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Filmkritik: In den Schuhen meiner Schwester

Diskussionsverlauf

Filmkritik: In den Schuhen meiner Schwester (Tuvok Richie, 12.03.2006)

Beiträge

Tuvok Richie
12.3.2006 08:20
Filmkritik: In den Schuhen meiner Schwester

Inhalt:

MAGGIE FELLER (Cameron Diaz) ist ne unterbelichtete Person, sie ist einfach, blöd, Legasthenikerin, verliert viele Jobs, bringt die Leute zum weinen, man regt sich über sie auf, sie ist ein Girlie, eine Zicke, eine blöde Kuh, Allgemeinbildung 0, sie ist blond, und poppt mit dem Freund Ihrer Schwester, sie hat kein Geld, ist verarmt, und will in Ihrem Traumland bleiben, steht auf Schuhe, und scheißt auf das was die anderen wollen.

ROSE (Toni Collette) ist Ihre Schwester. Intelligent, Anwältin, arbeitet viel, sie hat einen blassen Teint, sammelt Schuhe, und ist nicht religiös, sie ist nachdenklich, lebt für Ihre Karriere und wenn es um Liebe geht lebt sie in einem Traumland, sie vertraut fast jedem, ist nett, und einfach angezogen, sie ist in einer Anwaltskanzlei, und hat eine große Wohnung in Philadelphia vor der sie sich von der Außenwelt abkapselt und bald als alte Jungfrau stirbt. Sie ist einsam, hat gut gespart, und ist etwas kompliziert.

Die Geschichte zwischen Selbstfindung und den diametral entgegengesetzt reagierenden Akteuren zeigt dieser 130 Minuten lange Film.

Da taucht MAGGIE auf, kein Geld, wie immer, kein Job wie ständig, keine Intelligenz wie seit Ihrer Geburt, und ihr ist es scheißegal ob sie fett ist oder nicht, sie ist schlank, aber Ihre Schwester schaut dauernd auf die Linie, ROSE hasst jedes Gramm Übergewicht, will ständig abnehmen, und hat kein richtiges Leben. Nur ELLA HIRSCH (Shirley McLaine) kann als Großmutter die beiden zusammen bringen, sie lebt im Altersheim.

Informationen zum Film:

Der Film ist nach einem berühmten Buch gefilmt worden. Die Schwester und die Oma vom Schreiberling spielen in dem Film auch mit. Da war auch ein Bild wo die Mutter von Maggie und Rose abgebildet wurde, als diese jung war, und die Dame ist ein Supermodel und heißt Ivana Milicevic.

Als Maggie vom Zug kommt und zur Telefonzelle geht hat sie eine weiße und schwarze Tasche, so ein Reisedings, und als sie in das Zimmer Ihrer Oma geht, waren diese weg. Als Simon und Rose über Schwangerschaft reden, kurze Szene, kann man die Filmkamera in seinen Sonnengläsern spiegeln sehen.

Der Film hat so um die 50 Mille gekostet und ca. 32 Mille in den Usa eingespielt. Der Regisseur Curtis Hanson hat auch den Film „8 Mile“ gedreht.

Der Originalroman stammt von Jennifer Weiner. Die Drehbuchautorin Susannah Grant, die auch „Erin Brockovich“ geschrieben hat, hat sich spontan sofort für diese Geschichte entschieden. Toni Collette hat am Anfang Ihrer Karriere im Film „Muriels Hochzeit“ 20 Kg abnehmen müssen und hat sich geschworen so was nie wieder zu tun, und jetzt mußte sie doch wieder abnehmen, 10 Kg. Die Garderobe im Filmset der Goldwynstudios war wie das ganze Set, das selbe wie im Film „Das Appartement“ wo McLaine damals 1960 gespielt hatte, und somit Ihre Erinnerungen auffrischen konnte.

Von den Kleidern her gibt’s auch was zu erzählen, man hat Maggie nämlich in geile und vor allem billige Klamotten gestopft, was gar nicht so leicht war zu finden, um darzustellen das diese Nomadin von der Mülltonne lebt, also heute einen Job, morgen einen Schwanz. Ein Leben das sie auch im Film so eben führt. 300 Omas und Opas wurden im Altersheim in Florida gefilmt.


