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Filmkritik: The Sentinel - wem kannst du trauen?

Diskussionsverlauf

Filmkritik: The Sentinel - wem kannst du trauen? (tuvok, 02.07.2006)

Beiträge

tuvok
2.7.2006 00:14
Filmkritik: The Sentinel - wem kannst du trauen?

Inhalt vom Film:

Es wird kompliziert. PETER GARRISON (Michael Douglas) hat 1998 sich scheiden lassen, denn er hat eine Affäre mit CINDY gehabt, der Frau seines besten Freundes DAVID BRECKINRIDGE (Kiefer Sutherland), wie er ihm vorwirft, und seitdem ist die Freundschaft aus, obwohl PETER eigentlich DAVID fast eingeschult hat, und der beste Mann bei Secret Service ist. DAVID ist dafür der beste Ermittler, und ihm zur Seite gesellt sich JILL MARIN (Eva Longoria), die ihm PETER empfohlen hat. Sie ist wunderschön, sehr intelligent, karrieregeil und weiß was sie will, von Männern hält sie nicht viel und sie ist solo.

25 Jahre dient PETER beim Secret Service, er ist der beste und der klügste, und dann passiert es dass er sich in SARAH BALLENTINE (Kim Basinger) verliebt. Der First Lady. Ihr Mann der Präsident weiß davon nichts, nur einer seiner besten Freunde hat das irgendwie mit bekommen.

Das Chaos beginnt als sein Freund CHARLIE MERRIWEATHER auf offener Straße hingerichtet wird, von einem Mann mit einem Schalldämpfer. DAVID ist als Ermittler daran beteiligt und es dauert nicht lange bis er sich sicher ist, es war ein Mordanschlag. Das ganze bringt alles ins Rollen. Denn jetzt ist sich PETER nicht mehr sicher, und das Verhältnis mit SARAH scheint doch entdeckt worden zu sein, denn auf einmal sind da einige Fotos die mit einer Nachtsichtkamera gemacht worden sind.

PETER hat einen wichtigen Kollegen, WILLIAM MONTROSE, der ist ständig bei ihm in der Nähe, doch er hat nicht gemerkt, das mit PETER was stimmt, denn nun wird er nicht nur erpresst, sondern es ist auf einmal das Gerücht im Umlauf, das der Präsident beim kommenden G8 Gipfel in Toronto entführt und getötet werden soll.

Doch dann passieren einige Dinge und auf einmal glaubt DAVID das PETER mit dem kommenden Anschlag auf den Präsidenten in Verbindung zu bringen sei, und es gibt sogar einige Beweise, die aber PETER alle abstreitet, bis auf den Lügendetektortest, da stimmt was nicht, doch PETER verbirgt ganz was anderes, das DAVID nicht weiß.

In der Zwischenzeit ist der Informant und Bekannte von PETER aufgetaucht, WALTER XAVIER der weiß das sich im Team rund um PETER ein Maulwurf befindet der für eine Terroristische Splittergruppe alles ausspionieren soll, doch bei einem gemeinsamen Treff ist WALTER auf einmal verschwunden, und es wird viel geschossen.

In den folgenden 110 Minuten muss PETER versuchen seine Unschuld zu beweisen, sein Geheimnis mit SARAH nicht in die Öffentlichkeit dringen lassen, DAVID versucht ihn zu fangen und zu töten, und JILL ist die einzige die auf seiner Seite zu sein scheint.

Meine Meinung zum Film:


Herrlich, wieder ein bescheuerter eingedeutschter blöder Untertitel zu einem Filmtitel, der glücklicherweise genau derselbe ist wie im Amerikanischen Original. Ja die Deutsche Titelschmiede hat dazu gelernt, sie hat die Titel jetzt alle im Original, klingt auch besser als so ne unartige Sprache wie Deutsch, und dazu gibt’s dann deutschen Senf von deutschen Proleten übersetzen.

Egal. Der Film ist meiner Meinung nach ein sehr guter. Er vereint die guten Momente, nicht alle aber viele von, „Auf der Flucht“ mit dem von „Firewall“, denn wenn Harrison Ford als Opa da herumspringen kann, kann es der alte Filou Michael auch. Also Michaela ist ja ein ganz schlimmes Fingerchen, und er kann es einfach nicht lassen, er mit seinen Frauen, aber es passt ihm meiner Meinung nach das Image ganz gut. Nun er ist ja als Sex Maschine bekannt und das ist auch im Film das was ihm passt, denn wer kriegt schon die Schlimme Kim um den Finger? Ist ja auch ganz praktisch, wenn man mal was braucht.

Ich finde das Michi Mausi gut gespielt hat, auch die alte Kiefer hat Ihr bestes gegeben, wie in der Serie „24“ denn das ist es was er am besten kann, Ermittlerisch dreinschauen, und auch so wirken. Sicher ist der Plot ein bisschen zu sehr wie „In the Line of Fire“ der wesentlich besser war, aber das macht nichts, auch wenn das Thema rund um Schutz des Präsidenten schon ausgelutscht war. Ähnlich ist der Film auch mit „Mord im weißen Haus“ wo damals Wesley Snipes geglänzt hat. Aber das macht nichts, viele Filme sind sich heut zu Tage ähnlich.

