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Filmkritik: Mission Impossible 3

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Mission Impossible 3 (tuvok, 20.05.2006)

Beiträge

tuvok
20.5.2006 23:23
Filmkritik: Mission Impossible 3

Vieles über Film und Darsteller, Inhalt und meine Meinung durcheinander alles:


Eigentlich sollte ja der Titel der Kritik hier MI:III heißen, aber ausgeschrieben finde ich das besser. Der Film ist nämlich super und ich gebe ihm mal gleich vorweg 94,33 von 100 Punkten, einfach irre. Also er dauert 130 Minuten, man sieht einen Top durchtrainierten, laut meiner Freundin, wirklich körpergeilen Tom Cruise als ETHAN HUNT, der nicht nur seine Frau JULIA (Michelle Monaghan) retten muß, sein Weg führt in nach Shanghai, sondern es geht auch um eine Entführung, es wird im Vatikan gedreht, und wie in „Lord of the War“ hat dieser Film auch mit einem der größten Waffen und Drogenhändler aller Zeiten zu tun.

OWEN DAVIAN (Philip Seymour Hoffman) ist das Ziel der Begierde, und dann wird es noch schlimmer als er seine Frau entführt, die er kurz vor seinem Auftrag in dem Krankenhaus heiratet wo sie als Schwester arbeitet, und noch dazu entkommt ihm OWEN, und alles scheint auf eine einzige Spur zu führen. Der Chef vom Geheimdienst IMF ist daran beteiligt. Laurence Fishburne spielt JOHN BRASSEL, und er ist noch schlimmer als der schlimmste Alptraum. Er ist genau, er ist intelligent, er ist ein Pedant, und hat fast alle Macht in den USA, nach dem Präsidenten.

Und hier hat der Film eigentlich natürlich nicht viel mit der alten Serie „Kobra, übernehmen sie“ zu tun, außer der Filmmelodie. Hätte ETHAN HUNT nicht seine Freunde, LUTHER STRICKELL (Ving Rhames) der wieder einsame spitze ist, dann wäre er schon oft durchgefallen, vom Leben in den Tod, wie hier in dem Film wo nicht nur einmal eine einzige oder 2 Sekunden darüber entscheiden ob einer von dem Quartett überlebt.

Zu dem gesellt sich noch MS. KARI – eine 30 Jährige Iranische Schauspielerin mit den Wurzeln in Teheran, die bald in der angeblichen Verfilmung von – Der Prinz von Persien – Prinzessin Farah spielt. Sie spielt in dem Film den Maulwurf, eine Spezialistin wenn es darum geht irgendwo, irgendwie hineinzukommen, wie beim Sex, rein muß er doch, und sie schafft es, und sie spielt in dem Film eine Chinesin oder so, die komischerweise auch als Chinesin durchgeht, denn sie sieht richtig asiatisch aus.

Dann ist da noch Rhys Meyers, der spielt DECLAN, der hat in dem Film auch einige wichtigen Momente, und er ist dafür zuständig das alles was fährt oder fliegt, auch weiterhin am Boden oder in der Luft bleibt. Dann ist da noch natürlich einer, einer den man nicht zuordnen kann. JOHN MUSGRAVE (Billy Cudrup) aber dazu im Film mehr.

Dann eben noch die ganzen Ausrüstungsgegenstände, und ich bin froh dass nicht so viel auf lustig getrimmt und zu viel von Q aus den James Bond Filmen abgekupfert wurde, obwohl auch einiges etwas unglaubwürdig in dem Film ist. Wie z.B. das ein einziges Foto von OWEN ausreicht um mit Hilfe eines Laserscanners in 5 Minuten eine Spezielle Latexmaske in einem Gerät anzufertigen, und das mit den inneren Gesichtszügen von ETHAN, was mich an eines erinnert, an die Lasermaschine die Gesichtsknochen aus einer Legierung macht, wo man eigentlich spezielle Autoteile fertigt. Das sieht dann so aus als würden Spezielle Teile aus dem Boden wie Pilze schießen.

Apropos, es macht irre Spaß im Kino einen Magic Mushroom zu essen, aber man sollte es nur tun wenn keiner da ist und das Herumgequieke wie bei einem Schwein keinen stören kann. So mal zu dem, also Kleinkinder, Finger weg von Pilzen, sonst endet man als Bundeskanzler.

So weiter zum Film, da geht so viel kaputt, das ganze ist so laut, es wird so viel geschossen, ca. 30 Leute sind gestorben, eine Romanze ist im Film, und mir ist egal, wie beschissen Tom Cruise als Scientologe ist, oder das er gar seiner Verlobten Katie Holmes Ihren neuen Film verbieten läßt, eine Zeitung in England oder sonst wo klagen will die ihn als schrecklichen Scientologen ankreidet, dann wurden die Szenen in Shanghai wo man dreckige Häuser sah, in Shanghai, in China von der Zensur rausgeschnitten, die wollten eben nicht das man das dreckige verwahrloste Shanghai sieht, wo doch die Stadt als so super rein bekannt ist.

