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Filmkritik: Antikörper

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Antikörper (Tuvok Richie, 01.04.2006)

Beiträge

Tuvok Richie
1.4.2006 21:40
Filmkritik: Antikörper

Handlung:

Berlin, 2005. Ein Polizeieinsatz, eine Frau rief die Polizei, der Mörder im Zimmer, Hinterhof, laute Schreie, er flüchtet, das große Kommando kommt, GABRIEL ENGEL wird gefasst, verletzt, kommt ins Krankenhaus, soll über seine Morde erzählen. 12 Jugendliche mit 10 – 13 Jahren. Vergewaltigt, aufgeschlitzt, erstochen. Er malte mit Ihrem Blut religiöse Bilder.

Kommissar SEILER (Heinz Hoenig) soll den Fall aufklären, denn ein Mädchen mit 12 Jahren ist auch tot, LUCIA, doch ENGEL war es nicht. In dem Dorf Herzbach ist nichts mehr wie es war, MICHAEL MARTENS soll ja den Mord von LUCIA auch aufklären, den man dem Täter in die Schuhe schiebt, aber ENGEL sagt er war es nicht.

MICHAEL ist mit ROSA verheiratet, seine Tochter SARAH ist eine Petze, CHRISTIAN ist etwas irre, und die Erntezeit bricht heran. Die Ehe ist im Scheitern.

Informationen zum Film:

Der Regisseur Christian Alvert hat seinen wirklichen Hund Romeo genommen, der dann den Hund Schimanski im Film spielt.

Meine Meinung:


Da hätten wir mal eine gefundene Unterhose die vollgewichst ist, dann 13 Jungen im Alter von 10 – 13 Jahren, und ein älteres Mädchen um die 12. Dann den Massenmörder Engel der im Gefängnis sitzt, und ein Deutscher Schauspieler der sehr gut spielt. Dann hätten wir eine Geschichte die ähnlich ist mit „Das Schweigen der Lämmer“, der Massenmörder im Gefängnis will immer nur wissen, was der Dorfpolizist Martens beim ficken seiner Frau fühlt. Jeder im Polizeikommissariat will wissen, ob er die 12 Jährige Lucy getötet hat. Ihre Möse aufgeschlitzt, Ihren Bauch, vergewaltigt, und erschlagen, so lag sie am Ufer, wo sie dann Tamara gefunden hat. Und ich muß sagen, die Story ist zwar recht nett, aber irgendwie ist sie ein bißchen krude, weil man schon so was gesehen hat, so ähnliche Geschichten.

Mystische Massenmörder, da war doch mal Christopher Lambert im Film „Knight Moves“, der war viel besser, oder eben andere ähnliche Horrorschocker. Irgendwie erinnert mich der Film an den Chinesischen Killerschockerfilm über Kannibalenmorde „The Untold Story“. Hier ist das Problem des Filmes, überall wo gefickt wird, wird auch darüber geredet, die Wortwahl ist ungefähr teilweise überhart, schätzungsweise haben sich die Crewmitglieder, Drehbuchautor und Regisseur gedacht, wenn wir schon einen Film drehen über eine Massenmörder, dann muß der wirklich schlimm sein, jede Szene muß passen, wir wollen keinen Hollywoodkitsch, hier kann wirklich geschimpft werden, Blut braucht nicht zu fließen, aber so Kindermorde, das paßt gut in einen Film, und dazu nehmen wir einen Typen der aussieht wie der Brutale Verkäufer der Elektrosägenabteilung im Massenmördersupermarkt Killer Aldi.

In dem Film wirkt meiner Meinung nach der Schauspieler André Hennicke wirklich hart und grausam gut. Er ist der überlegene Schlächter, der Massenmörder um den sich alles dreht. Als würde er gerne die Andy Warhols 15 Minuten Ruhm haben, und an die hat er sich gewöhnt. Wer mir nicht so gefallen hat ist der Schauspieler Wotan Wilke Wöhring, der Michael Martens den Polizisten spielt, der sein Leben zu Hause nicht im Griff hat, wie z.B. in „Verhandlungssache“, einen Sohn der ein kleines Feuerteufelchen ist, mal auch ein bißchen Exhibitionist ist, tja mit 13 Jahren kann man schon sein Pimpfi einem Mädi zeigen, wenn es dabei sein Löchchen herzeigt, und natürlich ist er irre böse darüber, und seine Tochter ist eine Petze, die Frau von ihm ist ein Engel.