In den Actionszenen hat er meiner Meinung nach viel authentischer und durchtrainierter gewirkt als Harrison Ford kürzlich zuvor, ja die alten Opis willen es noch mal wissen, und wer weiß was noch kommt, denn die Babypause hat Michael Douglas ja hinter sich. Störend oder eher unnötig fand ich die Schauspielerische Leistung von Eva Longoria, die geile mexikanische Schlampe aus „Desperate Housewives“ die sieht immer noch wie ne Schlampe aus, aber mit Keuschheitsgürtel und man merkt, das ganze liegt Ihr nicht. Ihr liegt eher, wenn wer auf Ihr liegt und in Ihr steckt, aber das sie jetzt Charakterrollen spielt, streng genommen, ne das ist nicht Ihr Metier.

Wieso ist eigentlich nach dem spannenden Anfang des Filmes, der meiner Meinung nach viel zu viele Schnitte geboten hat, der ganze Film schon fast entschieden, man weiß schon wie es ausgeht, man sieht keine technischen Spielereien von PETER der dargestellt wird wie ein Adonis vom Secret Service, wo bleibt die Fluchtspannung und die Erfahrung von „Der Staatsfeind Nr.1“ wo die Skurrilität von „Der Schakal“ und wo bleibt die Gefahr wie in „In the Line of Fire“. Ich glaube da war der falsche Drehbuchschreiber an der Angel.

Irgendwie ist nichts was so richtig spannend ist, wenn man es ganz streng genommen betrachtet, es wird böse geschaut, die Darsteller sind nicht so sehr mutig, sie geben nicht das letzt von sich, ja als sich die Kiefer und die Michaela begegnen wird es kurz spannend, ein paar Mimiken, der Rest ist wieder normale Solide Darstellerkunst, aber nichts besonderes.

Ich hätte es lieber gehabt, wenn der Film einige falschen Fährten gehabt hätte wie Jack Bauer bei „24“, und ja Kiefer war so ähnlich wie in seiner Serie, einfach zu aalglatt und perfekt, man glaubt meinen zu können, es gibt keinen besseren Ermittler als ihn auf der Welt. Das ganze Gries um den Präsidenten, das alle ihn so gerne haben, das war auch ein bisschen lückenhaft, denn ich bin sicher das die Hälfte der Besatzung vom Weißen Riesen da in Washington auch der Meinung ist, der Präsident ist ne Niete, und ich verstehe das nicht, wieso ist so ein Vollaffe der ein Volk zu Grunde richtet in den Filmen immer so beliebt?

Der Film fängt streng genommen gut an und lässt nach, egal was die Kritiker sagen, mir hat der Film sehr gut gefallen, meine Freundin hat sich gut amüsiert, das Publikum war dem ganzen nicht negativ geöffnet, und alle haben recht gut gepasst, nachdenken sollte man bei dem Film nicht zu sehr und Spannung in Authentischer und Guter Atmosphäre oder Anspruch sollte man nicht erwarten, dazu sehe man sich besser „Flug 93“ an.

Infos zum Film:

Das die 80 Millionen US $ Budget gerade Mal die Hälfte einspielten war teilweise schon im Vorfeld klar, wenn man halt sich gut auskennt. Im Film wird was gesagt von einem Präsidentenhubschrauber, Marine One, den gibt es nicht, denn der Busch Affe da drüben fliegt in einer Sikorsky VH-3D, oder einer VH-60 N, auch Black Hawk genannt, zumindest nicht den originalen, sondern einem ähnlichen ohne so viel Bewaffnung. Der Hubschrauber im Film war übrigens ein Sikorsky S-61.

Dann noch die Präsidentenlimousine. Die Türen sind ca. 30 cm dick, nicht so wie hier im Film. Die muss man mit beiden Händen öffnen, weil die so schwer ist, alles ist ein 2 Tonnen Panzerauto, nicht so eine einfache Limousine. Und es ist eigentlich ein umgebauter Cadillac 2006 DTS, mit Metall Dach, und nicht hier wie im Film eine Mercedes Limousine. Also da haben sich einige Fehler eingeschlichen.

Der Roman mit selbem Titel stammt von „Gerald Petievich“, es war die Erste Zusammenarbeit von Douglas und Kiefer, übrigens Ersterer hat damals 1990 den Film „Flatliners“ mit Kiefer produziert, die beiden verstehen sich seitdem sehr gut. Gerald A.Cravis ist ein pensionierter Secret Service Mitarbeiter und fungierte während den Dreharbeiten als Berater, damit alles authentisch wirkte.

Der und Charles Taylor, ein Waffenspezialist haben Michi Bubi das Schießen beigebracht, und Gerald hat 8 Jahre dort gearbeitet, und war auch beim Originalen G8 Gipfel dabei. Der Men in Black Look ist übrigens für den Film eigens entworfen worden.

Nun der Film ist gut gemacht, die Musik ist nicht so gut, die ist mir auch egal, die Schnitte zu viele, kleine unbedeutende Fehler, und nicht perfekte aber gute Schauspieler, ein tolle abgelutschte und gut durchdachte Geschichte, kein Film zum Brustwarzenradio einstellen, aber trotzdem sehr spannend

88 von 100
 


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27.05.2017 15:47:26
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