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Filmkritik: Das Imperium der Wölfe

Diskussionsverlauf

Filmkritik: Das Imperium der Wölfe (Tuvok Richie, 08.01.2006)

Beiträge

Tuvok Richie
8.1.2006 17:06
Filmkritik: Das Imperium der Wölfe

Inhalt:

Also am Anfang war ein Hightech-Labor. ANNA HEYMES hat eine Untersuchung. Irgendwas neurolgoisches. Sie hat Schmerzen, wird getestet. Geistig und körperlich. Sie bekommt eine Reihe von Fotos zu sehen, kennt jeden, bis auf einen, einen Beamten im Innenministerium, Ihr mann, 8 Jahre sind sie verheiratet.

LAURENT holt sie ab, Ihr Mann, er ist besorgt, Professor ACKERMANN weiß nicht wieso. Sie hat oft viele Aussetzer, seit einiger Zeit, und das hat irgendwas mit einer Vergangenheit zu tun an die sich ANNA nur ganz wenig erinnern kann. LAURENT meint, sie solle sich einer Biopsie unterziehen.

Sie will aber nicht. Sie arbeitet in einem Schokoladengeschäft. Auf einmal kommt ein Mann daher, den kennt sie, sie weiß aber nicht woher.

In Sentier, einem Viertel von Paris, das ist gefährlich berüchtigt, wird eine Wasserleiche gefunden. Das 3. Opfer schon. Polizist PAUL NERTEAUX versucht einen ehemaligen Polizisten um Hilfe zu bitten. JEAN LOUIS SCHIFFER (Jean Reno).

Dieser wurde zum Verbrecher, als er in Klein Türkei, so heißt das Viertel im Jargon zu fest im Griff hatte, also er wurde sehr brutal mit den Leuten. Er wurde Kriminell. Die Fotos der Wasserleiche, 25 Jahre alte Türkin, wahrscheinlich arbeitete sie als Näherin, wurde stundenlange gefoltert. 70 Knochenbrüche wurden festgestellt. Und SCHIFFER erkennt, das ganze führt nach Iskele. Ein türkisches Mafia Netzwerk. Das hat mit illegalen Einwanderern, Drogen, Kinderpornografie, Waffen zu tun. Er kennt den Boss, MALEK, den sucht er auch auf

In der Zwischenzeit wächst die Amnesie von ANNA und sie glaubt dass sich Ihr Mann einer Gesichtsoperation unterzogen hat. Ihre Ärztin soll Ihr dabei helfen. Doch MATHILDE URANO weiß auch nicht weiter. Und eines Tages in der Nacht entdeckt sie an ihm einige, ihr unbekannte, Narben.

Infos:

Der Roman ist von Jean-Christophe Grangé hat als Ausgangspunkt für den Film das National Geographic, und die Sunday Times studiert. Er hat es ununterbrochen regnen lassen oder sehr oft halt, und das war eine große Schwierigkeit für die Darsteller, denn Regen in der Nacht vor der Kamera sieht man erst, wenn es um vielfaches stärker ist als die Dusche in der eigenen Wohnung.

Gedreht wurde das ganze dann in der Türkei, und zwar in Anatolien. Dort ist auch das Gebiet Kappadokien. 300 km südöstlich von Ankara in 1000 – 1200 Meter Seehöhe. Das ganze ist eine berühmte Region voll von Tuff, und da gibt es den berühmten Berg Hasan Dag – 3.253 Meter hoch und der ist berühmt, weil er eine schöne Aussicht bietet. Es ist auch eine wunderbare Landschaft, mit berühmten Feenkaminen, die dort unten eine Art Naturwunder sind.

Diese sind im Weltkulturerbe der UNESCO verankert. Und das seit 10 Jahren. 3 Monate haben die Dreharbeiten gedauert. Damit Chris Nahon dort unten überhaupt drehen konnte, mußte er hiesige bestimmte Leute bestechen. Man durfte z.B. nicht den Völkermord an den Armeniern in den Film fließen lassen, oder das Papstattentat durch den Türken, 1981, im Film vorkommen lassen.