So zurück zu Engel, der Typ ist mir einfach zu wenig Schauspieler, die Stimme finde ich nicht so gut von ihm, er redet zu viel, und will dauernd wissen wie Martens sich beim ficken seiner Frau fühlt, ob er wichst und weitere ordinäre Dinge die keine Sau eigentlich interessieren, und warum er sich eigentlich so blöd benommen hat, das er gefasst wurde ist mir auch ein Rätsel.

Heinz Hoenig als Seiler, der ist mir ungefähr vorgekommen wie eine Mischung zwischen besoffenem grantigen Götz George als Schimanski, und Klaus Löwitsch als bulliger böser Ermittler, und ein wenig Grant von Hans Moser hat er auch. Was mir an dem 2,5 Millionen Euro teurem Film gefallen hat, das sind nicht mal 4 Millionen US $ ist, das er nicht so übertrieben amerikanisch ist, das er eine gute Story hat, das die Schnitttechniken recht gut sind, das nicht alles so schnell abgeht, das viel Wert auf Dialoge gelegt wurde.

Die Schauspielerin die Rosa Martens spielt, die Frau vom Michael, die ist eigentlich eher unwichtig in dem Film. Die wird mal flachgelegt, ist so was wie ne Hausschlampe, sieht die ganze Zeit drein als wüßte sie nicht was eigentlich abläuft, und versucht trotzdem den ganzen Haushalt zu schupfen, obwohl sie aussieht als könnte sie nicht bis 99 zählen.

Was mich an dem Film ärgert, ist das viele Szenen in dem Film absichtlich wegen Grausamkeit und Schocken der Zuseher in Szene gesetzt wurden, was eigentlich oft unlogisch ist. Z.b. die vulgären Sprüche, die ordinären Gespräche im Wald, das unnatürliche Vögeln, seine Frau Rosa die gar nicht echt aussieht, die Ihren Mann liebt, dann doch nicht, dann sich Sorgen um ihn macht, und das wirkt alles ein bißchen unglaubwürdig, weil einigen Darsteller Ihre Rollen nicht so spielten wie man sich das vorstellt.

Interessant sind die Psychologischen Gesprächsduelle der beiden Kontrahenten, unnötig blöd und einfach deutsch wie ein Krimi wirkt die Szene als man sieht wie Martens betet, wie er in der Beichte ist, wie er mehr zu büßen hat als ein anderer, dann die Geschichte das ein Schwuler Pädophiler Arsch intelligent ist, sich für unnötige Dinge interessiert, das finde ich alles ein bißchen überborden, und schlecht abgekupfert. Die Szenen mit der Buße vom Michael, als er sich Heftklammern in die Pulsadern auf der linken Hand reinschießt, sind einfach nur dämlich, und nicht so was ein normaler Mensch machen würde, auch wenn das vielleicht für einige Genrefreaks ein netter Gag ist.

Anfangs hatte ich das Gefühl, he der ist wie „High Tension“ der grausam anfing, und auch so beschissen weiter gegangen ist, nur der war wirklich so wie man sich einen Horrorfilm vorstellt, der Film hier aus 2005 ist eigentlich nur eine Geschichte wo man mitzählt, wie ordinäre Worte Leute benutzen können, wie Haß steigen kann, und das alles in 120 Minuten.

Für mich kommt der Film so vor, als wäre es den Machern wichtig gewesen das der Zuseher weiß, was irgendein unwichtiger Bulle oder Mörder über irgendwem denkt der total unwichtig ist. Meine Güte, so richtig Krimihaft, grässlich aber was soll´s, vielleicht kommt ja wieder mal ein guter deutscher Serienkillerfilm ins Kino, der war es jedenfalls nicht was ich mir erhofft habe.

Leider ist der Film in einigen Szenen vorhersehbar, nicht so ganz spannend, viel zu steril für einen Krim oder Thriller, hat zu viel Mischmasch Genres in sich einverleibt und ich kann ihn somit nur den jenigen empfehlen die total auf Horror stehen und Freaks sind.

Wieso hat der Film so einen Titel der gar nicht paßt? Gut war das man hier nicht gezeigt hat, das die Dorfbewohner alles unnötige idiotische Luschen sind sondern sogar denkende Menschen mit alltäglichen Sorgen.

Die Charaktere sind meiner Meinung nach ein bißchen flach, und der Regie sieht man an das die guten Ideen fehlen, und der Deutschen Sprache also die im Film merkt man eher TV Kriminiveau an. Meiner Freundin hat’s ein bißchen geekelt, ich musste sie nachher beruhigen wieso ich Ihr schon wieder so einen Scheissfilm antat, sie mag keine Horrorfilme eigentlich und in einigen Szenen wurde ihr sehr langweilig und sie hielt meine Hand, ich hielt auch was, nicht meine Hand.

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