wal

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Der Tintenfisch und der Wal (tuvok, 09.07.2006)

Beiträge

tuvok
9.7.2006 16:53
Filmkritik: Der Tintenfisch und der Wal

Handlung vom Film:

BERNARD BERKMAN (Jeff Daniels) ist Lehrer, geil auf seine Mitschülerinnen, geschieden von seiner Frau JOAN (Laura Linney) mit der er 2 Kinder hat, WALT – 16 Jahre, hasst seine Mutter da sie fremdging, und FRANK der mit seinen 12 Jahren Alkoholiker ist, da er als Scheidungskind auch oft ausgelacht wird.

IVAN (William Baldwin) ist der Freund von JOAN aber selber verheiratet, LILI (Anna Paquin) ist die Freundin von WALT und wird von BERNARD angetatscht, und der hat immer nur einen Satz parat wenn es ein paar Probleme gibt, Sei jetzt nicht so schwierig.

FRANK hat oft Probleme in der Schule, und der Film schildert dann in 85 Minuten wie man sich in einer so schlimmen Zeit benehmen sollte.

Meinung und Infos zum Film:

Eigentlich könnte der Film ja auch heißen, Die blöde Mutter, der vertrottelte Sohn und der Schal. Ich finde Jeff Daniels hat hier sehr gut gespielt, höchst anspruchsvoll in diesem Film. Kein Gelächter, kein unnützes Wort, selbst als er die Freundin vom Sohn anbaggert und meint, Nimm ihn in den Mund, war das eher realistisch gefährlich als witzig sexuell, und das ist es was der Film erreichen will schätze ich. Realistisch offen sein, und dabei wirkt er wie „The Virgin Suicides“ mit einem Hang zu „Die Klavierspielerin“ und einigen netten Textpassagen die man sich bei dem 85 Minuten Film lieber im Kino ansehen sollte.

Auch die Kinder spielen meiner Meinung nach sehr gut. Alle passen hervorragend, Anna Paquin hat sich ziemlich verändert seit man sie damals in einigen Vorpubertären Kinderfilmen gesehen hat, die war damals pummelig, jetzt ist sie auch pummelig nur nicht am Bauch sondern an anderen Stellen und sieht ziemlich scharf aus.

Die Geschichte könnte wahr sein die hier verfilmt wurde und wenn man sich die ganzen Millionen Proleten Akademiker Familien vorstellt, wo man nur nebeneinander her lebt, nicht miteinander was tut, wo der Sohn schon mit 15 übererwachsen ist und am liebsten ausziehen möchte, wo offen über Sex geredet wird, und dementsprechend auch die Jugend verdorben wird, Na ja, da ist es nicht weit her das ein Vater seine Frau beschimpft und meint sie ist ne Hure, ohne vorher die Kinder zur Oma zu schicken.

Der Regisseur ist auch der Autor, Noah Baumbach und ich wundere mich wieso in den letzten 200 Jahren sich im Bereich Scheidungskinder nichts verbessert hat. Die Kinder leiben eigentlich am meisten, aber den egoistischen Elter ist das egal, der Mutter die nur an Sex denkt mit einem anderen während der Ehe, nur weil sie ne ehemalige Hippie Teenagerin ist, denkt auch nicht an die Kiddies. Schade eigentlich.

Der Vater findet LILI geil, die seine Schülerin ist, auch die andere, deren Namen ich vergas, mit der hat er auch was, Na ja kein Wunder, 17, geile Figur und gut gebaut, ja da können einige Fortpflanzungsorgane schon verrückt spielen.

Oder die Story mit Frank, der ist 12, trank schon Bier als andere noch Aufklärungsfilme sahen, dann sauft er Whiskey oder so ein Scheißzeug und ja, es war eine Szene dabei die wirklich offen war, die Eltern erfuhren das er in der Schulbibliothek gewichst hat, und alles was klebrig ist in die Bücher geschmiert hat, eine wunderbare Idee, wie da vorne in der Reihe ein paar blöde Türkische Jugendliche finden. Sie lachten. Ich auch.

Walt, der Junge im Film ist ja der Sohn von Kevin Kline, dem Schauspieler, auch er ist ein Charakterdarsteller, nur eines hat mich sehr gestört im Film, Sex wird so offen und nicht schön dargestellt, so realistisch und hart, nichts ist hier im Film romantisch, es geht nur ums Vögeln, und ja die Dinge die man macht, die man aber nicht zeigen sollte, schon gar nicht wenn 12 Jährige im Kino sind. Eine Mail an den Kinobesitzer ist schon unterwegs, mangelnde Jugendkontrolle.

Ich habe zwar einige Male gelacht aber einige Ordinäre Dinge, meine Freundin auch, als ich aufschrie, weil ich Ihren Ellbogen in der Hüfte hatte. Der Film hat den blöden Titel, weil in einem Museum das Walt besucht so ein Pottwal ist, der so einen Tintenfisch im Maul hat. Warum der Film so heißt weiß ich trotzdem nicht.

Der Film erinnert mich von der Geschichte her an „Kramer gegen Kramer“ nur ist er nicht so schön, und die Skurrilität von „Die Tiefseetaucher“.

Der Film gewann auf vielen Filmfestivals. So gewann er den Directors Award, den man kriegt wenn man ein guter Direktor ist, dann den Waldo Screenwriting Award, ein Preis den man kriegt wenn man im Wald ganz laut das Lied singt, Grün ist meine Lieblingsfarbe, und ja das Drehbuch ist beim Sundance Filmfestival ausgezeichnet worden so ein Sonnenfest, für angehende Hexen, die da herumtanzen und am Blocksberg dauernd nach Ihrer Anführerin Bibi schreien.

Hätte Bill Murray nach dem Trottelfilm „Broken Flowers“ der auch so war wie der hier, nicht eine Paus gebraucht, wäre er statt Jeff Daniels der Hauptdarsteller geworden. In 23 Tagen ist der Film gedreht worden, darum war er auch nicht so gut finde ich. Die 1,5 Millionen US $ wurden Verfünffacht in Amerika.

Der Film hat mir nicht gut gefallen, er ist anspruchsvoll, ja und berühmt, aber meiner Meinung nach ist er langweiliger Film.

50 von 100
 


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26.05.2017 05:54:03
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