Meine Meinung:

Irgendwie erinnert mich der Film vom Thema her an Guido Knopp und seine Hitler Dokumentationen am ZDF. Die Geschichte ist irgendwie ähnlich, auch ähnlich wie „Die Purpurnen Flüsse – Engel der Finsternis“, und zwar von der Story her, von der Brutalität. Diese ganzen brutalen Elemente im Film, ich frage mich wirklich ob das sein muß. Meine Freundin hat das eine oder andere Mal die Augen zugehalten, weil teilweise die Brutalität von der Intensität ungefähr die der von „Irreversible“ ist. Diese grausame menschenverachtende teilweise übersteigerte Form der Bösartigen Brutalität in Form von gewissenloser Schlägerei und nervenaufreibenden Gewaltattacken finde ich für den 120 Minuten Film etwas übertrieben.

Dann hat der Film einige Sautrottelelemente, wie im Parlament. Also da ist doch diese eine Frau, da ist der Doktor, der untersucht sie, der findet was von der Frau unter Ihren Fingernägeln, und jetzt kommt’s, er sagt, sie sei eine Türkin. Am Anfang des Filmes z.B. bei einem gemeinsamen Essen da sieht man einige ekeligen Fratzen. So ist der Film ja nicht so ekelig blutig, aber irgendwie ist er durchgehend brutal, von den Texten her, es wird nicht geschimpft, aber die Redeweise ist so deprimierend hart.

Da gibt es nichts zu lachen, nichts zu schmunzeln, keiner ist lustig, jeder ist ernst, was für ein Leben. Und ich glaube langsam wird Jean Reno der ja an sich ein guter Schauspieler ist, ein Trashmonster das schlimmer als Lino Ventura ist, ich glaube der war mal sein Vorbild. Vielleicht ist ja auch der Regisseur schuld daran das er so schlechte Rolle gespielt hat in dem Film. Nicht übel war er ja, aber er war oft unnütz eingesetzt, hat einen grässlichen Bart, und so grausliche Weiße Haare.

Reno macht das ja absichtlich für seine Rolle. Er hat abgenommen, er hat sich tätowieren lassen, er hat sich so hergerichtet, das er aussieht wie ein korrumpierter Polizist der von Selbstzweifeln zerfressen und fehlenden Gewissensbissen zernagt ist, der brutal reagiert, lieber erst zuschlägt und dann fragt, und auch schon dem einem mal die Finger abschneidet.

Visuell gesehen besticht der Film durch seine einzigartigen, trotzdem schon oft gesehenen Bilder von Paris in der Nacht und von der Bösartigkeit der Dunkelheit in kleinen Gassen, und von Nachbarn in hässlichen Häusern, aber sonst ist der Film meiner Meinung nach nichts Besonderes. Anfangs ist mir der Film an Nerv gegangen, dann war er wieder spannend, und gegen Ende hin fand ich den Film blöd, dann wieder gut, dann kam er mir vor wie „Rambo 3“ und zu Ende war er wieder gut. Aber er hätte auch in 100 Minuten locker gepasst.

Die Thrilleransätze im Film wandeln sich leider in keinen großen Spannungsbogen über, der verschwindet dann nach einiger Zeit schon, leider. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, bis nach ¾ die Lösung kam, was denn Jean Reno ist, der ein Bulle ist, ein richtiges Arschloch, und dann trägt er Hawaiihemden, etwas eigenartig, aber das sind nur kleine Fehler über die man hinweg sehen kann.

Warum z.b. sieht Ana im Film das Gesicht Ihrer Freunde als Zombieähnliche Vampire? Warum ist die Optik, die Kamera oft so unscharf?, wieso ist die Musik so beschissen, so unnötig und so grauslich? Warum sind die Nebendarsteller oft interessanter als Hauptdarsteller Jean Reno? Und wieso ist in jedem Französischem Film in letzter Zeit immer eine Martial Arts Szene?

Vielleicht weil der Regisseur Chris Nahon (Kiss of the Dragon) so geil auf Kampfszenen ist? Ich kann nur sagen, außer das ich die Antworten nicht alle weiß, mir gefiel der Film nicht so gut. Er war zwar künstlerisch auf seiner Art gut, er war deprimiert, böse und einzigartig irgendwie grauslich, aber mir gefiel er nicht, deshalb auch nur

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25.05.2017 14:22:33
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