Der Film ist mehr als gut. Hätte Kenneth Brannagh nicht einen anderen Film gedreht, wäre er der Bösewicht gewesen, aber ich bin auf Seymour Hoffman sehr stolz, er hat den Film gut gemacht und obwohl er nicht mein Sohn ist, mag ich ihn, weil er eben gut ist.

Die 1976 geborene Schauspielerin Keri Russell hat ja in dem Film die wichtige Zeugin LINDSAY gespielt, und anstatt Ihr sollte ursprünglich Scarlett Johansson spielen, aber die war auch unabkömmlich. Egal, beide sind super Schauspielerinnen. Wegen Ihr ist ja ETHAN zu einem unauthorisierten Auftrag nach Berlin gejettet wo er sie ja retten sollte, doch mit ihr geschah furchtbares, OWEN hat Ihr eine Sprengkapsel durch die Nase in das Hirn geschossen, die in einigen Minuten explodiert, ETHAN kämpft wieder mal gegen die Zeit.

Die bekannte Filmmusik, ja die kennt man, heute war wieder in dem Film einer dabei, der die Musik überwacht hat, der damals auch bei der alten Serie dabei war. Was mich an dem Film nur ganz wenig gestört hat, die Latexmaske sah unecht dann echt aus, er hat die Kontaktlinsen nicht gewechselt, er mußte ja perfekt sein, und so hatte er seine braunen Augen, statt den hellen wie OWEN.

Und da ist es nicht verwunderlich das der 150 Millionen US $ Film 95 Millionen US $ einspielte, schade nur das es in Amerika 2 Wochen dauerte, also irgendwas stimmt hier nicht, ich weiß nicht, mir gefiel er, auch wenn er unlogisch und unwirklich in einigen Szenen war, er war nicht unnötig lustig, er war realistisch obwohl er unrealistisch war, und er war nicht blöd witzig oder so ähnlich.

Meiner Meinung nach hat Regisseur J.J. Abrams gute Arbeit geleistet, aber seit der TV Serie „Lost“ ist das klar. Der hat hier sein Regiedebüt geleistet und hat die Gerüchte von 2003 das David Fincher für Teil 3 vorgesehen ist, zerschlagen, der hätte auch gut gepasst, ja die Produktion war alles andere als leicht, das Projekt Jahre lange auf Eis und im Gespräch. Gut fand ich das man immer bei den ganzen Einsätzen wie in der alten TV Serie, so ne Art Briefing sah, es war auch einiges nicht so ernst wie man es nahm, und man hat sich einfach schnell für alles entschieden in dem Film. Da wird eingebrochen, ausgebrochen, erschossen und nicht zu lange nachgedacht, einfach perfekt.

Und toll, Tom Cruise hat keine Osteoporose, keine Herzprobleme, keine Knochenbrüche, nur 2 x blutet seine Nase. Und wer die Nähe zur TV Serie „Alias“ immer noch nicht sehen will, der betrachte einmal Simon Peggs Charakter aus Mission Impossible III und vergleiche ihn mit dem Charakter Marshall Flinkman aus Alias. Die beiden Figuren ähneln sich in Gestus und Habitus auf den Punkt und haben mit Bonds Q so gar nichts gemein. Somit ist Mission Impossible III für die einen ein gelungener Actioner und für die anderen die längste Alias Folge der Welt.

Toll weil der Film noch dazu mit allem aufwartet was es so gibt. Da gibt es Raketen, Maschinengewehre, automatisch gesteuerte Raketenwerfer, Granaten mit Magnetvorrichtung, Verfolgung via Handy, Ausschaltung der Privatsphäre, Super Autos, einen Lamborghini der fast so geil ist wie die Dame die aussteigt, und eine Menge Gimmicks die es einfach nicht gibt.

Die 30 Jährige Michelle Monaghan kennt man aus „Die Bourne Verschwörung“ und sie spielt die Ehefrau von ETHAN recht gut, und auch gefiel mir das die ganzen Nebenfiguren einen kleinen Part bekamen, so konnte man sich endlich auch auf die Nebendarsteller konzentrieren. Surroundmässig ist der Film ein Wahnsinn, die Kameraführung sehr gut und man sieht eigentlich ne ganze Menge schnelle Szenen, aber nicht zu viele dass das Auge so schmerzt das man es rausreißen möchte.

Der Film hat meiner Meinung nach eine Menge anderer Filme integriert, von „Verlockende Falle“ über so viele andere das man es nicht zählen kann. Die Handlung bleibt spannend und unerklärt, einfach ein super Familienfilm .

94,33 von 100
 


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28.05.2017 20:48:41
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