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Filmkritik: Paparazzi

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Paparazzi (tuvok, 25.06.2006)

Beiträge

tuvok
25.6.2006 18:57
Filmkritik: Paparazzi

Handlung:

BO LARAMIE ist Hollywoods bester oder einer der besten und berühmtesten Schauspieler. Er ist reich und hat alles was er will. Seine Frau ABBY (Robin Tunney) ist immer an seiner Seite, sein Sohn ZACH ist sein ganzer Stolz und er ist berühmt und bekannt.

Doch eines Tages als er heim will, wird er verfolgt, 4 Paparazzi fahren hinter ihm her, fotografieren ihn während des Autofahrens, und er baut einen Unfall. Der Anführer REX HARPER (Tom Sizemore) hat kein Gewissen, denn nach einem Unfall wo die Familie LARAMIE fast draufgeht, stürzt er raus und fotografiert die Unfallopfer was das Zeug hält. Sein Freund WENDELL STOKES (Daniel Baldwin) ist da auch nicht besser.

ZACH landet mit Koma im Spital, die Frau überlebt knapp und BO schwört Rache, und einer nach dem anderen hat auf einmal einen Unfall. Dazwischen schaltet sich noch Detektiv BURTON (Dennis Farina) ein und ermittelt, aber er kommt absolut nicht weiter, zu perfekt ist alles.


Meine Meinung und ein bisschen rund um den Film:

Immer wieder liest man in den Zeitungen von diesen lästigen Foto knipsenden Typen, die sich rund um einen Star scharen. Einen Star der vielleicht gar nicht so wichtig ist, der vielleicht nur einen Film dreht, das war’s. Was ist aber mit den Stars die täglich Menschenleben retten, um die schart sich wohl keiner. Egal, das ist halt die blöde Schöne Welt. Die Kritiker haben für den Film eine schlechte Bewertung attestiert, das kann ich nicht nachvollziehen, denn das sind genau die Leute die sich wegen jedem Dreck aufregen, und selbst sicher auch zur Waffe greifen würden, wenn die Familie in Gefahr ist. Es ist natürlich nicht richtig sich Massenmordend durch die Böse Welt zu ziehen, aber es ist verständlich und dieser Film gehört somit zu den 10 Top Filmen in meiner Lieblingsliste die sich mit dem fantastischen und teilweise verbotenen Thema Selbstjustiz handeln.

Der Film ist super, ich finde das der Hauptdarsteller die Rolle sehr gut gespielt hat, und auch die bösen Buben Daniel Baldwin und Tom Sizemore haben teilweise die verblödete Besessene Geisteshaltung sehr gut gespielt, obwohl ich mir auch schon bessere Darsteller vorstellen hätte können. Cole Hauser als Hauptrolle, nun gar nicht so übel, ich hätte lieber vielleicht Rambo gesehen aber die Story reicht es. Man hat damals schon über Rambo – Teil 2 und 3 gelästert, aber es ist in der Natur der Sache das man eben den tötet der deine Familie fast am Gewissen hat.

Der Streifen ist so richtig was für verregnete Weihnachtstage wo dir der ganze Frust auf der Welt am Nerv geht und du im Kino mit deiner Alten sitzt, vielleicht einige Greiforgane in die Fortpflanzungsorgane deiner Freundin steckst, und der Meinung bist ja jetzt geht’s rund, und heissa, es müssen ein paar dran glauben, und das gute an dem Film ist, man sieht ja richtig die Morde nicht, nein im Gegenteil, Cole nutzt ja die Gelegenheit die sein überlegenes Wissen mitbringt und lässt die Typen intelligent über die Klinge springen, und ja toll auch das man im Film glaubt, he da hat der Böse Tom Sizemore was gemacht, Cole Hause bringt ihn nicht um, aber er hat was ganz spezielles mit ihm vor, das schon nach Glück und Gehirnschmalz verlangt.

Dennis Farina als Burton war keine Leuchte, aber nicht übel. Gefallen haben mir die Cameo Auftritte von Vince Vaughn, Chris Rock als Pizzafahrer und Mel Gibson als Patient in so einer Art Selbsthilfegruppe, alle natürlich kamen nicht im Abspann vor. Matthew McConaughey auch am Ende. Während der Dreharbeiten hat sich Tom Sizemore mit einer Narbe verletzt, die Dreharbeiten wurden für seine Rolle stillgelegt, und Mel Gibson ist ja einer der Produzenten, und ich finde er hat auch hierfür eine gute Hand gehabt.

Sicher ist es ein brutaler Film wenn man bedenkt, Mann mordet andere auf subtile Weise, aber was soll’s, „The Punisher“, einer der besten Selbstjustizfilme der letzten Jahre ist ja noch viel brutaler, und den fand jeder herrlich. Jedenfalls ich freu mich schon wenn der Film auf DVD rauskommt, er ist nämlich wirklich spannend.

Ein Fehler kam mir vor, ich glaube Bo Laramie im Film hat mal das eine und das andere T-Shirt angehabt, und ja der Film im Film „Adrenaline Force 2“ ist natürlich nur erfunden, aber toll war es, wie man sieht, wie geht es in Hollywood teilweise zu. So ein Leben möchte ich nicht führen, aber das Geld, ja das hätte ich schon gerne.

Der Film war wirklich ein spannender Film eher für junge Leute und Kriegsveteranen. Natürlich gibt es auch einiges zu bemängeln. Forrest Smith hat ja das Drehbuch verbrochen, und er hat z.B. seiner Frau Robin Tunney wenig an Rolle zugedacht, die Spannung zwischen dem bösen Rex und seinen dämlichen Beweggründen ist flach gefallen, man sieht wenig von seinen Freunden, nur als sie eben tot sind, und Burton bereits da ist, und der wiederum ist auch nicht gerade ne Leuchte, eher so ein ruhiger Besoffener Columbo Typ.

Paul Abscal hat hier seinen 1. Film als Regisseur gemacht, und ja man merkt eben die Typen haben alle keine richtige Motivation und genau betrachtet ist auch Bo Laramie nicht richtig motiviert, er ist eher im Film und läuft herum, aber bei dem Film ist es klar, es ist ein Popcornfilm. Für einen Genrefilm dieser Art ist der Streifen nicht übel, allerdings hätte ich mir mehr doch gewünscht, obwohl er mich gut unterhalten hat.

Der 20 Millionen US $ Film hat gerade fast sein Budget eingespielt in Amerika und ist herrlich politisch unkorrekt, endlich mal wieder.

Ich vergebe 81 von 100

 


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26.05.2017 14:58:49
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