Meine Meinung:

Maggie ist so was wie Goldie Hawn als sie jung war, als Gwen in „Housesitter – Lügen haben schöne Beine“. Nur das Maggie halt eine Legasthenikerin spielt, und ich dachte mir anfangs, Hilfe schon wieder ein Frauenfilm, aber ich habe mich echt kaputt gelacht. Schon als Toni Colette meinte, wegen den Hobbys, Vom Essen wird sie fetter, Schuhe passen immer. Einfach spitze. Schuhe, der Lebensinhalt jeder Karrierefrau.

Und diese arme Rose muß sich um Maggie kümmern, das macht Toni wirklich gut, sicher es gibt bessere Schauspielerinnen, aber dafür Cameron Diaz, einfach gigantisch diese Frau. Die paßt wie die Lippe auf die Scham. Der Film erinnert mich an „About a Boy“. Nur hätte mich mir mehr gewünscht, das die Schauspielerische Leistung von Toni Colette nicht nur eine Karrierefrau darstellt, sondern vielleicht die süße, nette, oft geile, blöde, Männerschwärmende Girliezicke, die Cameron Diaz spielt, und die nur einen Beruf haben will, der ihr nicht schwer fällt, der nur mit Sex zu tun hat, das kann sie gut.

So wäre es super, das wäre wirklich eine Leistung. Aus einer Karriereschlampe, ne Girlieschlampe machen. Und sie hat Recht, Flittchen werden nicht jünger, und dann steht sie auf der Straße da, aber Cameron Diaz begreift das nicht. Sie hat nur Unsinn im Kopf, und sucht einen Job. Herrlich als sie erklärt wieso sie die anderen Jobs verloren hat.

Shirley McLaine ist auch dabei, und das macht wirklich Freude, denn diese Zickige Hausdame, wie sie die Rolle schon in „Verhext“ als Endora gespielt hat, paßt hier natürlich auch sehr gut, über die zu reden ist sowieso müßig, sie ist ja mehr als eine Grande Dame.

Mann habe ich gelacht, als Maggie dann im Hundeshop anfangen will, die Frage der Chefin, kennen sie Analdrüsen?, Maggie: Nein, Verkäuferin, naja die werden ausgedrückt, Maggie: Kotz. Einfach super, auch wenn Maggie nicht gekotzt hat. Einfach lustig.

Ich finde der Film ist gefühlvoll aber nicht sehr tiefsinnig, denn der Film ist meiner Meinung nach als Drama ausgelegt worden. Cameron Diaz wird sowieso von Toni Collette an die Wand gespielt, und dann noch von Shirley McLaine, die Diaz sollte sicher lieber auf 2007 konzentrieren bis Ihre Sprechrolle in Shrek 3 kommt.

Schade fand ich an dem Film, es ist vorhersehbar alles. Cameron Diaz, blond, blöd, zickig, geil, Legasthenie, Toni Collette, Anwältin, intelligent, blasser Teint, nett und zerbrechlich, freundlich und höflich, ein Arbeitstier, Shirley McLaine, sieht aus wie ne Mumie, Altersheim Oma, und das war es an Überraschungen, schade eigentlich. Nett ist der Film auf alle Fälle, schwierig wird er und interessant als Maggie mit dem Freund von Rose schläft, er sucht die Schwester, sie ist geil auf ihn, er noch geiler auf sie und beide beschimpfen sich. So eine Sau die Cameron Diaz, poppt mit dem Freund Ihrer Schwester, und dann schimpft sie noch das sie ein fettes Schwein ist. Ja da geht’s rund.

Sonst eigentlich ein netter Film der wirklich ein Drama ist, aber nichts besonderes, nichts neues, und nichts was wirklich absolut lustig ist. Und den Fass im Boden, sie braucht Geld und sagt zum Freund Ihrer Schwester nicht das es Ihr leid tut, sie hat kein Geld usw. sondern nur, Gib mir 200 US $, das ist doch der übliche Kurs (fürs Poppen), ja das kann die Dame wirklich gut. Diese Szene fand ich übertrieben und unpassend, sie ist weder dramatisch, nachdenklich noch lustig. Sonst ja, der Film hat gute und schlechte Seiten, wie ein Politiker, der zwar mehr Dreck am Stecken hat, aber dafür auch ähnlich langweilig ist in der ersten Hälfte seines Lebens.


Ein Frauen und Familienfilm, 73 von 100
 


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26.05.2017 15:00:08
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