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Filmkritik: The Inside Man

Diskussionsverlauf

Filmkritik: The Inside Man (tuvok, 06.05.2006)

Beiträge

tuvok
6.5.2006 23:41
Filmkritik: The Inside Man

Handlung, über Schauspieler, Nebeninfos, meine Meinung und noch mehr:

Ein Banküberfall, eine Art Verschwörung, ein Rätsel, ein guter Polizist, New York, tolle Darsteller, alles ist nicht so wie es aussieht.

Was macht einen guten Film aus? Nun er hat eine gute Story, so wie der hier. Das ein Banküberfall nichts neues ist, ist klar, aber die Hintergründe dazu finde ich bei dem Film eigentlich genau so spannend wie im 1. Teil von „Stirb langsam“, und das tolle dabei ist, der Film bedient sich nicht mehrerer Elemente wo etwas von einer anderen Filmhandlung gestohlen wird. Nein, er ist ziemlich innovativ und stellt neue Ereignisse da wie sie in dieser Art noch nicht da gewesen war. Ich war ziemlich hingerissen von der Spannung, die zwar am Anfang nicht ganz so da war, aber sich in den 127 Minuten des Filmes bis zum Abspann Ende sehr gut gesteigert hat, und zu meiner Begeisterung sah man auch die Schauspieler am Ende des Filmes mit Namen, für die Leute die nicht wissen wie der und der hat. Einfach super.

Nun zu dem Film gehört auch ein guter Regisseur wie Spike Lee, der schon genügend Lorbeeren nachweisen kann, und das tolle ist an dem Film, es stimmt, er ist wirklich wie ein Joint, genauso einer den man raucht und sich über den Film freut. Ich habe mal wo gelesen das Spike Lee zu seinen Filmen immer sagt, sie sind wie Joints, und wenn man das sich auf der Zunge zergehen läßt, dann ist der Film wie ein Joint. Es ist als wie wenn du Oralsex mit einem Büffel hast. Zuerst ist er ganz klein dann hast du den Big Willie in deinem Mund, dann gesellen sich noch vor dir unübersehbar die 2 Zwillinge zu 2 Bergen auf, und bald bist du umgeben von einem fleischigen Grand Canyon.

Eine Gute Kamera gehört dazu, und da fällt mir ein im Film „Collateral“ war eine ähnliche Kameraführung, und er hat mich auch an „Heat“ erinnert, denn der Film hat so weiche Momente, die wirklich gut in den Film passen, die dann zu tragen kommen wenn es ein bißchen gefährlich wird, oder verschwörerisch, oder einfach mystisch nicht nachvollziehbar oder einfach nur, keine Sau weiß wie es weiter geht, vor allem nicht Detectiv KEITH FRAZIER, der von Denzel Washington hervorragend gespielt wurde, wo man wirklich sieht wie seine Intensität mit zunehmender Unsicherheit wächst, wie er ein richtiger Jäger wird, wie beim „John Q.“ und da ist auch schon wieder ein Knackpunkt, er hat etwas das ihn nicht nur unwiderstehlich macht, sondern auch vielleicht ein bißchen lästig wieder erkennbar. Und zwar sein Grinsen wie ein Pferd, mit seinem Oberkiefer, das mich an ein Diamantenhalsband einer Bulldogge in England erinnert. Der hat dauernd Super tolle weiße Zähne, und wie jeder fast jeder in Amerika legt er natürlich auch Wert auf seine Zähne, und wer da 100.000 US $ in seine Zähne steckt in seinem Leben und ein Haus hat, das einer der größten in Amerika ist, kann sich nicht leisten nicht perfekt auszusehen, aber bevor ich herummotze, er ist ein Fantastischer Schauspieler.

Natürlich gibt es auch Kritikpunkte über ihn, aber die sind ein bißchen wenig, er hat zwar reagiert wie Kevin Spacey in „Verhandlungssache“ aber leider fehlte das ganze Wissen, das wohl daran liegt das er und sein Kollege Detective BILL MITCHELL den ich schon mal gesehen habe, das war im Film „Serenity“ die Ersatztypen waren, für andere, und das nicht gerade der 1.000. Auftrag von denen war. Nun ich hätte es sicher besser gemacht, ich hätte mir mal gleich ein paar Muskelmänner aus dem hohen Norden bestellt und hätte sie in die Bank geschickt oder David Copperfield, dann hätte er mir mal zeigen sollen was er alles verschwinden lassen kann.

Der Trailer zu dem Film war wenig. Also da ist in dem Film noch eine ganz wichtige Person die ungefähr so rasant und eloquent spielt wie im Film „Panic Room“, eine Frau die nicht nur nicht weiß was sie tut, sondern vor allem tough ist, intelligent ist, und mit Ihren 43 Jahren verdammt gut aussieht, vor allem besser als Sharon Stone mit 48, das wahrscheinlich daran liegt das sie lesbisch ist. Nun ja, arme Frau, die hat wohl noch keinen flotten Dreier gehabt, aber wer weiß, wann meine Freundin mit macht.

So das hätten wir mal, die Story fesselt ungemein und ist verdammt gut bis auf einige Schwachpunkte. Z.B. wieso sieht man am Anfang Clive wen DALTON RUSSELL als alles planender Bankräuber einige Einzelheiten in Philosophischer Hinsicht zu verraten, mit einer eigenartigen Aufnahme von einer Art Zelle, was wiederum auf eine Teilauflösung des Filmes schließen läßt.

Nicht zu vergessen, Jodie Foster hat MADELINE WHITE gespielt und sie hat mit einem mysteriösen Mann zu tun, der sie unbedingt haben will, denn sie ist verdammt gut und intelligent, und sie spielt die Hauptrolle in einem der 3 Nebenplots die ich mitgezählt habe, und es ist auch der Hauptnebenplot, was sich sehr gut fand, denn ein Film der über 2 Stunden geht, braucht so was. Christopher Plummer als ARTUR CASE spielt den Chef der Manhattan Trust Bank, die ausgeraubt wird, der das durch Zufall erfährt, der ein Bankimperium gegründet hat, der mit seinen 75 Lebensjahren und in seinen 53 Schauspieljahren 157 gute Rollen gespielt hat, eine sehr wichtige Rolle spielt, die zu einer Auflösung führt, die ich sicher nicht gedacht hätte, denn sie ist wirklich verdammt gut und vor allem sehr nachvollziehbar.

Ja genau wo war ich? Bei den Nippeln meiner Alten und bei Jodie Foster. Die hat ein Pferdeschwänzchen, Manolo Blahnik Schuhe, ein 3 Millionen US $ Appartement, und arbeitet dann für ARTUR CASE, der sie beauftragt. Was wirklich eigenartig ist, das sie immer guter Laune ist, so wirkt als wüsste sie alles, und das ärgert mich, denn sie wirkt wie ne Kampflesbe. Die hat noch niemand wohl gut zugeritten, und darum hat sie sich wohl vor langer Zeit in eine Karriere geschmissen die sie als Topanwältin jetzt eben führt, für die größten Leute der Stadt New York. Sie kennt sogar den Bürgermeister der Stadt, den sie um einen Gefallen ersucht und zwar in so einem Ton das man weiß, sie hat ihn in der Hand, weil sie ein großes Geheimnis weiß, und das nicht nur wohl das er vielleicht auf Sado Nekrophilie steht oder vielleicht Marihuana dealt, da ist sicher noch mehr im Busch.

Und der erlaubt MADELINE das sie mehr Rechte hat in dem Fall als FRAZIER oder ein anderer Beteiligter der NYPD. Ohne Blue. Und das nutzt sie gut und geschickt aus, erzählt noch das eine oder andere Detail dem glubschäugigen bohrenden FRAZIER, aber in so einem Ton und so einer hervorragenden Art das man genau weiß, der kann nichts ausplaudern, keiner würde es glauben, und es ist sowieso schwierig zu beweisen.

Ein bißchen geärgert habe mich einige Schnittsequenzen, die ein bißchen schnell waren, oder wie Denzel Washington unwirklich wie ein Heiliger dahingeschwebt ist, auf den Zuseher hin, aber das sind Kleinigkeiten die auch einen Punkteabzug erklären.

Was mir gefehlt hat, ist die Auseinandersetzung mit der Gewalt die hier sehr kurz kommt, und auch keine Charakterbildung von einigen Darstellern über läßt, was wiederum gut war, denn so hat man in der kurzen 2 Stunden Filmzeit genügend Zeit das man auf den Film eingeht, sonst hätte der Film noch länger gedauert, und er wäre vielleicht wirklich langweilig geworden, denn an einigen Dialogpunkten oder Filmpunkten habe ich mir schon gedacht, soll ich auf die Uhr schauen oder nicht.

Was mich am meisten gestört hat, unsinniges Close Up auf Clive Owen am Anfangs, ein bißchen verratet er mit seinem Gequake über die Rolle und den Filmausgang, ein bißchen zu viel Closeup auf Denzel, zu wenig über Christopher Plummer, eine zu gut gelaunte Jodie Foster, keine Sprengstoffe, keinen quälenden Willem Dafoe als Captain JOHN DARIUS, der natürlich John heißen muss, viel zu wenig über die Möglichkeiten der Bürgerrechte durchsetzen, denn Araber, Inder, Leute mit Turban sind gleich verdächtigt und Geiseln werden auch nicht bevorzugt behandelt wenn man die Auflösung eines Falles will. Das erinnert mich wieder an den Film „Ausnahmezustand“, ich hätte gerne ein paar Polizisten in den Arsch getreten.

Gut war im Film das man seit „Oceans Eleven“ einen sehr guten, endlich guten Banküberfall sieht mit gut zusammenarbeitenden Akteuren, dann das ganze mit den Geiseln, dann wieder soll ein Flugzeug her, und Busse, und natürlich weiß KEITH sehr viel mehr als die anderen, und Clive Owen weiß leider auch was der andere Gegenspieler denkt, und das ist gut so. Aber leider ist er zu perfekt, und ich habe mir das Ende sehr gewünscht und ich bin nicht enttäuscht worden.

In dem Film sieht man den Großteil von Clive Owen total verdeckt, aber ich finde er hat trotzdem gut gespielt und das so gut wie in „Entgleist“, einfach ein toller Typ. Die 45 Millionen US $ Budget haben das fast Doppelte in Amerika eingespielt, der Filmsong im Film und am Ende des Filmes, ist von A.R. Rahman, aus dem Film „Dil Se“ und heißt Chaiyya, Chaiyya. Und man sieht es wieder, selbst Spike Lee ist Bollywoodfan.

Der 4. Film von Denzel und Spike hat Jodie Foster in 3 Wochen den Part von Ihr drehen lassen ja ne toughe Frau. Die Idee mit den Albanisch war wirklich, die Rede von dem Präsidenten im Film gabs, der eine Typ der eine Zigarette im Auto rauchte, da war die Zigarette mal lange und mal kurz, und ich bilde mir ein, eine Schachtel wo ein Ring drinnen ist, sah anders aus als später. Und mit Verschwörung ein bißchen hat der Film auch zu tun.

Nun ja, mir hat der Film persönlich gut gefallen, er ist vielleicht ein bißchen zu ruhig, ein bißchen langweilig, er bietet Spannung auf akademischen guten hohen Mainstreamniveau, er ist einfach gestrickt und trotzdem braucht man einige Zeit bis man sich die ganze Geschichte mit Nebensträngen von seiner Alten hat erklären lassen, er wirkt nicht blöd, und wirkt gut gemacht, einfach spitze, und darum gibt’s

91,10 von 100
 


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20.10.2017 00:04:58
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